Google, der Schurke

Ergoogletes ist nicht immer zuverlässig und nicht immer das beste im Web Verfügbare zu einem Thema.

Inwiefern Google die öffentliche Meinung durch seine Suchergebnisse manipuliert, wird wieder heiß diskutiert, seit bekannt wurde, dass BP allein im Juni 2010 rund 3,6 Millionen US-Dollar für Google-AdWords zur Ölpest im Golf von Mexiko ausgegeben hat.

Nun stellt Lukas Stuber vom Suchmaschinenvermarkter „Yourposition“ die These auf, der massenmediale Anti-Google-Reflex entspränge der Konkurrenzsituation von Google und den herkömmlichen Presseverlagen auf dem Anzeigenmarkt – eine Google-Anzeige sei viel effizienter als Zeitungsannoncen – und hänge auch mit dem Streit der Verleger mit Google zusammen, in dem diese vom Suchmaschinenkonzern Geld dafür haben wollen, dass kurze Ausschnitte ihrer Online-Artikel (Snippets) bei Google als Treffer angezeigt werden.

Demnach ist aus der Sicht der Zeitungsverlage Google böse: Unter anderem sei Google ein Vertreter der „Gratiskultur“ im Netz, die aus der verqueren Sicht einiger Vertreter der „Kapitalismuskultur“ sogar eine Gefahr für die Pressefreiheit ist.

Doch die Bösartigkeit, mit der Google in den Medien gezeichnet wird, ist vielleicht nur der Reflex der Autoren auf diesen kapitalistischen Konkurrenzkampf. Die Gleichsetzung von bezahlten Google-Treffern (Anzeigen) mit dem unbezahlten Suchmaschinenranking entspräche dann der Identifikation der Verlinkung von Snippets mit dem Diebstahl geistigen Eigentums.

Er stellte sich die Frage, ob die Analogie fortgeschrieben werden könne zur Kritik an Google Street View, bei der unter Umständen das Fotografieren an öffentlichen Orten fälschlich in einen Topf geworfen wurde mit der Aneignung der Privatsphäre zum Zwecke von Googles Gewinnsteigerung.

P.S.: Dass der Suchmaschinenwerber „Yourposition“ auf die Unverkäuflichkeit des normalen Rankings bei Google hinweist, entbehrt nicht einer gewissen Ironie, da Unternehmen, die im Ranking ganz weit oben stehen wollen, sich doch lieber an professionelle Suchmaschinenoptimierer wenden sollten, als an Google selbst. So ist es auch viel leichter, ins Google-ABC zu kommen.

via 1

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