Festtags-Terminologie

Erbaut es an Pfingsten, sich einmal einige Gedanken über die Benennung von Feiertagen zu machen? Bei Pfingsten ist die Benennung des Tages ja ziemlich einheitlich, die Frage ist eher, was genau gefeiert wird. Ist es der “Geburtstag der Kirche”, das “Kommen des Heiligen Geistes” oder der “Abschluss der Osterzeit”?[1] Weiterlesen

Pädagogische Briefe an einen jungen Verfassungsjuristen

Er arbeitete seit Jahren an der Aufklärung der Öffentlichkeit und Wiederherstellung seines guten Rufes, der von interessierter Seite schamlos in den Schmutz getreten worden war, um angesichts eines derartigen Kairos mit großer Kelle politische Ambrosia zu schöpfen: Theo-Ullrich Ludwig von Eichenbach vernachlässigte auch bei dieser Sisyphosaufgabe jedoch niemals die ihm zugewachsenen Pietätspflichten. Und so ist (nach früheren Erkenntnissen Herrn von Eichenbachs) auch das heute dem geneigten Publikum exklusiv vorzustellende Werk zu lesen, in dem Herr von Eichenbach der pietas Ausdruck verleiht Weiterlesen

Piraten ohne SMV: Klarmachen ohne zu ändern!

Ermöglicht es die übliche Verfasstheit politischer Parteien nicht, die Zahl der Mitbestimmenden zu maximieren, so zielte die Piratenpartei gerade auf dieses Problem der Parteiendemokratie in Deutschland (und anderswo). Zum Zwecke größerer innerparteilicher Mitbestimmungsmöglichkeiten für möglichst viele Parteimitglieder wurde in den vergangenen Monaten viel über die Einführung einer “ständigen Mitgliederversammlung” (SMV) nachgedacht und gestritten. Auf dem Bundesparteitag 2013.1 haben die Piraten am Wochenende über Satzungsänderungen diskutiert und abgestimmt, mit denen eine SMV hätte eingerichtet werden können. Weiterlesen

Ein Jahr Causa Schavan

rebloggt von Causa Schavan:

Klicke, um den Original-Artikel zu besuchen
  • Klicke, um den Original-Artikel zu besuchen
  • Klicke, um den Original-Artikel zu besuchen

Anfang Mai 2012 informierte der Anonymus "Robert Schmidt" die Medien über seine Plagiatsdokumentation schavanplag zur Doktorarbeit von Annette Schavan. Bald darauf begann das Prüfverfahren der Universität Düsseldorf, das schließlich am 5. Februar 2013 zur Aberkennung des Doktorgrades und wenige Tage später zum Rücktritt der Ministerin führte. Zeit für etwas Kuchen und für ein paar Kleinigkeiten zum Auswickeln.

Weiterlesen… noch 2.172 Wörter

Erlesenes aus einem ganzen Jahr Schavan-Affäre stellt Simone G. auf Causa Schavan zusammen zu einer kurzweiligen Collage der Widersprüche und intellektuellen Untiefen einer langatmigen Affäre. Dabei wird deutlich, warum die Massenmedien lieber nicht an den Schavan-Skandal und ihre Rolle darin erinnern (sie wohl eher ausdrücklich beschweigen). Die Collage erinnert an ein diskurssatirisches Format, wie es derzeit von bee im zynaesthesie-Blog gepflegt wird (hier zum Beispiel) - nur ist auf Causa Schavan alles so gedruckt, gesendet oder geladen worden, wie es da steht. Geladen wurden auch die aufgelisteten meistgelesenen Artikel. Nicht genug Berücksichtigung findet dabei die Kombination von Analyse und Unterhaltung auf hohem Niveau, die Anton M. Schnierl bis zu seinem von den Umständen erwzungenen Rücktritt zu liefern pflegte. Sie sind dieser Übersicht zu entnehmen und allesamt wert, nachgelesen zu werden.

Ein Jahr Plagiatsaffäre Schavan

Erinnertes eröffnet stets die Möglichkeit, Gegenwärtiges neu zu bewerten. Leider ist die Erinnerung nicht immer ganz zuverlässig, sondern sie passt sich an die Erfordernisse und Wünsche der Gegenwart an. Daher muss man seinen Blick zurück auch über die Quellen schweifen lassen, die damals entstanden. Damals, das heißt in diesem Fall: vorgestern vor einem Jahr. Denn am 2. Mai 2012 begann die Plagiatsaffäre Schavan – an dieses Ereignis erinnerte nichts und niemand in der deutschen Medienlandschaft. Weiterlesen

Kritischer Wissenschaftsjournalismus

Erforschtes muss nicht nur den Fachkollegen, sondern auch Wissenschaftlern anderer Disziplinen, ebenso einer breiteren Öffentlichkeit, vermittelt werden, um Wissenschaft als kostspielige gesellschaftliche Unternehmung zu legitimieren. Wissenschaftsjournalismus übernimmt einen Teil dieser Aufgabe. Doch wenn Wissenschaftsjournalisten den Elfenbeinturm besteigen und von ganz hoch oben die dort angeblich aufgefundenen ewigen Wahrheiten verkünden, wie gut ist der Wissenschaft und der Öffentlichkeit damit gedient? Weiterlesen

Internetverbot für bayerische Beamte?

Foto von Ralf Roletschek, Herstellung “durch Spenden an Wikimedia Österreich unterstützt”, CC-BY-SA

Erstaunt es, oder nicht: Franz Josef Pschierer (Abbildung rechts) ist nicht nur Beauftragter für Informations- und Kommunikationstechnik (IT-Beauftragter) der Bayerischen Staatsregierung, sondern auch Chief Information Officer (CIO) derselben Organisation, und Träger des “eGovernment Leadership Award” 2010.[1] Als solcher kennt er sich mit diesem “Internet” natürlich aus.

Voriges Jahr hat der IT-Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, Stabsstelle, einen Leitfaden herausgegeben, der sich mit dem Spannungsfeld Beamte und Internet befasst Weiterlesen