Öffentlich-rechtlicher Rundfunk und die Quote

Erfreuliche Sichtweisen auf unerfreuliche Entwicklungen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten präsentiert

“Das öffentlich-rechtliche System verliert seine Legitimation, wenn es auf Quantität und nicht auf Qualität [...] setzt. Aber [...] die, die fürchten [...], dass wir mit abnehmenden Zuschauerzahlen unsere Legitimation verlieren, rechnen wie die Milchmädchen.”

Im “Programmvermögen” sieht der für Dokumentationen mehrfach Grimme-Preis-gekrönte Monheim einen Ausgleich von Qualität – nämlich Relevanz – und Quantität – nämlich Breitenwirkung. Programmvermögen meint dabei die Eignung von Sendungen zur wiederholten Ausstrahlung: Bei Dokumentationen sei dies besonders gegeben, bei Talkshows zum Tagesgeschehen nicht.

Der Begriff “Programmvermögen” ist – leider – auch im Problem des “Depublizierens” einschlägig: Das Programmvermögen – die Breitenwirkung – von Online-Inhalten wird dadurch nämlich künstlich beschnitten. Das lässt sich mit dem Sinn des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht vereinbaren. Und wer etwas zu sagen hat, das für ein Lean-Forward-Publikum dauerhaft Bestand haben soll, der nutzt besser nicht mehr den öffentlich-rechtlichen Verbreitungsweg.

via [1]

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