Archiv der Kategorie: Erwähltes

Was bringt das #schavangate ans Licht?

Erschüttert es das Selbstverständnis von Wissenschaftlern, was das Blog causaschavan.wordpress.com in den nächsten Tagen veröffentlichen will? Insgesamt soll es sich um “einen umfassenden Hintergrundbericht zur Affäre Schavan” handeln. Nun ist das Blog bereits jetzt ein ziemlich umfassender Hintergrundbericht zu jener Affäre, stellt eine Zeitleiste und ein unverzichtbar gewordenes Personenregister bereit. Doch verspricht die jetzige Ankündigung Neuigkeiten und Einblicke in Zusammenhänge und Einzelheiten, die bisher unzugänglich waren – insbesondere wegen dieses elektrisierenden Satzes Weiterlesen

Bonner Winkelzüge: Erträge der Plagiatsrelativierung

Erinnerte sich noch jemand an den Plagiatsfall Martin Winkels, der zur Frühgeschichte von VroniPlag gehört? “Wann die ersten Indizien für jenen Fall der Uni Bonn auftauchten, lässt sich glücklicherweise hier ganz gut nachvollziehen: Am 24. Juni 2011 um 09:09 Uhr. Erbloggtes berichtete damals.” So hieß es hier vor fast einem halben Jahr, als der Fall sich zum Paradebeispiel für lange unabgeschlossen gebliebene Plagiatsverfahren stilisieren ließ Weiterlesen

Uni Düsseldorf feiert: Lammert kommt!

Erhöhte Sprecherpositionen zeichnen sich durch ihr Potential zur Nachsicht gegenüber den Subalternen aus. Nachsicht wird auch von Norbert Lammert erwartet, wenn er am 16. November 2014 in der Düsseldorfer Tonhalle spricht [Update: laut Tagesspiegel hätte Lammert erst im November 2015 reden sollen]. Da feiert die Universität Düsseldorf nämlich ihr 50jähriges Bestehen – und der Rektoratsbeauftragte für das Jubiläumsjahr konnte gestern verkünden, Bundestagspräsident Norbert Lammert als Festredner gewonnen zu haben. Weiterlesen

SAQ: Schavanly Asked Questions

Erarbeitete Schavans Unterstützerkreis womöglich in einer ungewollt dialektischen Wendung selbst die Abwehrstrategie, mit der die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) in der Causa Schavan ihre Unabhängigkeit gegen Einflussversuche verteidigen konnte? Klar ist, dass man in Düsseldorf einigen Aufwand betreiben musste, um ein Überprüfungsverfahren durchzuführen, das den rechtlichen und wissenschaftlichen Erfordernissen gerecht werden konnte. Dabei half auch der HHU-Ehrensenator, ehemalige nordrhein-westfälische Kulturstaatssekretär, Staatskanzleichef Weiterlesen

Der Wulff und seine Jäger

Erledigtes war Bundespräsident Christian Wulff moralisch bereits Mitte Dezember 2011.[1] Er hielt sich nach eigener Zählung noch 67 Tage im Amt, und nun rechnet er ab:

“Wulff macht in seinem neuen Buch ‘Ganz oben Ganz unten’ den Jagdtrieb von Journalisten für seinen Rücktritt verantwortlich.”[2]

Erlegtes Wild wollten die also aus ihm machen. Wie das? Darüber schreibt Wulff ausführlich. Denn die Verfehlungen anderer sind das beste Thema, um nicht über die eigenen reden zu müssen. Kurz vor seinem Rücktritt, Weiterlesen

Die drei Muskeltiere und der Lockruf des Goldes

Erschüttert es das Wissenschaftssystem in Deutschland, wenn nun nach und nach ans Licht kommt, wie die Spitzenvertreter dieses Systems in der Schavan-Affäre im Verborgenen ihre Muskeln spielen ließen? Man darf gespannt sein, wie Anja Kühne im Tagesspiegel hoffnungsvoll formuliert:

“Doch auf Vertraulichkeit hat die vielfach von Wissenschaftsmanagern öffentlich ins Unrecht gesetzte Uni offenbar keine Lust mehr, seit sie am 20. März vom Verwaltungsgericht Düsseldorf auf ganzer Linie recht bekam.”

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Vertraulicher Schavanismus – oder: Wie die HRK das Schavan-Verfahren manipulieren wollte

Ermöglichte schließlich das Ende des Schavan-Prozesses, sich wieder anderen Dingen zuzuwenden, beispielsweise Erfreulichem wie der Botschafter-Residenz in Rom. Die passt nämlich ganz ausgezeichnet zu ihrer baldigen Bewohnerin:

“Branca [der Architekt] entschied sich für einen Bau im Stile des Stauferkaisers Friedrich II. Dabei galt es ‘Einfachheit, Klarheit und zurückhaltende Monumentalität’ im antiken römischen Kontext umzusetzen, wie es Branca formulierte.”[1]

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