Tatort Bildzeitung

Ermutigt es wohl Pädophile zur Umsetzung ihrer Wünsche, wenn diese in deutschen „Leitmedien“ als verrucht – aber akzeptabel – dargestellt werden? Dass die Bildzeitung eine „Doppelmoral“ besitzt (was, genau besehen, gar keine Moral bedeutet), dürfte allgemein bekannt sein. Inwiefern diese Doppelmoral zu den soziokulturellen Ursachen von Pädophilie zählt, ist nachdenkenswert, wie aktuelle Artikel demonstrieren:

Man könnte es auch als Kinderpornographie (in Textform) betrachten, wenn diese Medien (und nicht nur sie) derartige Geschichten so erzählen, dass die fehlende Fähigkeit des Opfers zur sexuellen Selbstbestimmung (die rechtlich vorauszusetzen ist) umgedeutet wird zum „verbotenen Liebesspiel“ oder zu „Spielchen“, die nach Bildzeitungs-Ansicht vielleicht „romantisch, unmoralisch, oder gar pervers“ seien.[1] Dass die Darstellungsweise dieser Zeitungen gemäß der deutschen Pornographie-Definition „überwiegend auf die Erregung eines sexuellen Reizes bei dem Betrachter abzielen und dabei die im Einklang mit allgemeinen gesellschaftlichen Wertvorstellungen gezogenen Grenzen des sexuellen Anstandes eindeutig überschreiten“,[2] scheint unbestreitbar. Aber solange ihnen sowas nicht verboten wird, können diese Blätter ja fröhlich weiter machen, zugleich aber angebliche „Erfolge“ der RTL2-Serie „Tatort Internet“ feiern.

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Eine Antwort zu “Tatort Bildzeitung

  1. Richtig. Bild und Moral passt nicht…

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