VroniPlag – Auflösung eines Schwarms

Erbrachte Streit, wenn verbittert ausgetragen, doch Einsichten, die zu etwas gut sein könnten? Hier entwickelte sich, 1 Jahr nach Beginn der Plagiatsaffäre Guttenberg, eine Debatte, die sich nur scheinbar um Transparenz- und Demokratieansprüche, Anonymität und persönliche Eitelkeit, Gemeinschafts- und Einzelinteressen in VroniPlag drehte. Bisher fast 100 Kommentare – wahrscheinlich fast alle von direkt Betroffenen – evozieren ein Bild von der Plagiatssuche als konfliktreichem Scheitern einer Vergemeinschaftung.

Entstehung und Entscheidung der Machtfrage

Viele Leute sind mit viel Idealismus zu den Plagiatswikis GuttenPlag und VroniPlag gestoßen, weil sie plagiierte Dissertationen als ungerecht empfanden. Bei vielen gab es daneben noch weitere Motive, etwa Puzzlespaß, die Möglichkeit zum Erringen von Anerkennung oder beruflich-ökonomische Gründe. Bei VroniPlag kann man einige gemeinsame Ziele des ganzen “Schwarms” unterstellen:

  1. Aberkennung konkreter zu Unrecht erworbener Doktortitel
  2. Schärfung des öffentlichen Bewusstseins für das Problem Promotionsbetrug
  3. Bekämpfung von Promotionsbetrug allgemein

Verschiedene Menschen sind also in einem Wiki aufeinander getroffen; manche haben sich auch privat mal getroffen, aber eher nicht. Jeder brachte seine eigene Agenda mit, was das genaue Ziel sei, wie es zu erreichen sei, und was dazu konkret getan werden sollte. Diese Agenden widersprachen sich an manchen Punkten; zudem waren viele Beteiligte eigenständige Persönlichkeiten, die sich nicht gern starren Hierarchien unterwarfen. Also kam es – nicht überraschend – zu Konflikten.

Dabei hat sich in VroniPlag eine Gruppe durchgesetzt: Sie hat heute die wesentlichen strategischen Machtpositionen inne und kann durch Einsatz ihrer Machtmittel jede Infragestellung ihrer Vorherrschaft parieren. Argumentativ gelingt dasselbe dieser Gruppe jedoch nicht, zumal sich die Machtlosen ob der Vormachtstellung und des Machtmitteleinsatzes der Machtbesitzenden so unterlegen fühlen, dass sie sich nicht auf einen gleichberechtigten Diskurs einlassen können. Stattdessen greifen sie teilweise zu verbitterten Schmähungen, die vor allem ihre Machtlosigkeit demonstrieren.

Wäre VroniPlag eine Erscheinung in der Außenwelt, in Online-Diskursen oft “Real Life” genannt, dann hießen die Machtlosen Terroristen oder Freiheitskämpfer; die Mächtigen hießen Regierung oder Regime. Die beiden Gruppen bekämpfen sich unerbittlich. Online heißen solche Gruppen beispielsweise Admins und Trolle.

Aber beides sind keine starren Gruppen: Manchmal werden abtrünnige Regierungsmitglieder zu Terroristen erklärt. Zuweilen erhalten Freiheitskämpfer eine Amnestie, um wieder auf Seiten des Regimes zu wirken. Vielleicht gibt es in beiden Lagern sogar heimliche Sympathisanten der Gegenseite. In jedem Fall redet man gern und oft schlecht übereinander, aber niemals gut miteinander. Denn die andere Seite ist böse – das ist die Grundregel.

Chancen zur Durchbrechung universeller Mechanismen

Vor vielen Jahren wurde ein ganz anderer Fall mit viel mehr Opfern auf beiden Seiten beschrieben als “Medien-Krieg”. In der Untersuchung es um Kommunikationstechniken, durch die man die eigene Partei gegen ihre Feinde vereinigen kann. Für jene, die des Kämpfens müde sind (und auch das lässt sich bei VroniPlag hier und da heraushören), gibt es aber auch Möglichkeiten, einen Ausbruch aus diesem Machtkampf zu wagen. Wie das funktionieren kann, ist in “Medien-Krieg” unter dem Stichwort “Friedensjournalismus” erklärt.

Leider ist die Grundidee des Friedensjournalismus auf VroniPlag kaum anwendbar. Da steht tatsächlich einmal die – ansonsten berechtigteAnonymität im Plagiatswiki einer konstruktiven Lösung im Weg. Dennoch kann man sich klar machen, dass Macht- und Interessengegensätze prinzipiell überwindbar sind, wenn man sich auf die Gemeinsamkeiten der zerstrittenen Gruppen besinnt und auf deren Basis ein gemeinsames Ganzes anstrebt.

Da das für VroniPlag wenig Zweck zu haben scheint, bleiben Lehren für die Zukunft zu ziehen: Um dem Aufeinanderprallen von unterschiedlichen Vorstellungen und das In-den-Hintergrund-Treten der gemeinsamen Ziele vorzubeugen, sollte bei einem Plagiatswiki (oder einer ähnlichen Unternehmung) von Anfang an einiger Aufwand darauf verwendet werden, die gemeinsamen Ziele, Verfahren und Strukturen gemeinsam festzulegen und zu dokumentieren.

Dabei sind die berechtigten Interessen aller möglicherweise Betroffenen angemessen zu berücksichtigen (auch wenn sie bei einer Abstimmung nicht dabei sind). Legitimität ist durch die breite Anerkennung der gemeinsam erarbeiteten Ziele, Verfahren und Strukturen erreichbar. Vor einer solchen Gruppe müssten sich dann wieder die Plagiatoren fürchten, nicht die Plagiatsjäger selbst.

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132 Antworten zu “VroniPlag – Auflösung eines Schwarms

  1. Na dann, frisch ans Werk – oder kannst du nur reden und nix tun? ;)

  2. Guter Folgebeitrag! “Schmähungen” finde ich noch erträglich. Das hält man auch aus, insbesondere wenn man anonym ist. Was meine Person betrifft, kann ich nur sagen, dass diese Form schon den Grad zum “Mobbing” lange überschritten hat. Stichwort: “Rubikon” ;-) Da zeig ich diesem Regime lieber den Schuh!

  3. Hej, Admin STK, Vorsicht, könnte doch sein, dass Erbloggtes ähnlich wie STK im Hintergrund arbeitet, vielleicht auch gerade an SMW, oder? Von außen gesehen ergibt sich benutzerstatistisch für STK nun auch nicht gerade das Bild eines Benutzers, der viel tut, sondern eher, der nur redet. Man sieht, der äußere Eindruck kann täuschen ;)
    Warum sollte Erbloggtes sich nicht ’laut’ Gedanken machen dürfen? Wer in der von Erbloggtes angedeuteten Richtung etwas tun sollte, sind doch wohl eher jene, welche derzeit noch die Metamorphose von VP vorbereiten, nicht wahr? Auf zu neuen Ufern!

    @Heidingsfelder: Du hast es nicht nötig, Dich als Opfer darzustellen. Könnte sein, dass man die Selbstironie in Deinem Post nicht erkennt.

  4. Ich habe die Vorgänge nach den Anfangsfällen in keiner Weise mehr verfolgt und beziehe mich darum nur auf die im Beitrag gegebene Darstellung. Und die klingt zunächst natürlich traurig. Zumal, da mir Außenstehendem (der natürlich auch gut reden hat) so klar scheint, wie konkretes Handeln dort auszusehen hätte: Objektive Plagiate finden. Mehr gibt es doch gar nicht zu tun. Was für merkwürdige Theorien muß man sich für ein eigentlich erfrischend theoriefreies Unterfangen erst zurechtlegen, um eine Basis für Streit zu erhalten?

    Als nächstes Stellte sich mir die Frage, ob man es mit dem Phänomen einer überflüssig gewordenen Institution zu tun haben könnte (Konjunktiv ist ernst gemeint). Dann wären die dicken Bären auf der Spitze des Eisbergs geschossen und im Wasser tummelten sich nur noch kleine Fische. Man landete bestenfalls noch Glückstreffer, die zudem kaum noch einen interessierten, was es für diejenigen mit wenig Idealismus und Sinn für l’art pour l’art zusätzlich hart machte, dranzubleiben. Also, weil man die Institution auch nicht einfach untergehen lassen wollte, denn auch Institutionen halten nichts von Selbstmord, kümmerte man sich erst einmal um Internes, und das wäre dann das Ergebnis.

    Um Mißverständnissen vorzubeugen: Ich gehe nicht davon aus, daß sich das Plagiatsproblem jetzt auf immer erledigt habe und Plagiatsjäger somit dauerhaft überholt seien. Dabei bleibt aber unbenommen, daß jetzt ein Phase angebrochen sein könnte, in denen die Plagiatsjäger nicht viel und schon gar nichts aufsehenerregendes mehr zu tun finden. Die oben beschriebenen Probleme könnten dann gegenwärtig ungeachtet des Umstands auftreten, daß die Jäger in Zukunft wieder gebraucht werden könnten.

    Da hier Mitglieder anwesend sind, stelle ich das Spekulieren nun ein und bin auf die Einschätzungen gespannt.

  5. Haha: “Na dann, frisch ans Werk – oder kannst du nur reden und nix tun?” Der Witz war gut, man muß nur hier schauen, um ihn zu verstehen: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Sotho_Tal_Ker

    Der Schwarm existiert doch schon länger nicht mehr. Wann waren zuletzt mal tatsächlich mehr als 5 Leute aktiv in Vroniplag mit einer Dokumentation (nicht nur mit Schwätzen) beschäftigt?
    Wie lange prüft die Uni schon bei Djir-Sarai? Prüfen die überhaupt? Oder haben die schon sehr früh erkannt, daß sie nur auf das Ende von Vroniplag zu warten brauchen? In der ersten Aufregung im ersten Halbjahr 2011 wurden recht schnell Doktorgrade aberkannt, ab einem bestimmten Punkt werden die Unis aber beschlossen haben, sich nicht mehr von Vroniplag Prüfungen vorschreiben zu lassen. Und die zuerst Betroffenen haben bereits zum Teil Klage eingereicht.
    Nun sind die Leute von Vroniplag auf der Suche nach der Ursache dafür, daß man nicht an den Erfolg von Guttenplag anknüpfen konnte, man wundert sich wohl, warum nicht jeden Monat mind. ein Doktorgrad aberkannt wird, warum die Unis sich nicht bei Vroniplag bedanken… Und da sich anscheinend jeder bei Vroniplag anderen Menschen überlegen fühlt, werden die Gründe für den Mißerfolg bzw. ausbleibenden Erfolg bei den anderen gesucht, während das System von Vroniplag nach außen von Leuten wie STK verteidigt wird.
    Die Probleme innerhalb von Vroniplag beruhen wohl auf den verschiedenen Charakteren, die dort vertreten sind, und den verschiedenen Zielsetzungen der Leute. Über die Zukunft von Vroniplag an sich sollte wohl auch in einem größeren Zusammenhang nachgedacht werden. Wer hätte überhaupt Interesse daran, daß Vroniplag weitergeführt wird? Die Unis? Wohl kaum.

  6. > Wann waren zuletzt mal tatsächlich mehr als 5 Leute aktiv in Vroniplag mit einer Dokumentation (nicht nur mit Schwätzen) beschäftigt?

    Um, gestern? Aber es zählen, wie ich öfters versucht habe an verschiedene Stellen klarzumachenen, hier nicht nur Edits. Bücher besorgen, einscannen, OCR, Textvergleich – das Fragmentieren und Sichten ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs.

    Bitte verwechsle VroniPlag nicht mit den Hochschulene – nach dem die Uni informiert ist, ist die VroniPlag-Arbeit einigermassen beendet. Klar, wer Spass hat, kann weiter machen. Aber es warten so viele interessante Fälle mit neuen Arten des Textklaus, die dokumentiert werden müssen. Richte doch die Anfragen über den Bearbeitungsstand an die Hochschulen. Wer gerne mitschreiben möchte: ich habe eine Übersichtstabelle erstellt: http://copy-shake-paste.blogspot.com/2011/12/open-cases-of-plagiarism-in-germany.html

    Totgesagte leben länger als man denkt!

  7. d’accord! [Bezog sich wohl auf den Kommentar von Müller, da der folgende noch nicht freigegeben war.]

  8. richtig

  9. Gestern: Klicken und WiseWoman am Pressespiegel, Sotho Tal Ker bei SMW. Dokumentationen: Hindemith, Graf Isolan, Hotznplotz und PlagProf:-) Evtl. kann man noch Frangge dazu zählen, der aber abends seine Benutzerseite leerte und sein Admin aufgab.
    Vorgestern: Hindemith und Graf Isolan bei Dokumentationen. Sotho Tal Ker und WiseWoman bei SMW.

    Demnach sitzen also im Hintergrund noch viele Leute, die nie im Wiki auftauchen, weil sie ständig zwischen Bibliothek und Scanner hin- und herlaufen?

    Mein Hinweis auf die Hochschulen wurde wohl nicht verstanden. Es ist egal, wie viele Fälle Vroniplag bearbeitet, wie viele Dissertationen mit einem Barcode versehen werden, wenn die Unis nicht reagieren, wenn sich nichts ändert, verpufft das alles. Und genau das ist der Punkt, an dem der meiste Streit ausbricht, weil man die Gründe für dieses Verpuffen sucht.
    Ich habe mir einfach überlegt, wie sich die Sache vonseiten der Unis darstellt, und habe gemerkt, daß ich mir an deren Stelle auch nicht von Vroniplag diktieren lassen würde, was ich zu tun habe, wem ich den Doktor aberkenne.

    Die Antwort war aber wieder einmal sozusagen typisch Vroniplag: Du hast das nicht verstanden, du hast da was verwechselt. Mich wundert nach der Lektüre hier nicht mehr, warum die Unis sich dieses Überlegenheitsgehabe, dem jegliche Berechtigung fehlt, nicht gefallen lassen.

  10. @Debora Weber-Wulff: Vielen Dank für die gute Übersicht! Man könnte oben die Zahl auf 19 modifizieren und Guttenberg grafisch abheben, da er nicht auf VroniPlag zu finden ist.

    Der “Schwarm” existiert m.E. in der Tat nicht mehr. Das bedeutet gleichzeitig nicht, dass niemand mehr in VP editiere. Das sollte oben durch die Unterscheidung einer In- und einer Out-Gruppe deutlich werden. Ein “Schwarm” wären die nur zusammen.

  11. @erbloggtes, danke, korrigiert
    @Müller, die im Dunkeln sieht man nicht

    Das mag stimmen, dass der “Schwarm” nicht mehr existiert, aber VroniPlag ist noch da. Vielleicht eher zu einer dokumentarischen Arbeitsgruppe mutiert. Dass die Unis nicht reagieren stimmt aber nicht – es wird nur nicht von aussen wahrgenommen, weil sie sich mit glazialer Geschwindigkeit bewegen. Da muss man schon genauer hinschauen, um das zu sehen. Das hält aber keiner davon ab, mit einem Flammenwerfer zu versuchen, etwas mehr Bewegung an den Universitäten zu erzeugen.

  12. Der Flammenwerfer der kleinen Arbeitsgruppe? Die Unis blocken bereits seit Djir-Sarai, das hat nichts mit “glazialer Geschwindigkeit” zu tun. Wäre dies das Markenzeichen der Unis, würde auch die Dissertation von Guttenberg aktuell noch geprüft. Aber daß man sich in Vroniplag gern eine eigene Realität schafft, haben bereits genug Kommentatoren hier gezeigt. Klar, nur Vroniplag schaut genau hin und sieht die Veränderungen, die Bewegung, die Vroniplag bewirkt – der Rest schaut einfach nicht genau genug hin. Womit man wieder beim Überlegenheitsgehabe wäre…

    “… die im Dunkeln sieht man nicht” ist wohl auf die vielen Vroniplagger bezogen, die nie im WIki auftauchen, weil sie nur mit der Beschaffung von Büchern beschäftigt sind? Wie viele Personen gibt es denn noch “im Dunkeln”, die nicht wahrgenommen werden?

  13. Denn die einen sind im Dunkeln
    Und die andern sind im Licht.
    Und man siehet die im Lichte
    Die im Dunkeln sieht man nicht.
    Bertolt Brecht: Die Moritat von Mackie Messer, 1930

    Solche Zitate sind mir zu anspielungsreich und vielschichtig, um die Aussageintention des Autors zu deuten. Ich hoffe nicht, dass jemand VroniPlagger mit Mördern wie Mackie Messer vergleichen möchte.

  14. @David: das Phänomen “Wissenschaftsplagiat” kann nicht theoriefrei behandelt werden. Da liegt genug Anlass für Streit, glauben Sie mir.
    Ein Fehler der verbliebenen “Vroniplagger” liegt darin, dass sie genau das versuchen: mit Kategorien Sachverhalte darzustellen, die wissenschaftlichen Kriterien keinesfalls standhalten.
    Es ist wichtiger, den nächsten Plagiator “abzuschießen”, als sich Gedanken darüber zu machen, was ein Plagiat sei, wo es anfängt und wie weit es geht. Plagiate *objektiv* darzustellen ist gerade das, was auf Vroniplag *nicht* passiert.

    Dies hängt mit der Fehlsicht der verbliebenen Vroniplagger auf Vroniplag zusammen, die Sie angesprochen haben. Vroniplag ist mitnichten eine Institution, die einen “Ruf” zu verlieren hat, wie es immer aus dem inneren VP-Kreis heißt, sondern lediglich und bestenfalls eine Plattform zur Auseinandersetzung mit dem Thema Plagiat.

    Es gibt genug Gründe, warum auf dieser Plattform die Kommunikation fehlt. Einige davon gehen auf interne Fehlentwicklungen zurück. Wesentliche Gründe für ein Verröcheln liegen aber bereits in der Genese des Phänomens Plagiatswiki. Der Impuls, der zu Guttenplag und Vroniplag geführt hat, ist kein generischer gewesen, d.h., der Impuls kam nicht über die Problematisierung des Wissenschaftsplagiats aus der Wissenschaftsgemeinde selber, sondern kollateral über die politische Empörung weit über die Wissenschaftsgemeinde hinaus gehender Gesellschaftsschichten. Guttenplag hat seinen Daseinszweck erfüllt, der Versuch der Epigonen in Vroniplag, den politischen Impetus auf die Missstände im Wissenschaftsbetrieb umzuleiten, verläuft sich jetzt, nachdem der Zorn über Guttenberg gerade verraucht, im Sande.

    Die Unis haben eher als Gegner aufgestellt und sind aus nachvollziehbaren Gründen nicht begeistert.

    Die eigentliche Ursache liegt aber darin, dass die Wissenschaftsgemeinde, statt diese Entwicklung als Chance zur Selbstreinigung zu nutzen, dem Wiki-Phänomen gleichgültig bis ablehnend gegenüberstehen. Gegenüber der Anzahl der Unterzeichner des offenen Briefs in der Causa Guttenberg ist die Unterstützung durch Wissenschaftler für Vroniplag nicht marginal gewesen, sondern nicht existent. Das habe ich nie begriffen.

    Es bleibt zu konstatieren, dass das Thema “Wissenschaftsplagiat” in Deutschland nicht relevant ist. Die fröhlichen Plagiatoren-Urständ können weiter gefeiert werden. (Und es sind mitnichten alle fetten Bären bereits geschossen!) Ein Umstand, der dem “Wissenschaftsstandort” Deutschland immens schaden wird.

  15. GuttenPlag Wiki und bis Juni 2011 auch VroniPlag Wiki haben sehr gute Arbeit geleistet und VP hat vom GuttenPlag-Hype noch lange Zeit zehren können. Obiges Threadthema von Erbloggtes “Auflösung eines Schwarms“ stellt eine verifizierbare These voran. Und auch wenn ich gerade noch ’Müller’ zustimmte, möchte ich ergänzend betonen, dass die Sachverhalte komplexer zu betrachten sind. Je nachdem, worauf man den Blick lenkt, ist VroniPlag Wiki ganz unterschiedlich aufgestellt. Im vorigen Blog “VP und transparentes Kochen“ wurden insbesondere die fragwürdigen personellen und strukturellen Gegebenheiten und Entscheidungen angesprochen. Hier geht es, jedenfalls im Positionspapier von Erbloggtes, eigentlich schon über VP hinaus mit der Überlegung, welche Lehren aus den Erfahrungen mit den beiden Plattformen gezogen werden sollten. Dies scheint mir der vom Blogger gewählte Blickwinkel zu sein.
    Bereits die allererste Antwort von STK machte deutlich, dass aus der VP-Ecke nichts Konstruktives zu erwarten ist (war bei Plaqueiators Vorstoß genauso). Wie immer kommt sofort die – frei übersetzte – Aufforderung: ’Na, dann mach mal – wir wollen ja nichts verändern, ihr wollt das, also hurtig ans Werk, liebe Leute!’ Jedenfalls nichts von Seiten der Apparatschiks. Mit Verlaub, ich möchte Frau Weber-Wulff ausdrücklich davon ausnehmen. So enthält IMO ihr letzter Beitrag auch durchaus Richtiges. Sehr hübsch: die “glaziale Geschwindigkeit“. Wie gesagt, der Blickwinkel entscheidet über die Wertung: Wenn man nämlich mal ohne überzogene Erwartungshaltung und ohne allzu emphatische Euphorie die Reaktionen der Hochschulen sich ansieht, ergibt sich ein höchst unterschiedliches Bild.
    »Ein Jahr nach den ersten Meldungen zum Plagiatverdacht gegen den damaligen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, auf die dann am 23. Februar 2011 der Entzug des Doktortitels folgte, haben viele Universitäten die Schlupflöcher für Plagiatoren kleiner gemacht.«, schrieb Thomas Kliemann im Generalanzeiger Bonn einleitend zum Artikel “Anti-Plagiat-Software ist keine Wunderwaffe“ vom 27.02.2012.
    Allerdings wird es mMn darauf ankommen, dass sich der zaghafte Trend durchsetzt, »die Abgabe einer elektronischen Fassung der Dissertation zur Pflicht zu machen.«
    Das wird von entscheidender Bedeutung sein gerade deshalb, weil bisher die Leistung der ‚Schwarmintelligenz’ insbesondere beim investigativen Aufspüren der nicht online verfügbaren Quellen gefragt war. Erst wenn diese mühselige Arbeit wegfällt, wird u.a. auch eine verbesserte Plagiatssoftware zum Tragen kommen können.
    Und wenn es so kommen sollte, leider: wenn, dann finden GP und VP ihren Hauptverdienst im Anschub einer solchen Entwicklung im Wissenschaftsbetrieb. Dann waren die Plattform-Initiativen erfolgreich, egal ob daran 4 oder 400 mitgearbeitet hatten.
    Dann könnte man sagen: VP hat seine Arbeit getan, VP kann gehen. Oder auch so bleiben, wie es jetzt ist: (nein, nicht wieder von vorne anfangen!).
    Diese Blickrichtung führt also über VP hinaus, so wie es wohl Erbloggtes intendierte.

    Gerade habe ich noch Plaqueiators Beitrag gelesen. Auch er beleuchtet die Verhältnisse in einem bestimmten Blickwinkel. Hatte ich an mehreren Stellen im Netz und auch hier schon getan. So sehr das für sich allein richtig ist, die ’Performance’ von VP ist zukünftig ohnehin für die gewünschten Veränderungen im Wissenschaftsbetrieb nicht (mehr) entscheidend. Es bleibt nur zu hoffen, dass die von Kliemann (durchaus auch mehrdimensional) beschriebenen positiven Anfänge nicht wieder in sich selbst kollabieren. VP wird das nicht mehr beeinflussen, egal wie es verfasst ist. Deshalb ein Vorschlag: Lasst die verbliebenen VPler doch einfach ihren Spaß haben (und ihn nach und nach wohl auch verlieren, wenn keiner mehr sich für die dortige Arbeit interessiert).

  16. “Vielleicht eher zu einer dokumentarischen Arbeitsgruppe mutiert.”

    “Mutiert” ist auch ein schöner Euphemismus für “geschrumpft”.

    Die “glaziale Geschwindigkeit” der Universitäten ist noch rasant gegen die von VroniPlag seit Mitte Dezember 2011. Selbst die Kontinentaldrift ist schneller. ;-) Man sieht es besteht Ansteckungsgefahr bei zu viel Uninähe.

    2-3 fleißige Ameisen machen halt einfach keinen Staat.
    Das sollte die Ameisenkönigin wissen und sich um Nachwuchs bemühen.

  17. Wenn alle Doktorarbeiten elektronisch eingereicht werden, in Zukunft, dann sind die vorher schon getestet. Heidingsfelder bietet das gegen Bezahlung an. Es wird dann in Zukunft noch schwieriger, weil sogar die dümmsten Leute vorher bei Vroniplag (R) gegen Geld die Arbeit prüfen lassen können. Was wird dadurch besser werden? Oder gleich Ghostwriter kaufen. Auch die abgeschriebenen Bücher müssen noch digital werden, nicht vergessen bitte.

  18. Der hier gut beschriebene Krieg zwischen den beiden Gruppen wird begleitet von einer Entwicklung des Projekts. VroniPlag ist angetreten um Plagiate zu dokumentieren. VroniPlag stellt sich nicht dem allgemeinen Diskurs. Es werden keine politischen oder wissenschaftspolitischen Forderungen aufgestellt oder Empfehlungen abgegeben, Manche finden dies gut und manche haben damit ein Problem. Gleichzeitig finden sich immer weniger wirkliche Plagiate. Viele dokumentierte Stellen fehlt es an der Eindeutigkeit. Es werden einzelne Sätze, Eigenzitationen oder Paraphrasen fragmentiert. Die Bedeutungslosigkeit der Personen steigert sich (Michael Heun?). M.E. folgt daraus, dass dieses Projekt ausläuft. Aber wer will in fünf Jahren noch Plagiate dokumentieren?

    Der Krieg zwischen den beiden Lagern hat das Projekt eine Zeit lang am Leben gehalten. Ohne die Reizfigur Heidingsfelder wären viele schon früher ausgestiegen. Übrig geblieben sind auf beiden Seiten jeweils eine kleine Gruppe von Kämpfern. Einige verbittert, müde und andere immer noch kämpferisch mit dem Glauben der Krieg könne gewonnen werden. Seitdem das Schlachtfeld VroniPlag zensiert wird, hat sich der Krieg auf andere Plätze verlagert. Dort wird er aber immer brutaler und ohne Hemmungen geführt. Wenn die eine Seite schlägt, dann haut die andere Seite noch kräftiger zurück. Popcornkino für Plagiatoren wird da geboten. Ich bin gespannt wohin die Eskalation noch führt.

    Möchte man noch etwas retten, dann muss man Änderungen vornehmen. VroniPlag ist als offenes Projekt gestartet und ein offenes Projekt muss einiges aushalten können. Es muss sich auch verändern können und neue Leute und Gedanken aufnehmen. Und es muss bei den verbliebenen Admins die Einsicht wachsen, dass ein Frieden organisiert werden muss.

  19. Hansgert Ruppert

    Ich klinke mich an dieser Stelle aus. End of HgR, sozusagen.

    Plaqueiator, Wisewoman: Danke für die Beiträge, die selbst mich “Oberlehrer” etwas nachdenklich stimmen. Viel Glück für Euch weiterhin auf VP, Ihr werdet es sehr brauchen. Grüße bitte an PlagProf und Hindemith. Danke für die Geduld und für die faire Moderation, Erbloggtes!

    Auf Wiedersehen in besseren, aufgeschlosseneren ;) Zeiten!

  20. @Boiler: “Auch die abgeschriebenen Bücher müssen noch digital werden, nicht vergessen bitte“
    Wurde nicht vergessen, denn wenn immer online ab jetzt, dann auf die Dauer alle Diss und Habil online, oder hab ich da was nicht verstanden?
    Und natürlich wird man versuchen, das zu unterlaufen. Das ist das gleiche Spiel wie beim Kampf gegen Viren etc. mit der entsprechenden Anti-Software.

  21. @Malkine: Danke für den sachlichen und verständigen Beitrag. Die psychologischen Wirkzusammenhänge sind treffsicher beobachtet (z.B. hinsichtlich Zensur – Verlagerung der Kämpfe nach außen sowie zum Thema Reizfigur H.

  22. Welche zwei Lager genau sind eigentlich gemeint?

  23. Also ich meinte Insider und Outsider. Eine inhaltliche Unterscheidung vorzunehmen, ist fast unmöglich, da die gemeinsamen Ziele (1, 2, 3, s.o.) überwiegen. Die Punkte, an denen sich Streit entzündete, waren unterschiedlich. Daher lassen sich beide Gruppen wohl am besten anhand ihrer Machtposition unterscheiden – sowie anhand von (affirmativen/kritischen) Äußerungen über den Einsatz von VP-Machtmitteln.

  24. That’s it!

  25. “Wir ertrinken in Fälle[sic!]!” wurde mir dazu am 23.1. ablehnend geschrieben, als ich wegen der VroniPlag-Friedhofsstille weitere Plagiatsfälle angeboten habe.

    Also an der Anzahl der Fälle kann es nicht liegen. Die Dimension mag kleiner sein (zu Guttenberg wird es kaum ein zweites Mal geben), aber hier könnte man mit Masse etwas mehr bewegen. Es fehlen allerdings die Leute, welche die Plagiatsverdachtsfälle abarbeiten und die Thematik anschließend ins mediale Licht rücken.

    In den letzten 6 Monaten sind einige wichtige Leute von Bord gegangen aus den unterschiedlichsten Gründen und es sind keine neuen Aktivisten hinzugekommen, weil VroniPlag nicht integrativ ist. Die Absetzbewegungen der VroniPlag-Aktivisten sind in den meisten Einzelfällen nachvollziehbar und sie setzen sich fort. Ob es Outingangst, fehlendes Demokratieverständnis, Mobbing, fehlende Unterlagen, kein Zugang zur Klicke[sic!] ist, das mag im Einzelfall interessant sein aber insgesamt ist die Entwicklung eine Katastrophe.

    Die Abschottung eines Regimes bei Unruhen kennt man. Die Bezeichnung der Außenstehenden als Terroristen und deren propagandistische Verfolgung – alles wie im Real Life.

    Aber zurück zur friedlichen Lösung: Das Regime sollte stilvoll und würdig abdanken (mindestens bis letzten Sommer war die Arbeit hervorragend) und VroniPlag Wiki so hinterlassen, dass es von Leuten, die ihre Plagiatsfälle dokumentieren wollen genutzt werden kann. Die aufgebaute Infrastruktur ist nämlich trotz des Bürgerkrieges immer noch gut und funktionsfähig. Eine weitere Mitarbeit der Beteiligten ist ausdrücklich erwünscht. alte Kämpfer müssen rehabilitiert, integriert und wieder an Bord geholt werden. Plaqueiator, Nerd_wp, KayH, HansGert ….

    Also ran ans Werk, kann nur bedeuten Vorschläge für eine Übergangsregierung zu machen, eine liberale Verfassung entwerfen und die Hirarchiestrukturen deutlich abzuflachen. Die Arbeit auf mehr Schultern zu verteilen und dem Staatsziel “möglichst viel für eine saubere Wissenschaft zu leisten”, sein Wirken unterzuordnen.

    Keine Sorge, für mich spreche ich nicht. Die Rolle, außerhalb des Wikis und völlig frei im Interesse der Wissenschaft zu agieren sowie der Plagiatssuche in bescheidenem Umfang gewerblich nachzugehen, entspricht mehr meinen Neigungen.

  26. Lieber S.E. – ich muss nur lenken, nichts tun. Wie eine echte “Nummer Eins” eben. ;)

    WiseWoman hat recht. Es gibt wirklich noch einige Fälle, die es zu bearbeiten gibt. An manchen ist wohl ziemlich viel dran, bei anderen sieht es dürftig aus. Heidingsfelder kann ja meinetwegen die Fälle über das Kontaktformular melden, so wie es andere Leute auch tun. Oder die Fälle in seinem eigenen Wiki bearbeiten. Oder sie für/gegen Geld bei Vroniplag® bearbeiten. Oder mit Stefan Kaufmann zum Griechen gehen.

    Malkine hat leider einen wichtigen Punkt übersehen: Bei Vroniplag geht es nicht um Personen, sondern um Doktorarbeiten von Personen. Da zu jeder publizierten Arbeit ein Autor gehört, wird dieser auch angegeben. Egal wie (un)bekannt. Ich muss gestehen, von den vielen Fällen auf der “Home” sagen mir die wenigsten Namen etwas. Die (Un)bekanntheit kann und darf kein Kriterium sein.

    Plaqueiator hat im letzten Teil seines Kommentars einige Punkte angesprochen, die durchaus wichtig sind. Vielleicht war die Empörung bei Guttenberg so groß, weil er nicht als Teil der Wissenschaftsgemeinschaft aufgefasst wurde, sondern als jemand, der das System zu seinem eigenen Vorteil ausnutzte. Aber er sollte wohl nur eine Ausnahme sein, das System an sich ist vollkommen in Ordnung, Plagiate gibt es sonst nicht.
    Vroniplag hat bisher gezeigt, dass es da durchaus noch mehr Fälle gibt, manche prominent, andere nicht. Auch wenn es bei einigen Fällen nicht zur Aberkennung kommen sollte – (die Forderung der Aberkennung stellt das Wiki ja explizit nicht, auch wenn man dies durchaus aufgrund der Verfahrensweise implizieren kann) – die Dokumentation bleibt bestehen.

    Lieber Martin, bitte erläutere mir nur kurz, wie du in der Zeit nach dem Rauswurf “völlig frei im Interesse der Wissenschaft” agiert hast.

  27. Danke STK für die nette Anrede! Deine hinweisende Frage betreffs der Empörung im Falle zu Guttenberg scheint mir sehr bedenkenswert! (zu mehr an Kommentar habe ich in diesen Minuten leider nicht die Zeit – ist vielleicht auch besser so ;-) )

  28. @Martin Heidingsfelder: Ich bin da skeptisch, was Reformen bei VroniPlag angeht. Für die In-Group erscheinen sie nicht nötig. Die Out-Group hat keinerlei Macht, und interne Opposition wird nicht geduldet. Anders als etwa in Ägypten gibt es bei VroniPlag wohl auch keine Militärjunta (“Übergangsregierung”), die die Macht an sich reißen könnte.
    Cool, wie haben Sie denn Ihr Konterfei als Avatar zwischen die ganzen Monster bekommen?

    @STK: Ich denke nicht, dass Plaqueiator Recht hat und die Unterstützung durch Wissenschaftler für VroniPlag nicht existent war – und dass daher die Wissenschaft als Ganzes eine Mitverantwortung für die Lage von VroniPlag trüge. Insbesondere Wissenschaftler haben VroniPlag publizistisch unterstützt. Man denke nur an De Plagio, das “Gemeinschaftsprojekt bloggender Wissenschaftler/innen, die nicht länger hinnehmen wollen, dass die Reputation der Wissenschaft beschädigt wird, indem Plagiate und andere Formen des wissenschaftlichen Betrugs als Kavaliersdelikt behandelt werden.”
    Sehr lesenswerte Beiträge sind dort erschienen, beispielsweise auch über Nutzen und Nachteil des Outings von Goalgetter.
    Vermutlich waren es auch Wissenschaftler, die Verdachtsfälle bei VroniPlag eingereicht haben (wenn es überhaupt so etwas gab, dass jemand nur gesagt hat: Ich habe da einen Verdacht, S. x-y erinnert mich an z, da könnte sich die Plagiatssuche lohnen.).
    Und von Selbstkontrolle-in-der-Wissenschaft-Institutionen habe ich auch nichts schlechtes über VroniPlag vernommen.
    Aber um gegen Widerstände (die es in der Wissenschaft auch gibt) gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken, reicht es wohl nicht, einige Monate als “Schwarm” bedrohlich und unkontrollierbar auszusehen, um sich dann möglichst risikolos und unangreifbar zu benehmen und sich “glazial” langsam ins Nichts zu verflüchtigen.

  29. Wie er das Konterfei zwischen all die Monster bekommen hat ? Aber hör mal, Erbloggtes, das liegt doch wohl auf der Hand: Monster zwischen Monstern …
    ;.)))))))))

  30. Ach so, und was die Unterstützung durch Wissenschaft bzw. wissenschaftsnahe Institutionen oder Personen angeht: Nach der Reformation kommt immer die Gegenreformation.

  31. Und so schwer ist das nicht, so’n Konterfei reinzukriegen – siehe rechts

  32. Hat nicht geklappt, dann jetzt :)

  33. STK, da bin ich dir und der mitlesenden Öffentlichkeit keine Rechenschaft schuldig, aber im Zweifel findest du genügend Hinweise im Pressespiegel von VroniPlag und im Internet. Es ist auf jeden Fall weit mehr, als sich die Aktiven bei VroniPlag vorstellen können und weit mehr als ich als einfacher anonymer VroniPlag Aktiver hätte je bewirken können. Es macht mir auch riesigen Spaß, meine Bekanntheit für die gute Sache einzusetzen, weil das Thema für die Wissenschaft und Gesellschaft wichtig ist. In diesem Sinne – Gn8

  34. Hm, zum Widerstand in der Wissenschaft ist mir auch noch etwas eingefallen: Für wissenschaftliche Institutionen ist es schädlich, mit eigenen Plagiatsfällen in Zusammenhang erwähnt zu werden. Bei den nächsten politischen Haushaltsverhandlungen werden dann vielleicht mal nicht die beantragten Mittel zugewiesen.
    Deshalb erwähnt man Plagiatsfälle so rasch wie möglich nur noch in Anführungszeichen in Protokollen (oder gliedert einen “nichtöffentlichen Teil” aus Protokollen aus).[1] Andere Suchergebnisse nach “Plagiatsfall” finden sich bei der internen Suche auf der Hochschulhomepage nach Möglichkeit nicht,[2] während Google dann doch noch mehr weiß.[3] Youtube weiß aber nichts mehr (eingebundenes Video: gelöscht).
    Wenn sich nach dieser Logik sogar die HTW Berlin verhält, an der es namhafte vroniplag-affine Plagiatsforschung mitsamt einem Portal Plagiat gibt, wie sollten dann andere Hochschulen mit Plagiaten offensiver umgehen? Das beste ist es doch, wenn es keiner mitbekommt. Dann ist’s, als wäre nie etwas geschehen.

  35. In der Tat: das bekannte Nestbeschmutzer-Phänomen oder aber auch Wasch-mir-den-Pelz-aber-mach-mich-nicht-nass!

  36. überlege gerade: was ist wichtiger: schlafen oder bei Erbloggtes nachdenken – ich entscheide mich gerad mal für Schlafen – gn8

  37. Vielen Dank, sollte ich auch, gute Nacht!

  38. @Erbloggtes: offensichtlich ist DePlagio die Puste noch vor Vroniplag ausgegangen. Ich erinnere daran, dass AStefanowitsch uns ein Nachforschen in Sachen Althusmann-Freispruch und Gutachten der Uni Potsdam versprochen und uns bis heute leider die Einlösung schuldet. Die Diskussion dieser Causa hinsichtlich des Umgangs der Unis mit Plagiatsfällen wäre im weiteren sehr spannend und fruchtbar geworden.

    Natürlich hat es eine publizistische Unterstützung der Bewegung gegeben (deren Fokus bisweilen auch an der Sache vorbei auf das Boulevard-Motiv der Anonymität gerichtet und damit kontraproduktiv war).
    Aber warum keine direkte in Form der Mitarbeit bei Vroniplag? Warum nur 20 Nasen? Sicher war die homestory-orientierte Presseberichterstattung nicht zielführend (der sich die komplette damals aktive VP-Bürokratenriege und so mancher Admin mit Verve hingegeben hat), und der Drang, persönliche Prominenz aus den Erfolgen der Vroniplag-Community vor allem auf Kosten der Glaubwürdigkeit des Projektes zu generieren, Herr Heidingsfelder, hat ein sehr schlechtes Licht auf die Arbeit im Projekt geworfen und abgeschreckt.

    Die Sacharbeit auf Vroniplag war zunächst jedoch sehr effektiv und wurde auch durchaus im Sinn der Sache rezipiert. Warum hat das nicht mehr Mitarbeiter angezogen? Warum wurde die Last auf den wenigen Schultern belassen, obwohl doch von Vroniplags Start an klar war, dass sich hier nie ein Schwarm beteiligt hat? Dies soll kein Vorwurf sein. Ich hätte es nur gern gewusst und finde, die Fragen sind eine analytische Diskussion wert.

  39. ok, Plaqueiator, Du kennst die Vorwürfe der alten Riege an Dich: Werde konkret und gib selbst mal Antworten, statt nur Fragen aufzuwerfen, evtl. gar Antworten, die man als Lösungsansatz verstehen könnte. Was ist damit?

  40. Irgendwie ist es schade, dass Herr Heidingsfelder keine Eier in der Hose hat und einfach mal sagt, was Sache ist. Konkrete Frage – konkrete Antwort. Dann wird lieber wie ein echter Politiker herumlaviert. Er tue soviel im Interesse der Wissenschaft, aber zusammensuchen muss man es sich dann selbst? Nach kurzer Recherche bleiben von seiner Aussage nur ein paar fade Interviews in lokalen Medien übrig. Aber gut dass wir mal drüber geredet haben.

  41. Liebe(r) woklonline, ich hielt und halte den von Ihnen hier wiederholten”Vorwurf” für eine bloße rhetorische Figur, was sich ja bereits in der Wortwahl “Vorwurf” zeigt. Wie kann man jemandem bloß “vorwerfen”, Fragen zu stellen?
    Die Figur hat damals wie heute nicht mehr bedeutet als die fehlende Bereitschaft zur Analyse: “es gibt keinen Diskussionsbedarf”, “das Projekt ist zu wichtig, um irgendetwas zu ändern”, “wir finden alles gut, so wie es ist.”
    Ich werde doch anderen nicht eigenes Nachdenken ersparen, und mit Leuten, die keinen Bedarf sehen (wollen), brauche ich mich nicht auseinandersetzen, für Glaubenskriege ist mir meine Zit zu schade.
    Daneben habe ich keine Antwort auf meine Frage in der Hinterhand. Ich habe ja mitgemacht, im Gegensatz zu über 63000 Zeichnern des offenen Briefs. Eine ehrliche Standortbestimmung der ganzen Debatte tut Not, nicht nur eine trollige “Ich weiß das besser als Du”-Auseinandersetzung unter ehemaligen Vroniplaggern.

  42. STK, Heidi hat recht. Deine Frage ist einfach oT und lenkt ab. Diskutier das anderswo.

  43. @Plaqueiator
    Weiter oben (28. Feb. 16:02) hattest Du bemängelt, dass Plagiate in VP nicht *objektiv* dargestellt werden. Ich glaube, das ist eine unerfüllbare Forderung, schon allein weil die Wahrscheinlichkeit einer Übernahme subjektiv abgeschätzt werden muss, wobei es immer strittige Grenzfälle gibt. Ich könnte das noch weiter ausführen und weitere Gründe nennen, passt aber nicht hierher. *Objektiver* wäre es vielleicht, alles einfach nur als „verdächtig“ zu führen. Dann kann man zwar nichts falsch machen, nur wären dann berechtigte und unhaltbare Fragmente vermengt.

    Ich hatte einfach das Aufzeigen von gravierenden Missständen als Hauptanliegen gesehen, auf das ein oder andere Miniplagiat hätte man dabei mE verzichten können.

  44. @Erbloggtes
    „einige gemeinsame Ziele des ganzen <> unterstellen: 1. Aberkennung konkreter zu Unrecht erworbener Doktortitel“
    Hier möchte ich zumindest für meine Person widersprechen. Mir ging es, wie gesagt um das Aufzeigen von Missständen und nicht um die Aberkennung von Doktortiteln.

    Außerdem sind die Streitereien mMn kein Grund für eine Auflösung von VP, genauso wenig wie ein angeblicher Krieg zwischen zwei angeblichen „Lagern“. Das außerordentliche Engagement der hauptaktiven VP-Nutzer kann nur einfach nicht ewig so weitergehen, selbst wenn die Plagiatssuche zur „Sucht“ (Heidingsfelder hat das mal gesagt) wird. So viel Zeit hat niemand. Dass irgendwann keine neuen Nutzer mehr dazu gekommen sind, liegt mMn einfach am Rückgang des öffentlichen Interesses und der abgeebbten Empörung über Guttenberg & Co, also ganz triviale Gründe. Da braucht man nichts weiter hinein zu interpretieren. So ist z.B. auch auf Doktorarbeitendomino nach anfänglich großem Engagement ab Mitte Juli nichts mehr losgewesen. Antiplag Austria hat auch nicht funktioniert.

    Warum VP-Mitglieder aufhören und sich viele andere Unterstützer gar nicht erst anmelden, dafür gibt es viele Gründe. Heidingsfelder hat oben einige genannt. Bei mir waren es ebenfalls mehrere Gründe: Keine Zeit, aber auch zunehmend moralische Zweifel (z.B. bzgl. Arbeiten von Personen, die nicht von öffentlichem Interesse sind, „Internetpranger“, Legitimation der Pseudonymität).

  45. Vielleicht gäbe es ja auch Alternativen zu VP, vielleicht Nachfolgeprojekt, dass sich mehr an die Unis richtet und weniger an die Öffentlichkeit, ohne „Internetpranger“ und ohne „Angst vor Outing“ (Zitat Heidingsfelder). Vielleicht wären ja einige ambitionierte Wissenschaftler bereit, in so einem Projekt ehrenamtlich mitzuarbeiten. Für’s erste denke ich, VP hat etwas bewirkt. Ich fände es schade, wenn das alles gewesen sein sollte. Vielleicht bleibt aber auch ein kleiner Arbeitskreis dauerhaft erhalten. Wer weiß?

  46. Danke, Plaqueiator, es ist wirklich oT. Die lange Liste der Sebstbeweihräucherung war fertig. Zum Glück hatte mitten in der Nacht mein Verstand wieder eingesetzt und ich habe es unterlassen diese zu posten. Sonst wären wieder einige, STK inklusive, vor Neid zerplatzt.

    Das strukturelle Problem bei VroniPlag bleibt solange es nicht zugegeben wird. Erkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.

    Jedenfalls scheint es seit zwei Tagen ein Aufbäumen gegen den Tod zu geben. Im Analysebereich wird fleißig geschafft. Selbst Klicken beteiligt sich mal wieder an der Arbeit.

  47. Hm. Ihre Selbstauskunft von 16:19, lieber Hood, kann ich leider nicht nachvollziehen. Wollen Sie damit sagen, dass Sie nach Plagiaten gesucht haben und sich derweil gewünscht haben, dass die Gesellschaft auf diese Missstände aufmerksam wird, die Betrüger aber ihre Titel behalten sollten?
    Einen Missstand aufzuzeigen und nicht zu wollen, dass er behoben wird, erscheint mir nicht plausibel.
    Es fragt sich natürlich, was genau der Missstand ist, auf den durch Plagiatsnachweise aufmerksam gemacht werden sollte.
    In der vorher an Plaqueiator gewandten Äußerung haben Sie diesen vermutlich falsch verstanden. Ich hatte ihn so verstanden, dass Plagiate nichts sind, was man *objektiv* darstellen könnte, und dass auch VroniPlag eine solche Selbststilisierung nicht einlösen kann. Ich habe das als Forderung verstanden, dass genauer diskutiert und begründet werden müsse, was genau Plagiate sind und wie man sie von anderen Phänomenen unterscheidet.

  48. Hood, was die Motivation zur Mitarbeit angeht, bin ich ganz bei Dir. Insoweit ist die Liste von Erbloggtes nicht vollständig.
    David hat weiter oben geschrieben: “Objektive Plagiate finden. Mehr gibt es doch gar nicht zu tun.” Darauf habe ich geantwortet und bleibe dabei: jedem Fragment eine “subjektive” Kategorie beizugeben (von denen ich “verdächtig” für die fieseste halte), ist weniger Wissenschaft als Anklage. Wenn sich die Plattform inzwischen einen “Ruf” erarbeitet hat, dann eher den der Falschparker anzeigenden Rentner, wie kürzlich die Abgeordnete Dagmar Wöhrl gezeigt hat, die ihre Verteidigungsschrift “Spiegelplag: Schuldig im Sinne des Anklägers” überschrieb. Die mitschwingende Anklage in Fragmenten ist nicht von der Hand zu weisen und bringt die allein zur Bewertung berufenen Fakultäten automatisch in eine defensive Position und auf die Seite der Autoren solcher Werke.

    Möglich, dass eine vollständig objektive Darstellung des Sachverhalts nicht erreichbar ist, aber eine Versachlichung in Form einer neutralen Auszeichnung der Fragmente wäre sehr wohl möglich, so dass die Deutungshoheit bei den Kommissionen bleibt. Dies wird aber zurückgewiesen. Man bleibt bei der wenig verschleierten Anklage. Deshalb auch der weit gehende Rückzug auf “sichere Plagiate”, bei denen man meint, hemmungslos anklagen zu dürfen, um der eigenen Gefühlslage Raum zu geben. Dass man dabei nur die gröbsten Plagiate erfasst und Feinheiten einer Übernahme außen vor lassen muss (was der wissenschaftlichen Exaktheit entspräche), wird in Kauf genommen. Ebenso wird in Kauf genommen, dass der Eindruck der Willkür entsteht, da in Einzelfällen nicht konsistent “angeklagt” wird. In jüngerer Zeit wurde viel “plädiert” auf eine Plagiatskategorie. Ein Unding.

    Die verbliebenen Vroniplagger verweigern sich jeglicher Diskussion und stellen sich so einer Weiterentwicklung der Plattform in den Weg, siehe die typische Äußerung marcusbs im anderen thread.

    Insoweit teile ich Dein Unbehagen.

  49. @Erbloggtes
    Ich habe mich vielleicht unklar ausgedrückt. Zumindest für mich kann ich sagen, dass die Aberkennung des Doktorgrads kein erklärtes Ziel ist, aber in Kauf genommen wird, in einigen schweren Fällen, so z.B. in der Causa Guttenberg, durchaus auch begrüßt wird. Einige Fälle, z.B. „Pes“ sind mir zu schwach für die Aberkennung eines Doktorgrads (hat die Uni Hagen ja auch nicht getan). Dennoch kann ein Nutzen in der Plagiatsdokumentation bestehen.

    Es wird nicht nur der Betrug eines Doktoranden dokumentiert, sondern auch das Versagen der Doktorväter bzw. des Systems. Dies ist mir tatsächlich wichtiger, als die Aberkennung der Doktorgrade irgendwelcher Personen.

    Gravierende Missstände werden in der Art und Weise, wie plagiiert wird, im Umfang und in der Häufigkeit ersichtlich. Ein erheblicher Missstand ist, dass sich viele Doktorväter viel zu wenig für die Arbeiten interessieren. Bei der Bewertung muss sich ein Doktorvator Gedanken machen, ob das, was da geschrieben steht, neue Erkenntnisse enthält oder nicht. Da wären in einigen ganz offensichtlichen Fällen bestimmt schon Plagiate aufgefallen. Dazu muss der Doktorvator die Diss erst einmal vollständig lesen. Bereits dies ist mMn nicht in allen Fällen geschehen. Selbstverständlich sollte ein Doktorvater ein hohes Interesse daran haben, das seine Doktoranden gute Wissenschaft betreiben. Dies sollte er fördern. Ich glaube, in vielen Plagiatsfällen kann noch nicht einmal annähernd die Rede davon sein. Genug Missstände?

    Natürlich möchte ich, dass solche Missstände behoben werden. Niemand kann wollen, dass die Plagiate in der eigenen Arbeit öffentlich aufgelistet werden, selbst wenn der Doktorgrad nicht gefährdet ist. Wenn dies aber geschieht, wird zukünftig sorgfältiger gearbeitet und bessere Wissenschaft produziert. So werden Misstände behoben, oder nicht?

  50. Vielen Dank für die Erläuterung, das finde ich sehr interessant!
    Mit diesem Konzept wäre es beispielsweise sinnvoll für eine so ausgerichtete Plagiatsplattform, eine Arbeit mit einer einzigen Textübereinstimmung von z.B. einem Absatz Länge zu präsentieren. Oder besser gesagt: die einzige Textübereinstimmung von z.B. einem Absatz Länge, die in einer Arbeit vorkommt, zu präsentieren.
    Dies würde unterstreichen, dass es darum geht, auf das Problem von schlampigem Arbeiten und ungenügender Kontrolle von Dissertationen hinzuweisen.
    Oben hat jemand gesagt, es gehe um die Dissertation, nicht um die Person. Ihrer Erläuterung entnehme ich, dass es (Ihnen) nicht einmal um die (zu Unrecht erfolgreiche) Dissertation geht, sondern um das einzelne Plagiat darin und seinen Kontext im wissenscahftlichen Produktionsprozess.

  51. @Erbloggtes
    Nachtrag: Nur um nicht missverstanden zu werden. Ich wollte natürlich nicht bloß auf eine Art „Präventation durch Dokumentation“ abzielen. In erster Linie führt die Dokumentation der Plagiatsfälle zunächst einmal zur Erkenntnis von Missständen, so dass ein Problembewusstsein als Grundvoraussetzung für der Behebung in der Zukunft erwächst.

  52. Ich finde es ja sympathisch, Missstände nicht anhand von Personen ( =Plagiatoren) zu bekämpfen. Die sind ja letztlich nicht verantwortlich zu machen für das, was die Gesellschaft aus ihnen gemacht hat, so dass sie plagiierten – wenn man das mal in einem größeren Kontext sieht.
    Aber an diesen Gedanken müsste ich mich erst noch gewöhnen, da ich auf Plagiatoren emotional deutlich negativ reagiere.

    Übrigens: Wenn Sie eine E-Mail-Adresse (und immer die selbe) angeben, muss ich Ihre Kommentare nur beim ersten Mal freischalten; danach gehen sie automatisch durch. Und Sie bekommen Ihr eigenes Monster.

  53. @Plaqueiator (19. Feb 17:35)
    Ich denke, hier stimmen wir weitgehend überein. Vielleicht hättest Du auf VP einfach etwas klarere Vorschläge machen müssen, wie denn eine „Versachlichung in Form einer neutralen Auszeichnung“ zu gestalten wäre. Fände ich in der Tat erstrebenswert, aber nicht so einfach umzusetzen. Bereits das Wort „Plagiat“ ist natürlich eine anklagende Aussage in den Kategorien.

  54. Ich finde es ein bisschen zu einfach gedacht, hier nur zwei Gruppen, zwei Lager, die sich gegenüberstehen, zu sehen. Könnte man jeden definitiv einer dieser zwei Gruppen zuordnen?

    Ich wundere mich ein wenig, was hier nun alles diskutiert wird. Das ist ganz schön viel Lesestoff, manche Teile der Diskussionen wären in VP selbst evtl. besser platziert. Ein Großteil der Lektüre hier bestätigt mich jedenfalls in meiner Entscheidung, VP sozusagen zu verlassen. Ich hatte sogar eine Pro-Contra-Liste gemacht, eine Spalte wurde erschreckend lang. Und dennoch bin ich recht froh, VP bzw. einige der Personen dort kennengelernt zu haben. Meine persönliche Einschätzung ist, dass diese Projekt ohne grundlegende Veränderungen keine Zukunft hat.

  55. Wo soll ich das diskutieren? Auf der Diskussionsseite zum Wikipedia-Artiek zu Heidungsfelder? ;)
    Ich hab ihm eine einfache Frage zu einer Aussage vom ihm hier gestellt, die hätte er in 2-3 kurzen Sätzen beantworten können.
    Aber wo nichts ist, da kann man auch keine vernünftigen Antworten kriegen.

    Meine Frage war einzig und allein aus Neugier begründet, weil ich zwar durchaus in die Medien geschaut habe, aber von Heidingsfelders Aktionen bezüglich der Wissenschaft nicht viel mitbekommen habe. Wieso ich “neidisch” sein sollte, hätte er seine imaginäre Liste hingeschrieben, verstehe ich nicht. Nicht jeder möchte so sein wie ein Martin Heidingsfelder. :)

    Im Analyseraum wurde auch schon vor mehr als 2 Tagen “fleissig geschafft”, nur wenn man immer nur das sieht, was man sehen will, und alles andere ausblendet, kann man schon auf seltsame Ideen kommen. :)

  56. Ach STK schick mir eine Mail oder ruf mich an, wenn es dich wirklich interessiert. Die Diskussion geht nicht um mich, sondern weiterhin um den erbärmlichen Zustand von VroniPlag. Fehlende Kritikfähigkeit, mangelnde Integration, Demokratieverständnis (Plaqueiator), Zensur, Zugriffszahlen, Absetzbewegungen, mediale Abstinenz, etc.

    Es kommt auch nicht darauf an, wieviel man sagt, sondern was man inhaltlich beizutragen hat.
    Oder steht STK für Super Troll Ker? Da bist nun wirklich die #1. :-)

    Sprich bitte einfach zur Sache.

  57. @Cassiopeia: Dort ist die Diskussion leider nicht erlaubt und daher findet sie an anderen Orten statt. Eine offene Diskussion auf VroniPlag, ohne die Angst vor Zensur und Ausschluss, wäre nötig, wenn es nicht schon zu spät ist.
    @STK: Führe Deine Auseinandersetzung mit Heidingsfelder auf wikipedia weiter und werde glücklich. Dieses gegenseitige Fertigmachen frisst so viel Energie und das Projekt bringt die immer währende Eskalation keinen Millimeter weiter.

  58. Ist schon interessant: Kann mich erinnern, dass Cassiopeia noch quer kam, als jemand vor Zeiten unter IP kritisch im Wiki genau folgende Kritik aussprach – hier in Form eines Zitats von Cassiopeia:

    »Und wenn ich schon dabei bin: Ich finde es nicht gerade beruhigend, zu sehen, was für Strukturen sich hier im Wiki verfestigen. Wenn es einem gerade passt, wird eine Handlung mit „It’s a wiki“ erklärt, aber oft genug wird wohl vergessen, dass dies ein Wiki ist.« (Benutzer:Cassiopeia, dort Blog ‚dies und das’ – vom 5.11.2011 !!)

    Damals las man so ironische Kommentare wie etwa (sinngemäß): ’Gut, dass es Leute gibt, die uns VP Wiki erklären können’ usw.
    Schon damals also erste Einsichten, aber ambivalentes Auftreten, wohl weil man dachte, mit Binnenkritik noch etwas verändern zu können. Es soll auch nicht nachgetreten werden, sondern ich will damit aufzeigen, dass in den letzten Monaten einige Admins, die früher VP gegen jede Kritik verteidigt haben, so ja auch Plaqueiator, nun ebenfalls mit den gleichen und ähnlichen ‚systemkritischen’ Argumenten operieren wie die damals als zur Goalgetter-Gilde gehörigen User Verdächtigten.
    Über solche Stimmen darf man sich freuen, sie sollten gehört werden, denn solche ’Saulus-Paulus-Verwandlungen’ werfen ein grelles Licht auf die Zustände im VroniPlag Wiki.
    Und ich gehe jede Wette ein: Sollte STK demnächst einen crash erleben mit einem von den nicht vorhandenen ‚Mächtigen’, dann geht auch die neue #1, wetten dass? Dann wird man hoffentlich ihn nicht mit zu viel Häme übergießen, sondern sagen: “Willkommen im Club!“ – natürlich in einem virtuellen Club einer undefinierbaren motivationalen und intentionalen Gemengelage. ;)

    Cassiopeia hat eben sicherlich eine wichtiges Aufbrechen der 2-Lager-Hypothese diskutiert. In der Tat ist das eine Vereinfachung, aber Erbloggtes hat ja dies quasi als einen methodischen Trick zur Vereinfachung der Debatte behandelt. In Wirklichkeit gibt es überhaupt keine Lager, sondern nur zeitweilige und störanfällige themenbezogene Zweckbündnisse, und wie man sieht, kann das mit der Zeit recht erstaunlich changieren.
    Ich bleibe dabei, und habe das auch als Tweet spaßeshalber veröffentlicht: Hier sind gerade die “Alumni-Tage“ der Ehemaligen von VroniPlag Wiki ausgerufen worden. Hier wird ansatzweise eine Erörterung in Sachen VP getätigt, zu welcher Erbloggtes mit feiner Spürnase die Einladung verschickte und den Raum stellt, die aber eigentlich nur sinnvoll unter Aktiven im VP Wiki geführt werden müsste. Und schon ist man wieder am Ausgangspunkt der Debatte, d.h. letztlich dreht man sich im Kreis, nicht mit sich selbst, sondern interaktiv.

  59. @Malkine: Es ist keine Auseinandersetzung, es war lediglich eine Frage, die wie erwartet beantwortet wurde: mit einer Nullantwort (zumindest öffentlich). Ich bin natürlich seinem Wunsch gefolgt und habe ihm eine E-Mail geschrieben, worin ich meine Frage wiederhole. :)

    Mir bleibt nur übrig, dem Kommentar von marcusb aus dem anderen Kommentarfaden beizupflichten: Wenn ihr es angeblich alle besser wisst und besser könnt, wieso macht ihr es nicht einfach besser? Wieso ist Vroniplag immer noch die einzige Plattform, die sich aktiv mit der “Plagiatssuche” befasst? Die “Vroniplag-Alumni” sind ja mittlerweile einige Leute, die eine eigene hierarchiefreie Plattform gründen könnten. (Es muss ja nicht unbedingt ein Wiki sein.)
    Stattdessen wird rumgejammert und angeklagt, alles sei SO schlimm, eine Diktatur, verkrustete Hierarchien, diskutieren könne man überhaupt nicht, usw. usf.
    Für mich ist dies etwas, was ich nicht verstehe. Evtl kann mich ja jemand aufklären, worin das begründet liegt. (Ich vermute: weil Reden viel einfacher ist als Machen und Kritisieren viel einfacher ist als Verbessern)

    Ich sehe, dass auf VP immer noch gearbeitet wird, unabhängig, ob jetzt hier irgendeine Diskussion läuft. Für manche Sachen dauert es eine Weile, bis die benötigten Dokumente vollständig da sind. Der letzte Fall wurde am 23.2. angelegt, 4 Tage bevor laut Heidingsfelder das geschäftige Treiben losging (just bei dem spezifischen Fall). Die Schlüsse daraus darf jeder selbst ziehen.

  60. @STK: Tja, warum wohl? Weil der ’Hausherr’ im vorigen Blog ein Jahrestagsresümee unter explizitem Bezug auf VroniPlag zum Thema gemacht hat und hier praktisch die Diskussion nach Art eines Teils 2 sich entwickelt hat, jeweils im meist sachlich ausgetragenen Disput der Meinungen, von Insidern, von Outsidern, von mehr oder weniger Anteil Nehmenden.
    Wenn z.B. ein politischer Journalist irgendein politisches Handeln oder politische Zustände kritisiert, entwertet das etwa seine Kritik, wenn er nicht den Versuch nachweisen kann, es besser zu machen?
    Und vor allem: Woher willst Du eigentlich wissen, dass einige der Kritiker nicht längst genau das Eingeforderte tun, z.B. mittels Cloud? Oder forderst Du jetzt hier den Nachweis, dass dies nicht nur eine Behauptung ist? Im Gegensatz zu VroniPlag werden so manche Fälle ganz ohne öffentliche Bekanntmachung abgehandelt, sowohl von Auftraggeber- wie Auftragnehmerseite wie auch von Seiten der jeweiligen Unis.

  61. Zu dem Thema habe ich auch schon mal gebloggt: Über Kritik am Kritiker. “Mach’s doch erstmal besser” ist ein ebenso dummer wie häufiger Reflex von Kritisierten.

  62. Ein schöner Beleg für die VroniPlag Misere ist auch der Blick in den Pressespiegel am Morgen des Jahrestages des Guttenberg Rücktritts.

    http://de.vroniplag.wikia.com/index.php?title=Pressespiegel&action=historysubmit&diff=62031&oldid=62030

    3 Artikel, zwei davon ohne Nennung von VroniPlag, einmal kommt VroniPlag in einer Frage vor, mit einer vernichtend kritischen Antwort, des Experten Prof. Hornbostel.

    Für mitlesende Outsider: Früher durften Artikel ohne VroniPlag-Bezug im Pressespiegel nicht publiziert werden.

  63. Plaqueiator

    @S.E.: von “außen” sieht es vielleicht so aus, dass ich mich vom Saulus zum Paulus gewandelt habe, dem ist aber nicht so. Meine Rants waren zu Chat-Zeiten bekannt. Beliebt, wenn sie sich gegen den Gründer richteten, nicht so beliebt, wenn es gegen andere ging.
    @STK, es wäre tatsächlich schön, von Dir Sachargumente statt Trollereien zu hören. Ich will mal nicht so sein und Dich wie gewünscht aufklären:

    Marcusb’s Einlassung zeugt von einer unverschämten Haltung zur Leistung und Missachtung des Beitrags anderer Leute. Ich habe wie viele andere neben marcusb wesentlichen Anteil an Vroniplag, Erfahrung in der Sache und in den Strukturen, kann deshalb qualifiziert mitreden. Und das tue ich, wann, wo und wie ich möchte und versuche dabei stets, die Sache voranzubringen mit meinen Argumenten.
    Was marcusb hier wiederholt versucht, ist, die Anteile anderer am Erfolg für sich in der Attitüde eines der “ruling admins” anzueignen und die Diskussion abzuwürgen auf eine Art, die auch einem nordafrikanischen Despoten nicht fremd wäre. Aus Deinem berufenen Mund Zustimmung zu marcusb zu hören, wundert mich irgendwie nicht, aber vielleicht kannst du Dir ja selber Gedanken machen, und an der Überschrift oben erkennen, dass diese Diskussion eigentlich unter einem Thema steht.

    Zur Sache halte ich es nach wie vor für unbedingt notwendig, dass jetzt geredet wird, und nicht gehandelt: vor wenigen Tagen gab es eine Grundsatzdiskussion, an deren Rand Klicken auf seiner Diskussionsseite als “Grundkonsens” des Wiki folgendes herausstellte (Martin Klicken 10:35, 20. Feb. 2012 (UTC)):

    “Das Signal von VroniPlag Wiki sollte sein: wer abschreibt, fliegt auf, und hat Konsequenzen zu fürchten.”

    Weiter folgen recht unverhohlen dekrethafte Einlassungen:

    “Wenn die eigentliche Arbeit läuft, d.h. es werden Fälle dokumentiert, die für alle klar sind, kann meinetwegen auch nebenbei im Grau “geforscht” und gestritten werden. (…) Ich bin der Überzeugung, dass zur Zeit eine Graubereichsdiskussion nur den Plagiatoren zu Gute kommt. Sie sollte meines Erachtes verschoben werden.”

    Gnädig irgendwie. Wenn der sinnvoll geschaffene Raum ordentlich gefüllt wird, “kann meinetwegen” auch bisschen gespielt werden.

    Diese Einlassungen gehen weit über einen konstruktiven Diskussionsbeitrag hinaus und zeugen nicht gerade von einer wissenschaftlichen Einstellung.
    Mit den Rollen VPmod und VPblock wurde ein äußerst bedenkliches Werkzeug geschaffen, das geeignet ist, berechtigte Diskussionen zu unterbinden, und schon allein durch seine Existenz ruft es die Schere im Kopf auf den Plan und hält das Wiki mittlerweile diskussionsfrei.

    Man fragt sich, wie es sein kann, dass ein Projekt, das ursprünglich sich im wissenschaftlichen Bereich angesiedelt sah, wissenschaftliches Vorgehen ablehnt und zunehmend zu einer rachsüchtigen Kampagne verkommt. Noch einmal in aller Deutlichkeit meinerseits, so was geht gar nicht:

    “Die Präventionswirkung des Wikis entsteht aus der Qualität der dokumentierten Fälle. Und der einhelligen Bestätigung durch alle Gremien hindurch.” (M. Klicken, ebenda)

    Die “Gremien” sind NICHT zum bloßen Abnicken der höchstrichterlichen VP-Verurteilungen da. Wen wundert, dass sie sich bisweilen gegen VP sperren?

    Wo bitte, @STK und @marcusb, ist VP (noch) ein tolles, funktionierendes und bewunderungswürdiges Projekt? Wo die auf VP transparent gemachte Antithese der verbliebenen Admins gegen solche Äußerungen?

  64. Plaqueiator

    @Hood | 29. Februar 2012 um 19:07: Dazu kam es leider innerhalb VPs nicht. Das Ganze war auch bei mir eine Entwicklung. Im Laufe der Arbeit an PES (der natürlich plagiiert hat, jedoch teilweise sehr geschickt) haben wir festgestellt, dass die Auszeichnung “kleinteiliger” Fragmente als eigenständiges “Plagiat” dem Grundsatz widersprach, dass Fragmente möglichst für sich sprechen sollen, obwohl die Abschnitte nachweislich aus der Quelle stammten. Als Folge hätten die Kategorien ersetzt werden müssen sowie die bisherige Fragmentsicht einer Quellensicht weichen müssen. Allein aber aufgrund des Versuchs, zu erklären, warum ein Mikrofragment zu einer Quelle gehören muß, wurde mir ohne Gegenargument der Admin entzogen, sondern das damit erklärt, dass die “Mehrheit” dies nicht wolle.
    Noch vor kurzem habe ich in der Diskussion zu einem PES-Fragment Änderungsvorschläge gemacht, auf die Klicken sich auf seinen Diskussionsseiten wohl bezog wie oben dargestellt.

    Gegen nicht hinreichend sachlich begründete, nachvollziehbare und einsichtige “Mehrheitsbeschlüsse” bin ich stark allergisch. Ich möchte auch kein neues, “besser funktionierendes” Wiki gründen. Ich halte die Ausrichtung VPs, wie sie Klicken darstellt, für verwerflich, da diese deutlich gegen die Person des Plagiators und nicht gegen sein Werk gerichtet ist. (“Abschreckung”, “Konsequenzen”)
    Allein aufgrund der Tatsache, dass ich zu diesem Wiki beigetragen habe, fühle ich mich verpflichtet, klarzustellen, dies nicht unter der derzeit herrschenden Intention getan zu haben, der ich vehement widerspreche, sondern wie Du das Plagiat als Ausdruck eines erheblichen Misstandes innerhalb des Wissenschaftsbetrieb begriffen habe, dessen Ausmaß ich helfen wollte aufzuklären.

  65. Lessings Text zu Rezension und Tadel bezieht sich auf die Rezension eines Werkes. Hier und an anderer Stelle wird aber nicht der Output von Vroniplag kritisiert, sondern die Organisationsform. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun, und dein Bezug auf Lessing ist reine Phrasendrescherei. Die Organisation von Vroniplag wird nicht rezensiert, sondern gelebt. Und wer die Arbeit macht, bestimmt, wie sie gemacht wird. So einfach ist das.
    Ich frage noch einmal: Warum gruendet keiner der Unzufriedenen hier ein neues Wiki oder anderes Projekt, oder macht bei einem der zahlreichen anderen schon bestehenden Plagiatswikis mit? Alle Vorlagen von Vroniplag koennen kopiert und weiterverwendet werden. Einzig ein anderer Name muesste gefunden werden.
    Und darum scheint es doch letztlich zu gehen, um nichts anderes als den Namen des Projekts, den andere gerne Ausnuetzen moechten fuer ihre eigenen Ziele, Ideen und Experimente. Mit welchem Recht?
    Gut oder schlecht, der Name Vroniplag gehoert zu der 10% Regel, zu den Plagiatskategorien, zum Barcode, zur muehseligen Textdokumentation von Fragment zu Fragment. Wer Kritik am Ergebnis hat, moege diese aeussern. Wer konstruktiv auf der Basis des bestehenden mitarbeiten moechte, moege dies tun. Wer alles gerne ganz anders haette, moege dies unter neuem Namen woanders tun. Wo ist das Problem?

  66. Vielen Dank, Plaqueiator, für Ihre nachvollziehbare Positionierung! Ich finde das ziemlich überzeugend. Zwar liegt es mir fern, Plagiatoren mit Samthandschuhen anzufassen, aber in der Tat hätte VP eine ausführliche Debatte über die gemeinsamen Ziele benötigt, sowie über die Mittel, die zur Erreichung dieser Ziele einzusetzen sind.
    Die Wikipedia macht so etwas ständig; und daraus gehen dann viele Meta-Seiten hervor. Die vermehren nicht Anzahl oder Umfang der vorhandenen Wikipedia-Artikel, aber ohne diese Meta-Seiten wären Qualitätsinhalte unmöglich herzustellen. Auch in der Wikipedia gibt es aber Leute, die der Ansicht sind, nur Artikel zählen. Von dieser Seite werden Mitarbeiter, die vor allem auf der Meta-Ebene tätig sind, gern als Diskussionstrolle denunziert, die angeblich kein Interesse an der Entwicklung einer Enzyklopädie hätten.
    Mir scheint, dass letztgenannte Tendenz in VP stets in der Machtzentrale saß. Daher denke ich, dass die Notwendigkeit von Meta-Arbeit ignoriert wurde. Irritierend finde ich dann, wenn ein “Grundkonsens” dekretiert wird und dieser zugleich als Mehrheitsposition dargestellt wird, nachdem die Mehrheit der Mitarbeiter gar nicht mehr da ist. Zumal die meisten Leute, die zuvor dem neuen “Grundkonsens” widersprochen haben, gesperrt wurden.

    @marcusb: “wer die Arbeit macht, bestimmt, wie sie gemacht wird”, das ist offensichtlich nicht so. Ich kann Ihrem Beitrag nichts abgewinnen. Nur folgendes:

    Und darum scheint es doch letztlich zu gehen, um nichts anderes als den Namen des Projekts, den andere gerne Ausnuetzen moechten fuer ihre eigenen Ziele, Ideen und Experimente. Mit welchem Recht?

    Interessante Formulierung des Sinnes von VroniPlag. So denken Sie darüber? Dann gehören Sie zweifellos zur Regierung. Die hat nämlich das “Recht” auf ihrer Seite. Das Recht des Stärkeren. Und zwar seit dem Zeitpunkt, als Goalgetter abgesetzt wurde. Im Nachhinein erweist sich meine Einschätzung, dass dies ein “Putsch der VroniPlag-Admins” war, als sehr nützlich zum Verständnis. Auch in anderen Putschen beschuldigen die Putschisten den Machthaber, nicht mehr herrschaftsfähig oder moralisch tragbar zu sein. Auch in anderen Putschen brauchen die Putschisten Unterstützung, um erfolgreich zu sein. Hier brauchten sie Wikia als Schutzmacht in Gestalt von “Uberfuzzy”.[1] Die Frage “Mit welchem Recht?” ist aus meiner Sicht für die VroniPlag-Klicke eine reine Machtfrage.

    @Martin Heidingsfelder: Vielen Dank für den Hinweis auf den Pressespiegel!

  67. @Plaqueiator: Kollaborative Projekte im Internet haben eine gewisse Eigendynamik, und wer etwas bewusst aendern moechte, muss sehr viel Geduld haben, klare Ziele formulieren, und dann kleine Schritte vorschlagen und langsam umsetzen. Das gilt fuer Neulinge genau so wie fuer alte Hasen. Diese Aenderungshuerde gibt einem lose organisiertem Projekt die Stabilitaet, die es braucht, um ueberhaupt zu funktionieren. Wenn niemand dazu die Energie besitzt (oder der Widerstand zu gross ist), ist die Aenderung nicht wichtig genug. Wenn jemand aus persoenlichen Gruenden lieber das Projekt verlaesst, dann ist das in Ordnung. Kollaborative Zusammenarbeit im Netz soll Spass machen, und wenn es keinen Spass macht, und man nicht die Kraft hat, was zu aendern, dann sollte man gehen.
    Die Aeusserungen der Ungluecklichen hier zeigen deutlich, dass sie schnell grosse Aenderungen bei Vroniplag wollen. Das wird nicht passieren, egal ob das Ergebnis besser oder schlechter waere, weil grosse, schnelle Aenderungen die Anpassungskapazitaeten eines kollaborativen Projekts ueberspannen. Es ist besser fuer alle, dann einfach einen Neuanfang zu wagen, und verschiedene Ansaetze konkurrieren zu lassen.
    Ich glaube, das letztlich jeder hier weiss oder zumindest ahnt, dass es eben nicht so einfach ist, ein neues Projekt zu gruenden und am Laufen zu halten, und deshalb die Naehe zu Vroniplag suchen. Man kann aber nicht beides haben, die Stabilitaet von Vroniplag einerseits und radikale Aenderungen anderseits.

  68. Bevor jemand bei VroniPlag “klare Ziele formulieren, und dann kleine Schritte vorschlagen und langsam umsetzen” konnte, wurde derjenige längst gesperrt.

  69. Erbloggtes, zumindest ist jetzt mit ihrer Antwort klar, dass sie keine Diskussion suchen, sondern Bestaetigung. In diesem Sinne: Sie haben Recht, ich habe Unrecht, und gehe jetzt mit Uberfuzzy ein Bier aus den Goldpokalen unserer Raubbeute trinken. Uebrigens: Uberfuzzy zieht den Begriff Coup d’état vor, wegen seiner franzoesischen Grossmutter.

  70. Plaqueiator

    “Und wer die Arbeit macht, bestimmt, wie sie gemacht wird. So einfach ist das.”

    Welch eigenartig begrenzte und verquaste Sicht angesichts von Zensur und Deadministrierungen bei VP. Mir selbst wurde schon verschiedentlich genau das vorgeworfen, *dass* ich selbst bestimme, wie sie aussehe.
    Wie sie aussieht, entscheide ich übrigens eben im Moment auch wieder selber.

    Ich nehme an, dass du der Sentenz: “Der Name Vroniplag gehört zuerst zu Heidingsfelder” in der Aufzählung zähneknirschend zustimmen würdest? Den hast du vergessen. Oder noch einen: Der Name Vroniplag gehört zu “Internetpranger”. Wieso beziehst du dich nur auf nostalgisch verklärte Begriffe?

    Das Problem, marcusb, ist die letzte absichtlich oder leichtfertig vertständnislos formulierte Frage aus Deiner Feder.
    Du bist zu intelligent, ich nehme Dir nicht ab, dass du nicht weisst, wo das “Problem” liegt.

  71. Das ’Saulus-Paulus’-Bild, Plaqueiator, ist, zugegeben, etwas sehr plakativ und deshalb ungenau. Darüber könnte verloren gehen, dass ich die klare Positionierung seit Deinen Blogs ja begrüße, erst recht, wenn ich jetzt lese, dass wir in der Bewertung dieser unsäglichen Konstruktion der anonymisierten Richter-Instanz ’VPmod’, ergänzt durch Strafrichter ’VPblock’ anscheinend übereinstimmen. Der Henker auf dem Schafott trug übrigens aus gleichem Grunde eine Maskierung. Man darf sich auch an den Römischen Index erinnert fühlen und das Wirken der Glaubenskongregation. Immer geht es darum, reformatorisches Gedankengut möglichst an der Verbreitung zu hindern wie Hygienemaßnahmen einen gefährlichen Virus kontrollieren sollen.

    Was die “Präventionswirkung“ angeht, da verstehe ich Klicken so: Nach meinem ersten Eindruck geht es da um die programmatische Beschreibung eines Soll-Zustandes. Man könnte auch sagen: Der Wunsch ist Vater des Gedankens. Der Ist-Zustand sieht nun inzwischen längst anders aus, weil die “Gremien“ sich ihre Autonomie nicht durch eine Mini-Internet-Community nehmen lassen wollen, insbesondere seit VP anfing, nicht prominente Politiker oder ’kleine Fische’ zu dokumentieren, sondern das Signal setzte, dass auch die Zugehörigkeit zur Professorengilde mitnichten vor ’Verfolgung’ schützt. Damit sieht sich der potenziell Verbündete plötzlich im Rollentausch potenziell auf der Beklagtenbank!
    (Es gibt noch viele weitere Gründe, die ja schon anderenorts beschrieben wurden, u.a. Rufschädigung, Verteilung der Forschungsmittel etc.)

    Noch ein Wort zu der immer wiederkehrenden Behauptung, VP sei einzig an der Dokumentation von Plagiaten interessiert und nicht daran, was daraus an Folgen erwächst. Allein die Rede von der “Präventionswirkung“ sagt was anderes aus. Schon GuttenPlag hatte auf der Hauptseite das Ziel verkündet, der Uni Bayreuth bei ihrer Kommissionsarbeit zu unterstützen. Und wenn, was zu erwarten ist, jetzt die Einrede kommt, VP sei VP und VP wolle eben keinen weiter gehenden Einfluss ausüben, der schaue sich mal die Diskussionsseite zum Pressespiegel an! Gegen diese Ausweitung hat Plaqueiator gerade Stellung bezogen.

    Und ein Wort zur Wissenschaftlichkeit der Arbeit von VP: Man sollte unterscheiden zwischen der – bis auf WiseWoman – Vermutung, dass dort auch wissenschaftlich ausgebildete Personen mitarbeiten, und der Behauptung, das dort operativ Geleistete sei Wissenschaft. Mal abgesehen von der Weiterentwicklung von Verfahrenstechniken innerhalb des Bereichs der Informatik kann für die Dokumentationsarbeit selbst kein Anspruch auf Wissenschaft erhoben werden: Das bloße Aufsuchen und die vergleichende Bewertung von Textstellen in wissenschaftlichen Publikationen auf vom Autor nicht referenzierte oder nicht ausreichend indizierte Ähnlichkeiten bzw. Übereinstimmungen schafft zwar Wissen, versteht sich aber doch wohl kaum als wissenschaftliches Handeln, sondern – im besten Falle – Handeln von Wissenschaftlern. Nicht jedes Handeln von Wissenschaftlern wird den Anspruch auf Wissenschaftlichkeit geltend machen können und wollen, sonst wäre auch der Kauf einer Hose Wissenschaft, wenn von einem Wissenschaftler getätigt. :) Allenfalls kann VP für sich behaupten, sich in seiner Arbeit an wissenschaftlichen Kriterien zu orientieren. Aber selbst diese Behauptung hat schon längst Widerspruch gefunden.

    Und dann jetzt auch noch der ‚schrecklich-erschreckende’ marcusb: Kannst der nicht lesen? Ich wiederhole also nochmal die Antwort: “Woher willst Du eigentlich wissen, dass einige der Kritiker nicht längst genau das Eingeforderte tun, z.B. mittels Cloud? […]“
    Und was soll dieser einfältige Versuch, das Zitat Lessings auf das damals Gemeinte zu beschränken? Wenn ein Autor in der Gegenwart auf ein solches Zitat hinweist, dann will er ja wohl damit ausdrücken, dass er den zitierten Aussageinhalt für seine Aussage in der Jetzt-Zeit verwendet und für sinnvoll hält, gleichgültig, worauf in diesem Fall Lessing seine Aussage damals bezogen haben mag. Erbloggtes hat diesen Blog-Beitrag nicht als Beitrag zur Lessing-Rezeption verfasst, oder doch?
    Es wurde auch die Art der Gewinnung des Outputs kritisiert! (z.B. Plagiatdefinitionen)
    Und wer die Arbeit macht, bestimmt … Oh, da las man hier und vormals im Wiki immer wieder kritische Aussagen von Leuten, die die Arbeit gemacht haben! So eine Chuzpe!
    Mann, Junge, ….. (der Selbstzensuragentur SEmod zum Opfer gefallen)

  72. Plaqueiator

    @marcusb | 1. März 2012 um 14:20:
    “Das Projekt”, “die Aenderungshuerde”: sind für Dich also schicksalhafte, metaphysische Größen, denen sich der Teilnehmer wohl oder übel unterwerfen und vor deren Absoluter Unnahbarkeit sich der Beitragende beugt und dankbar die Früchte seines Beitragens schenkend darbringt. Mann, marcusb. Komm wieder runter. Du bist kein Hohepriester. Die “Änderungshürde”, so es sie denn überhaupt gibt, stellt sich im Lauf von Diskussion und Selbstkritik ein. Im Wiki gibt es keine Diskussion. Da gibts nur noch Affirmation. Hosianna.

  73. Argumente sind Argumente. Und dann gibt es noch Scheinargumente; das kann wohl jeder selbst auseinanderhalten. Vielen Dank!

  74. @Plaquiator: Manchmal ist “die Arbeit” der isolierte Akt des Einzelnen. Manchmal ist “die Arbeit” aber auch etwas anderes. Wer zB die Plagiatskategorien abschaffen will, muss klaeren, was mit dem Altbestand passieren soll, wie man die Aenderung nach Aussen kommuniziert, was statt der Plagiatskategorien deren Funktion uebernimmt (was immer die Funktion ist, das muesste man dann auch erstmal rausfinden; ist es Dokumentation, Anprangerung, Statistik, Motivation fuer die Suchenden, oder was ganz anderes?), etc.
    Ich kenne das Gefuehl, in einem Projekt etwas aendern zu wollen, und auf Widerstand zu stossen. Oft liegt es daran, das man nicht versteht, welche Folgen die Aenderung fuer andere hat. Das ist nicht schlimm, man kann aber nicht immer erwarten, dass einem alles sofort haarklein erklaert wird.
    Es ist nicht einfach, solche Aenderungen zu bewirken, was aber auf keinen Fall funktioniert sind emotionale Erpressungsversuche a la “wenn ihr nicht macht, was ich will, hoer ich auf”, “wir muessen erstmal die Grundsatzdiskussion fuehren”, oder “alles ist schlecht, und ihr seid eine miese, geheime Sekte, die die Kontrolle uebernommen hat”. Auch das ist ein alter Hut. Gibt es ueberall, wo solche Konflikte auftreten, hundertprozentig vorhersehbar, in jedem grossen Gemeinschaftsprojekt, selbst bei stinklangweiligen, technischen Projekten, die mit Politik nichts am Hut haben.
    Leider ist genauso vorhersehbar, das ihr mir nicht glauben werdet, und das ihr weiterhin vermutet, das alles ganz einfach zu aendern waere, und das es nur am engstirnigen Widerstand einiger weniger machtbesessenen Administratoren scheitert. Wenn ihr aber in ein paar Jahren zurueckschaut, und dasselbe Muster in ein paar anderen Projekten gesehen habt, wo ihr “auf der anderen Seite” sitzt und selber beschuldigt werdet, teil einer geheimen Sekte zu sein, die den Fortschritt verhindert, dann koennt ihr es vielleicht besser verstehen. Ich wuensch es euch jedenfalls.

  75. Schöne Rhetorik: Wer Änderungsbedarf anmeldet und Argumente vorträgt, ist ein Querulant.

  76. Plaqueiator

    Jetzt gibst du den sich zurückziehenden Doyen. Auch nicht so glaubhaft, und geht auf den Geist, deine Vorlesung. Man hat so das Gefühl, man wär ein bisschen blöde, weil Du einem die Welt erklären musst. Wenn ich das richtig erinnere, habe ich ein paar Jahre mehr auf dem Buckel als du Jungspund. Lass Dich doch irgendwann mal auf die Sachargumente ein, wenn du möchtest.

  77. Plaqueiator

    @marcusb: und von wegen dieser Mär, ich würde “mit der Pumpgun” (KayH, letztens ähnlich wieder Klicken) durchs Wiki gegangen sein und andere mir vorgeworfene “emotionale Erpressungsversuche”: da hätte ich gerne Belege. Alles was ich möchte sind stichhaltige Begründungen. Ist das zu viel verlangt? Wo fühlt ihr Euch denn emotional erpresst??

  78. Leider wird hier im Blog auch zensiert. Man sieht es aber nicht, weil die Kommentare gar nicht erst freigeschaltet werden. Oder kann jemand Kommentar https://erbloggtes.wordpress.com/2012/02/28/vroniplag-auflosung-eines-schwarms/#comment-1015 finden?

  79. Man müsste mal durchzählen, wie viele Kommentare der Herr Erbloggtes schon heimlich still und leichtfertig verschwinden lassen hat. Die müssen ja dann fehlen. Vielleicht war der Kommentar 1000 schon vorgestern? Wir werden es in diesem Mini-Reich wohl nicht erfahren. Genauso wenig wie man hört, was die Monarchen des Internetprangers in ihren Geheimzimmern wirklich besprechen. Schade, ich hätte von den hochgebildeten Schreibern hier mehr erwartet. So etwas wie einen Gegenpol. Aber das ist ja noch schlimmer.

  80. Kommentar 1015 wurde jedenfalls blockiert. Dabei war er ziemlich harmlos. Jetzt verstehe ich auch er-wählt-es. Es ging im geblockten Kommentar nur darum, warum sich S.E. und Erbloggtes eigentlich hinter Doppelpseudonymen verstecken und gleichzeitig so furchtbar schimpfen, dass es beim Pranger nebenan (VroniPranger) anonyme Moderation gibt. Hier ist es nicht besser, Leute. Er Wählt Es eben.

  81. Erblocktes.

  82. Plaqueiator

    loool :D
    Tststs, eieiei Erbloggtes!

  83. Aber kaum frage ich, ob S.E. dem alten Mr. Nice entspricht oder Erbloggtes dem alten Emkaer (hat er da nicht selbst drauf hingewiesen, daß er gesperrt worden ist?) – ist doch harmlos, oder nicht? – wird der Kommentar zensiert. Dabei macht S.E. selbst ein klein bisschen Jagd und erzählt sogar Details, nicht über Pseudonyme sondern welche -> so dass ich die leute rausfinden konnte. Viel schlimmer.

  84. Plaqueiator

    Touché, Herr Boiler! You made my day!! :D
    Vorschlag 1: Leute, lasst uns entweder alle diesen Sockenpuppenmist bleiben oder nach einem täglichen Rhythmus wechseln ;)
    Vorschlag 2: Klicken macht alle Blockierungen rückgängig. Was könnten wir für nen Spaß miteinander haben! :)

    Who the f*** is Mr Boiler???
    In diesem Sinne – schönen Feierabend!

  85. @Plaquieator: Entschuldige, ich dachte du hattest mich was gefragt. War wohl ein Missverstaendnis.

  86. Ich wollte noch was in Richtung “group hug” schreiben -> würde ich allen wünschen. Aber ich glaub’ ich bin jetzt gesperrt.

  87. Der von 15 Uhr 45 muss noch moderiert werden und zwei andere Kommentare sind vielleicht von der Software dem SPAM Schutz geopfert. Ich habe zu viel auf einmal gequatscht. D’accord mes amis. En fait, je m’en fous. Et ne vous en faites pas. Nicht Weihwasser predigen und Cornflakes mit Whiskey frühstücken. Das wäre schon ein erster Schritt.

  88. Zurück zur Sache: langsam liebe ich das Internet für die Dokumentation vieler Dinge: Was lese ich da von STK als ersten Kommentar zum Putsch http://erbloggtes.wordpress.com/2011/07/18/putsch-der-vroniplag-admins/
    “Wie können Leute, die bereit[sic!] an der Macht sind, Macht erputschen?”

    Inzwischen glaube ich STK “ist eine Rolle, kein[sic!] Person.” ;-)
    Quelle: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Benutzer_Diskussion:VPmod

    STK “Super Troll Kollege”
    Dank an Erbloggtes für den Hinweis, dass STK einen Edit bis zum Putsch hatte, aber schon mit Insider Wissen als erster Kommentator auftrat, war mir gar nicht bisher aufgefallen. Vielleicht ruft er deshalb auch nicht an, weil ich ja seine Stimme erkennen könnte. ;-)

    Man sieht ja wie manche Vorwürfe, zum Zwecke der Entbürokratisierung, mißbraucht wurden. Wie Werbung für Software zum Millionengeschäft ausgebaut und praktiziert wurden.

    Weiterhin zur Sache: Der sogenannte “Putsch der VroniPlag-Admins” war in seinen Aussagen visionär. Er zeigte schon damals die Probleme bei VroniPlag auf:

    Zitate:
    “der rigide Führungsstil mancher Aktivisten”
    “Duktus des Dekretierens, des Ausgrenzens und personenbezogenen Attackierens”
    “unter gegenseitiger Hilfestellung einiger VroniPlag-Leistungsträger unbeschränkt gesperrt.”
    “Macht, Eitelkeit und Kommerz”
    “Leise Kritik an diesem Verfahren wird nur auf der Diskussionsseite geduldet und dort unter Verweis auf die Macht des Faktischen niedergebügelt.”
    “Konkretes dazu wird aber nicht in der Öffentlichkeit besprochen, sondern als bekannt vorausgesetzt.”
    “aus dem VroniPlag-Chat verbannt”
    “Dort können in geschützten Räumen Allianzen geschmiedet und Meinungsbilder eingeholt werden, noch bevor in der Wiki-Öffentlichkeit der erste Stein geworfen wird.”
    “bis sich VroniPlag öffentlich selbst zerfleischt hat”

    Auch damals wurde “audiatur et altera pars” nicht eingehalten, die Diskussion unterbunden etc., etc. Entscheidend aber ist nicht, was damals mit mir geschah, sondern dass auch damals eine an Lösungen orientierte Diskussion nicht eingesetzt hat.

    Gut erinnerlich ist mir auch, dass im Frühjahr morgens um halbdrei “Kreuzritter” im Chat diffamiert wurde. So wurde dann eine Sperre durchgesetzt, die ich nicht mitgetragen habe. Diese Kräfte und Mechanismen sind leider etabliert in VroniPlag “Diffamieren, zusammenrotten, sperren – replay”

    Kein Wunder, dass so viele aufgehört haben.

    Der Fehler, den ich gemacht habe, liegt darin, dass ich dieser Person, die Kreuzritter derartig diffamierte, auf seinen persönlichen Druck hin, er würde sonst die Arbeit einstellen und seine Barcodes nicht mehr liefern, zum Bürokraten gemacht habe.
    Schon damals habe ich ihn für ungeignet für eine solche Führungsaufgabe gehalten. Deshalb war dieser Alleingang (KayH habe ich vielleicht noch gefragt), die Verleihung des Bürokratenstatus, wohl mein größter Fehler.

    So jetzt dürft ihr alle sagen: Goalgetter ist schuld!

    BTW: Wenn STK auch eine Sockenpuppe ist, wären ja noch weniger aktiv, als ich auf dem Zettel stehen habe.

  89. Gegen 15 Uhr mutmaßte jemand, der sich “Erbloggtes User” nannte und eine abstruse E-Mail-Adresse angab, dass hinter Erbloggtes verschiedene ganz andere Leute stecken könnten, unter anderem, dass Erbloggtes unter mehreren Namen hier kommentiere. Ausfallend forderte er zudem Zugang zu diesem Blog, ein Passwort und eine Schulung im Bloggen. Er wolle eine “Meta-Ecke für meine Lessings einrichten”. Der Spam-Filter hat das richtig identifiziert.
    Gegen 15:45 Uhr monierte “Boiler”, hier im Blog werde zensiert, weil Kommentar Nr. 1015 fehle. Dieser Beitrag von Boiler erhielt keine automatische Freigabe, weil er einen Link enthielt. Bis 16:45 Uhr dokumentierte “Boiler” dann in den Kommentaren einen Denkprozess, der eigentlich zu schön ist, um wahr zu sein. Er räumt dabei zugleich ein, eine Sockenpuppe eingesetzt zu haben, während er S.E. und Erbloggtes vorwirft, sich “hinter Doppelpseudonymen [zu] verstecken”. Die Sockenpuppe fand es auch wahrscheinlich, dass die alle identisch seien (also eine Person mindestens 4 Accounts benutze, in der Wikipedia heißt das Sockenzoo).
    Ich biete dem Autor an, seine ihm peinlichen Beiträge auszublenden. Außerdem bitte ich um etwas mehr Respekt. Empfehlen kann ich auch etwas weniger Von-sich-auf-andere-Schließen, da man dabei oft mehr über sich selbst aussagt, als über andere, insbesondere, wenn man bei anderen immer vom Schlechtesten ausgeht.

    Wie immer, so trägt auch diesmal Martin Heidingsfelder die Schuld an allem. ;-) Schließlich hat er zuerst eingeräumt, in VroniPlag unter verschiedenen Accounts aufgetreten zu sein, um den Eindruck zu erwecken, dass dort mehr aktive Mitarbeiter werkelten, als es tatsächlich der Fall war. Dieser Sündenfall ist so letztlich auch für die gesichtslosen Vollstreckungsinstanzen VPmod und VPblock verantwortlich. Wie immer gilt: http://www.youtube.com/watch?v=8vFL0QWxugI
    Danke Martin! Jemand, der einem die Schuld an allem abnimmt, der ist echt gut für die Psychohygiene. Katholiken haben ihren Beichtvater, Protestanten haben Jesus. VroniPlagger immerhin Heidingsfelder.

  90. Ach ja, da sind noch mehr Postings im Spam-Filter gelandet. Ich halte es für sinnvoll, die da drin zu lassen. Ich möchte meinen Spam-Filter nicht lernen lassen, jeden Mist durchzulassen. Lieber sollten die Kommentatoren lernen, nicht spamfiltermäßig zu schreiben. Menschen sind ja intelligenter als Bots, sagt man.

  91. In Unkenntnis des letzten Posts von Erbloggtes hatte ich formuliert und setze es unverändert ein:
    Hallo, Warmwasserbereiter und -speicher, wenn’s denn der Wahrheitsfindung dient: S.E. ist nicht ’Mr. Nice’, auch nicht Arbeitskollege, Lebensgefährte, noch verwandt, verschwägert, nicht einmal befreundet oder Nachbar. Allein, dass hier Mr. Nice erinnert wird, zeigt doch, dass ’Boiler’ wegen Doppel-Sockenpuppe auf andere zeigt, selbst aber genau so verfährt.
    Hätte KayH nicht mal geschrieben, dass vorne KayH drin ist, wenn hinten KayH dran steht, wäre ich versucht gewesen, die KayH-Erkennungsfrage zu stellen: Boiler, darf ich KayH zu Dir sagen? Aber ich denke auch, dass der es doch nicht nötig hat, hier unter Sockenpuppe aufzutreten.

  92. »Am Donnerstag hat die Universität Innsbruck das Plagiatsverfahren gegen die Rektorin der UMIT, Christa Them, eingestellt.«
    berichtet die Tiroler Tageszeitung in ihrer Onlineausgabe vom 01.03.2012.
    Auch wenn es kein VP-Fall ist, es passt zum Tenor der hiesigen ’Jahrestagung’ im Blog.
    Wie ich gerade feststelle, geht die Entkernung von VroniPlag, was die personellen Ressourcen angeht, weiter. Immer mehr Mitarbeiter greifen zum Ausweg der Gründung eines eigenen Plagiat-Wikis.
    Da fragt sich aber, warum eigentlich, wenn doch alles so in Ordnung ist.

  93. In der Tat. Die VroniPlag-Jahrestagung ist keine Feierstunde.
    Ich bin auch bereit, fremde Blogpostings zu veröffentlichen, die per E-Mail eingesandt werden. Sie müssen nicht meiner Meinung entsprechen, aber ein gewisses Niveau erreichen.
    Übrigens: Mein Moderationstool zeigt an, dass die Kategorie “Alle Kommentare” derzeit 862 Kommentare umfasst. Ich schlussfolgere, dass fast 20 Prozent der Kommentare dem SPAMmod zum Opfer gefallen sind.

  94. Nix is mit Belohnung! :)

  95. Plaqueiator

    @marcusb | 1. März 2012 um 15:27:
    Nachdem Du im Vorpost mit dem Argument, dass, “wer die Arbeit tut, bestimmt, wo es lang geht, basta!” in erhebliche Argumentationsschwierigkeiten geraten bist, unterscheidest du plötzlich von Arbeit als “isolierter Akt” und “andere Arbeit”. Durch das Attribut “isoliert” einerseits sowie die explizit in sinnhaften Zusammenhang gestellte Beschreibung der “anderen” Arbeit wird klar, dass du dual argumentierst, also schwarz-weiss, “isolierte Arbeit” schlecht, “andere Arbeit” gut. Ich darf das “isolierte Arbeit” dem Diskussionsverlauf nach auf mich beziehen, gute Arbeit ist das, was die “anderen” tun.

    Am konkreten Beispiel, was die “Abschaffung der PlagKats” für Konsequenzen habe, unterstellst du im Kern, mir wäre nicht bewußt, dass eine solche strukturelle Änderung erhebliche Konsequenzen für das System hat.

    Ich will mal an einem Beispiel versuchen zu zeigen, was in Deinem Post eigentlich gemeint ist:
    Nehmen wir an, Du arbeitest in einem open-source-Softwareprojekt mit. Im Bugtracker wird von einem Kollegen, der versucht, das System zu portieren, mit Speicherauszügen und Nachweis des schadhaften Codes gezeigt, dass ein Kernelmodul auf moderner Hardware page faults produziert, Speicher frisst und ständig den Rechner runterreißt. Wie reagierst du?
    Übertragen von Deinen Äußerungen hier wäre Deine Reaktion folgende:
    1. Du ranzt den unverschämten Kerl erstmal an, was er denn nun wieder für Schei** baue, die du und keiner deiner Kumpels vom Core-Team, also die, mit denen du immer gemeinsam die Pizza bestellst, sowieso nicht brauchen kannst und übersiehst geflissentlich, dass der unverschämte Kerl irgendwie auch zum Core-Team gehört, bloß nicht mit Pizza isst.
    2. wo Du schon dabei bist, stellst du gleich klar, dass die Pizza-Connection “die wahre Arbeit” tut und ohne dich nichts läuft.
    3. Es ist nie verkehrt, dann sogleich die eigene Kompetenz aus seinen Erfahrungen in allen möglichen anderen Open-Source-Projekten zweifelsfrei über die aller Anderen zu stellen.
    4. Du erklärst darauf hin in einem eigentlich überflüssigen Anfall von Großmut, das sei kein Bug. Das ist ein Feature. Läuft doch prächtig auf meinem 8bitter. Never touch a running System.
    5. sicherheitshalber untermauserst du die Schei**-Vorwürfe damit, er versuche durch den Einsatz des Systems auf handelsüblicher moderner Hardware emotionalen Druck auf das Coreteam/Pizzaconnection auszuüben.
    6. du versicherst den eigentlich doch ehemaligen Peer Deines Mitgefühls, man war ja selber schon mal User, der hilflos, weil unwissend, vor den Tücken der Technik steht, aber du könnest nachsehen, dass er keine Ahnung habe. Seufzt, der User könne gar nicht überblicken, was man alles machen müsse, wenn man ein so prächtig funktionierendes Modul anfasse. Dann müsse man auch so und soviele andere Module ändern oder möglicherweise das Design. Der Dau wisse ja gar nicht, wovon er rede.

    Herzig. Diese unausgesprochene Unterstellung in Deinem so oft wiederholten Statement beleidigt so ein bisschen meine mittelmäßige Intelligenz. Kannst du das nachvollziehen, marcusb?
    Oder gibt es noch irgend eine andere Dedutungsmöglichkeit Deiner Posts, die ich einfach übersehe, marcusb? Es läge mir tatsächlich sehr daran, wenn ich das alles nur falsch deute.

  96. (3. Versuch) Jaaaaaaaa. Auch das Häkchen “muss schon Mal geschrieben haben” war gesetzt. Also mit bestem Dank an “Boiler”. 3. Versuch. Dann geben wir auf. (wir machen gerade WLAN hier und backen Kuchen)

    (2. Versuch) Na einverstanden. Weil Erbloggtes Kommentare mit mehr als Null Links schon blockt (Voreinstellung habe ich gerade gesehen sind: mehr als Zwei Links. Und Auch Kommmentarzensur muss man erst selber einschalten! Von da weht also der Wind.) und der einen Link enthielt, hier nochmal ohne Link:

    Was!?! zomg 20% werden zensiert? Wie wollt Ihr so eine Diskussion führen, wenn Erbloggtes bestimmt, wo das Niveau liegt (kein Angriff, aber es ist so). Ich schlage vor, diese Totalzensur hier aufzugeben und zu einer konstituierenden Verfassungsgebenden Versammlung in das neue Blog zu wechseln: einfach in der Adresse oben statt “erbloggtes” nun “erblocktes” eingeben.

    Dort wird nicht zensiert und niemand bestimmt dort, was Niveau ist und zensiert es auch noch! Jeder kann Mitautor werden oder Bürokrat (wenn ich das finde). Warum soll man sich die Lügen von Erbloggtes hier antun (denn ich habe die gelöschten Beiträge erhalten, und auch, was dazu behauptet wurde). Dieses Blog ist schon lange todgeweiht, es wird Zeit, dass ein Ruck durch geht.

    [Ich erlaube mal, das inline zu kommentieren. Dieses Posting war übrigens mindestens der vierte Versuch. Natürlich braucht jedes offene Projekt Möglichkeiten, um mit Trollen umzugehen. Dem Ausagieren wird ja in der Transaktionsanalyse die Fähigkeit zugesprochen, die Entwicklung zur autonomen Persönlichkeit, die sich im sozialen Gefüge zurecht findet, zu befördern. Andererseits kann es den Leser auch ermüden, zwischen ernsthaften Beiträgen einen Schwall wie diesen vorzufinden. Er nehme es mit Humor oder als Fallstudie. --Erbloggtes]

  97. Plaqueiator

    Prima Idee, KayH. Why not? Vielleicht schreibst du ja das kritisch-konstruktive Positionspapier für sowas wie “VP 2.0″ drüben. Wir kommen dann diskutieren. Der “group hug” wäre tatsächlich wünschenswert, weil es eigentlich irrsinnig ist, sich gegenseitig die Haare auf den eitlen Köpfen auszureißen.

  98. krank

  99. sorry, Plaqueiator, Dein Post war noch nicht zu sehen

  100. Plaqueiator

    @Kreuzritter? – nö, find ich eigentlich nicht.

  101. Außerdem gilt scheinbar nicht mehr, dass vorne nur dann KayH drin ist, wenn hinten KayH dran steht – und so einer lamentierte gegen Sockenpuppen!

  102. Plaqueiator

    @Kreuzritter: na und? Es wäre schön, wenn jeder jedem, von dem er sich jemals schlecht behandelt fühlte, nochmal ein herzhaftes “A*********” an den Kopf geworfen und dann zu einem sachorientierten Dialog gefunden würde.

  103. krank!? gute Besserung :P loool Ein Glück, daß Du Erbloggtes gut kennst -> Zensur

  104. Plaqueiator

    ihr seid echt nervig.

  105. @Boiler alias – ähm, lieber nicht, Erbloggtes mag nicht, wenn man Nicks bloßstellt, sonst hätte ich gesagt: Geisterhaus – dass Du noch Humor aufbringst, chapeau!

  106. @Plaqueiator: Ist nicht übersehen worden, dass Du versuchst, eine ernsthafte Diskussion in Gang zu bringen, aber glaubst Du wirklich, hier Anzeichen gefunden zu haben, dass sich hier in Blog-Form besser diskutieren lässt, was im Wiki nicht gelungen ist?

  107. Plaqueiator

    Boiler/KayH und S.E./Kreuzritter: sagt bescheid, wenn ihr fertig seid.

  108. Plaqueiator

    also, ich sehe schon wieder ein praktisches Feature für eine neue Plattform. Man muss unbedingt einen Bereich für Flamewars einrichten. War ne sinnvolle Einrichtung damals, marcusb, ne?

  109. Plaqueiator

    mein ich ernsthaft. Es ist die Alternative zur Löschung/Moderation/Zensur. Sowas wie eure Hakelei würde dann da hingeschoben. Die Sachbeiträge bleiben dann im Zusammenhang.

  110. Sorry, Jungs. Ich lese in diesem “Auflösungs-Thread” durchaus – manchmal amüsiert, manchmal ziemlich angewidert – mit, aber zum Kommentieren reicht es dann doch nicht. Wem es nicht aufgefallen sein mag: Ich interessiere mich seit Dezember 2011 nicht mehr so wirklich dafür, wie und ob sich VP entwickelt, zumindest nicht als jemand, der aktiv an der Plattform mitwirkt. Folglich habe ich auch keine Meinung zu den unterschiedlichen Vorschlägen hier – und hätte ich eine, würde ich sie nicht hier diskutieren. [Anm.: Mir ist vollkommen klar, daß Ihr hier so weitermachen werdet, wie bislang. Mit Euren klaren Feindbildern und bekannten Themen. Es ist folglich vollkommen sinnlos, hier irgendwas zu kommentieren. Ich machs aber dennoch, auch wenn ich keinerlei Hoffnung habe, damit irgendwas zu bewirken.]

  111. Plaqueiator

    und, Kreuzritter, wo wir beim Thema sind: Anspielungen auf irgendwelche Tatsächlichen Identitäten sind echt vollständig daneben. Ist mir schon bei deinen IP-Beiträgen auf VP aufgefallen. Ich denke du hast verstanden. Aber auch andere erliegen der Versuchung. Lasst das.

  112. Und ich dachte schon Boiler wäre intern des Spielfeldes verwiesen und irgendein mutiger bei VroniPlag stellt mal einen Antrag sein Flag zu diskutieren. Jetzt ist er doch wieder da.

    Wie wäre es mit einem Bekennerschreiben, zu deinen kleinen Verbalanschlägen Boiler, die dem Ansehen von VroniPlag schaden….

    Die höhere Glaubwürdigkeit hat einfach, wer mit Pseudonym oder Namen diskutiert. Das gilt für alle. Marcusb hat es gemacht, allerdings etwas unglücklich. Aber es ist im Gegensatz zu Boiler und STK wenigstens sehr ernst genommen worden.

    @plaqueiator Also ich bin mir nicht ganz sicher, ob Boiler Klicken oder KayH ist, aber Kindergarten ist es auf alle Fälle.

    @STK eigentlich dachte ich es schmeichelt dir, wenn ich dich zitiere. Aber Untertauchen und zu Sockenpuppenvorwürfen keine Stellung zu beziehen, nicht anzurufen ist für mich “keine Eier in der Hose” haben. ;-) Wenn deine OT-Anfrage von Wichtigkeit gewesen wäre, hätte ich mehr persönlichen Einsatz erwartet. ;-)

  113. Man hat mich gerufen? Hier bin ich. Muss sagen, ist schön, festzustellen: Jesus wurde einem Jünger verraten, zu mir unbedeutendem Wesen bekennt sich jemand. Nein, diesmal kein Jünger. Alumni-Treffen? Dachte nicht, dass ich das noch erleben darf. Teile übrigens die Auffassungen von S.E., soweit hier zu lesen.

  114. Plaqueiator, da steht geschrieben: Führe mich nicht in Versuchung, sondern erlöse mich von dem Übel …
    btw: Kreuzritter kann für sich selbst sprechen, wenn er will.

  115. Ich vergaß: Dein Vorschlag ist gar nicht schlecht, solche ‘Hakeleien’ in eine bestimmte Schulhofrangelei-Ecke auszulagern! Würde sich da vielleicht totlaufen – getreu nach dem Motto von WW: Musst ja nicht hinsehen.

  116. Ich möchte auf drei Beiträge oben hinweisen, die vielleicht noch nicht jeder gesehen hat:
    Boiler treibt Selbstversuche. Seine Aussage “ich habe die gelöschten Beiträge erhalten” möchte ich dahingehend kommentieren, dass von gelöschten Beiträgen keine Rede sein kann und er die nicht freigegebenen/aus dem Spamordner herausgesuchten Beiträge keineswegs bekommen hat, sondern zweifellos selbst verfasst.
    KayH hat sich zu Wort gemeldet, um sein Desinteresse zu bekunden.
    Kreuzritter hat sich als “+” zu Wort gemeldet und S.E. beigepflichtet.
    Aus gegebenem Anlass weise ich darauf hin, dass völlig unsicher ist, ob es sich bei den Namen, die sich Kommentatoren hier geben, um ihre auch anderswo benutzten Pseudonyme handelt. Selbst die Authentizität ausstrahlende Porträtabbildung Martin Heidingsfelders könnte wohl jeder hier kopieren und unter dessen Namen kommentieren.
    Jeder kann sich als jeder ausgeben; hier könnte demnächst auch Guttenberg auftauchen (aber nur mit Foto!). Das ist Anonymität im Internet. Wer damit nicht klar kommt, sollte die ordnungspolitischen Initiativen zur Internetregulierung unterstützen.
    Daraus folgt, dass es riskant bis sinnlos ist, personenbezogene Debatten zu führen. Sachargumente, so die klassische Internetweisheit, stehen für sich und nicht in Verbindung mit der Identität des Vortragenden.
    Für die, die’s trotzdem nicht lassen können: Ich kann die IPs sehen und deuten.

  117. Kleiner Erlebnisbericht aus dem VroniPlag-Chat:
    Habe mich eingeloggt und mal umgeschaut, tatsächlich noch zwei nette Gespräche gehabt. Eines im Query und parallel eines mit WiseWoman. Da hat sich doch dann gleich einer von den ganz netten, jungen Leuten eingemischt. 20 Jahre jünger, aber ganz schön selbstbewußt als Operator. Und er hat sich grußlos eingemischt, dass es niemanden interessieren würde, was ich sage.
    Dann kam noch eine polemische Äußerung zu “Wulff den Schuh zeigen”.
    Die Replik hat er dann nicht vertragen, und bevor ich mich umschauen konnte, war ich aus dem Chat geflogen.

    “…if you want to test a man’s character, give him power” Abraham Lincoln

    Bleibt nur die Erkenntnis, wenn sich VroniPlag von solch freundlichen und nebenbei untätigen Leuten nicht trennen kann, ist das Ende besiegelt.
    Mit solchen Leuten können selbst fleißige Ameisen keinen Staat machen.

  118. Hansgert Ruppert

    Martin, sorry, aber das auf VP Erlebte geschieht Dir ganz recht. Du warst dort nicht erwünscht, und Du wusstest das. Die VP Community will unter sich bleiben, das haben sie mehrfach gesagt, respektiere das bitte.

    Allein, dass jemand daherkommt, sich grußlos in eine Unterhaltung zweier Menschen einmischt und einen von beiden rauswirft, das ist nicht so schön. Es ist vor allem ein erheblicher Affront gegen Wisewoman (“Du unterhältst dich hier nicht mit wem du willst, klar!?”). Meine Meinung, wie gesagt.

    Schau nicht mehr nach hinten. Schau nach vorne! Es wäre schön, all die großartigen Leute, die ein Problem mit VP haben, an anderer, freier und freundlicher Stelle wieder versammeln zu können. Cassiopeia, Hood, Frangge, PlagProf … an einer Stelle, wo man frei reden und arbeiten kann. Mit einem neuen Konzept.

    Wie schrieb ein weiser Mann? Darüber muss man noch gackern! :)

  119. @plaqueiator Deine analytischen Worte, “Wesentliche Gründe für ein Verröcheln liegen aber bereits in der Genese des Phänomens Plagiatswiki. Der Impuls, der zu Guttenplag und Vroniplag geführt hat, ist kein generischer gewesen, d.h., der Impuls kam nicht über die Problematisierung des Wissenschaftsplagiats aus der Wissenschaftsgemeinde selber, sondern kollateral über die politische Empörung weit über die Wissenschaftsgemeinde hinaus gehender Gesellschaftsschichten. Guttenplag hat seinen Daseinszweck erfüllt, der Versuch der Epigonen in Vroniplag, den politischen Impetus auf die Missstände im Wissenschaftsbetrieb umzuleiten, verläuft sich jetzt, nachdem der Zorn über Guttenberg gerade verraucht, im Sande.” würde ich gerne unterschreiben.

    Es ist das beste die Wissenschaftler setzen sich zusammen und überlegen ein neues Konzept, das eine nachhaltige Entwicklung herbeiführt. Es stört mich nicht, dass ich dabei etwas außen vor bin. Wichtig ist, was am Ende dabei herauskommt.

    Wichtig imho ist, dass man sich bei allen guten Ideen an der Denkschrift der DFG “Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis” orientiert und die Einbindung der Universitäten in Prozesse anstrebt.

    Eine weitere Plagiatswikiplattform “uniplag” im Sinne von “copy vroniplag” alleine kann kaum Einfluss auf den Wissenschaftsbetrieb erreichen.

    So jetzt halte ich mich zurück. Die meisten Leute, die hier ernsthaft über den Tellerrand schauen sind ja aus der Wissenschaft und viel klüger als ich.

  120. Pingback: Plagiatsplattformen ins Stammbuch: Verfassungsgrundsätze für künftige Plagiatssuche | Erbloggtes

  121. Martin Heidingsfelder

    Nachtrag aus dem Vroniguplag :-), dies Zitat erreichte mich per Mail auf meinen Retweet von @erbloggtes: “raffst Du das nicht? So was ist diskriminierend, jemand wegen der Herkunft anzumachen!”

    Es ging um diesen Retweet:
    Noch ein Deutsch-Grieche? Nach #Chatzimarkakis und #Mathiopoulos nun Prof. Dr. Loukas A. #Mistelis bei #VroniPlag: 31% http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Lm

    Dazu passend dann die folgende Aktion gegen HgR wegen freier Meinungsäußerung (14.3.):
    http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/93.182.133.22
    oder KorSa hier noch sichtbar:
    http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Benutzer_Diskussion:KorSa
    Anschließend erfolgte durch Klicken eine Sperrung für weitere 10 Monate, Vorwurf KorSa will Diskussionen in Gang setzen (gilt als Kapitalverbrechen bei VroniPlag).:
    http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/Spezial:Beitr%C3%A4ge/KorSa

    Übrigens Glückwunsch zu Dominic Stoiber in Verbindung mit Djir-Sarai. Das führte am 6. März zu den höchsten Tagesbesucherzahlen seit genau 7 Monaten. Leider waren die Zugriffe nicht nachhaltig. Da war eine kleine Chance zur VroniPlag-Renaissance. Mal schauen, was die Amnestiesitzung so ergeben hat: KorSa war es kurz erlaubt sich zu äußeren. Audiatur et altera pars, temporär erfüllt. Man ist geneigt “bravo” zu rufen. Wäre da nicht der Oberzensor sofort auf die erste Stellungnahme hin aufgetaucht. Bei HgR hatte man sich wieder im Griff und benutzte VPmod und VPblock zum Sockenpuppen-Rollenspiel.
    Déjà-vu-Erlebnis bei VroniPlag? Ja!
    Hoffnung auf Besserung bei VroniPlag? Nein!

  122. Kreuzritter

    Hallo Martin, da ist ein kleiner Flüchtigkeitsfehler unterlaufen: Klicken hat KorSa nicht für weitere 10 Monate gesperrt, sondern auf eine Anfrage von mir hin die Diskussionsseite von KorSa entsperrt. KorSa hat das, wie ich gerade gelesen habe, auch bereits genutzt zu einer Stellungnahme. Bis die Tage (Niederrhein-Gruß) Kr.

  123. Beunruhigend ist, was man auf der Diskussionsseite von KorSa lesen konnte. Was genau meint Martin Klicken mit “konstruktiv einbringen”? Inwieweit bringen er und manch andere sich dort eigentlich konstruktiv ein? Muss nun jeder, der es wagt in Vroniplag etwas zu schreiben, sich konstruktiv einbringen?
    Auch “gemeinsames Wirken auf Basis der zur Zeit angewendeten Konventionen” zeigt ein beunruhigendes Selbstverständnis.
    Und wer gehört zu der Gemeinschaft, die dann über diese tragfähige Basis abstimmt? Wann und wo wird abgestimmt?
    Wird als nächstes eingeführt, das neue User erst mal sofort gesperrt werden und dann darlegen sollen, wie sich sich konstruktiv einbringen möchten und dann wird abgestimmt, ob sie das dürfen? Klingt wie eine Bewerbung, in Vroniplag mitmachen zu dürfen.

  124. “VroniPlag-Mitarbeiter ‘KayH’ reagierte wütend auf die Tweets. Er schrieb auf der Seite des Wikis unter anderem: ‘Und wieder beschmutzt und gefährdet Martin Heidingsfelder aus niederen Motiven den mühsam erarbeiteten Ruf des Wikis.’ Er forderte ‘Goalgetter’ auf, das Passwort für den Twitter-Account jemandem zu geben, ‘der sich konstruktiv an der Arbeit im Wiki beteiligt’.”

    http://www.welt.de/politik/deutschland/article13698431/VroniPlag-wirft-Gruender-Heidingsfelder-raus.html

    Mal abgesehen davon, dass VPmod und VPblock solche Aussagen mit Sofortsperre quittieren würde “Keine persönlichen Angriffe” ;-) ist doch witzig, wie man auf der einen Seite destruktiv Rechte entzieht, Aktivisten demotiviert und sperrt, aus dem Chat schmeißt etc. und konstruktives Verhalten einfordert.

    Die wahren destruktiven Kräfte waren diejenigen, die konstruktives Verhalten mit Gewalt durchsetzen wollten.
    Freiheit sieht anders aus. Erfolg sieht anders aus.
    Da sprechen alle VroniPlag Kennzahlen eine deutliche Sprache.
    Auf die Jahresvergleiche freue ich mich schon. In 12 Tagen ist Geburtstag.

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