Kurzmitteilung

Guttenberg in der Presse

Ermüdete Skandalbeobachter neigen zu Schlampigkeit in der Schilderung von Sachverhalten. Daher hier als bloße Presseschnipsel vom 24. Februar 2011, Tag 1 nach der vermeintlichen Niederschlagung der Affäre, sortiert nach Wichtigkeit:

  1. Copygate-Affäre: Bayreuther Professor bezichtigt Guttenberg des Betrugs | FTD.de. Eine gute Zusammenfassung der meisten aktuellen Aspekte. Basisinformation.
  2. Guttenberg, Plagiat und Konservatismus. Der Herr des Verfahrens | Sueddeutsche.de. Gustav Seibt kommentiert grundsätzlich und historisch weitblickend. Bravo!
  3. Bundestagsverwaltung: Guttenberg ließ sich Verwendung von Gutachten nicht genehmigen | Tagesspiegel. Aufdeckung des Sponsorings in Höhe von 747.764,36 Euro durch einen Guttenbergschen „Familienbetrieb“ für die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Bayreuth. Zum Gruseln.
  4. Causa zu Guttenberg: Mehr als nur ein Titel | Tagesspiegel. Präzise Analyse, wofür die Gesellschaft noch Wissenschaftler braucht. Bedenkenswert, nur im Schlusssatz unnötig zynisch.
  5. Politologe Beucker: „Guttenbergs Taktik ist brandgefährlich“ | Zeit Online. Guttenbergs Populismus und die Gefahr einer Anklage. Überblick über historische Rücktritte.
  6. Guttenbergs Copy-Paste-Affäre: Im Dickicht der Bundestags-Expertisen | Spiegel Online. Was Guttenberg sonst noch so vom Wissenschaftlichen Dienst abschrieb. Siehe auch zur Verzögerungstaktik: Ältestenrat: Guttenberg verwendete Bundestags-Expertisen ohne Erlaubnis | Spiegel Online.
  7. Fall Guttenberg: Vom Tarnen und Täuschen | Frankfurter Rundschau. Professoren und Staatsanwälte befassen sich mit dem Fall. Zukunftsträchtig.
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3 Antworten zu “Guttenberg in der Presse

  1. Pingback: Vier phänomenale Fälle von Forschungspfusch | Erbloggtes

  2. Zu Guttenberg auf ungarische Art

    (Ernő Kulcsár Szabó: Der Doktormacher)

    Wenn ein Uni-System derart korrupt und derart vom Nepotismus umwoben ist wie in Ungarn, soll man sich nicht wundern, dass ein Doktortitel einem früher erteilt wird als er die Doktorarbeit fertiggestellt hätte. Die deutschsprachigen Medien sind laut von Guttenbergs Plagiat-Geschichte. Wobei Karl Theodor zu Guttenberg von seinen 400 Seiten 120 immerhin selbständig geschrieben hat, nur den Rest sich von anderen ausgeliehen. Der ungarische Guttenberg, namentlich […], hat sich nicht einmal so viel Mühe gegeben. Bei weitem nicht: er selbst hat höchstens nur 6 und halb Seiten geschrieben, und damit an der Universität Szeged – die nach der Budapester Universität ELTE die zweitrenommierteste Universität Ungarns ist – Doktor geworden.

    […]

    Weiter siehe Anhang und unsere Webseite:

    http://ravaszlaszlobaratikor.wordpress.com/2011/08/02/zu-guttenberg-auf-ungarische-art/

  3. Sehr interessant! Vielen Dank für den Hinweis! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich den ausführlich hinter dem Link nachzulesenden Text hier gekürzt habe. Ich will schließlich nicht mit dem ungarischen Mediengesetz in Konflikt kommen. 😉

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