Kurzmitteilung

Tod im Tatort

Erweitert es unser Wissen, die Krimireihe „Tatort“ anzuschauen? Ja, meinte Stephan Völlmicke von der Uni Münster und setzte sich daran, 40 Jahre Tatort anzuschauen. Auf den 700 Seiten seiner Dissertation präsentiert er die Protokolle von 2220 Filmeinstellungen zu Tod, Sterben und Blut. Auf weiteren 500 Seiten gelangt er von dem Befund, dass die Gerichtsmedizin im Tatort erst Ende der 1980er Jahre auftauche und heute ein wesentlicher Bestandteil der TV-Filme sei, zu der These, dass sich darin eine heute gesellschaftlich vorherrschende naturwissenschaftlich-medizinische Todesdefinition ausdrücke.

„Die ausgeprägten und direkten Darstellungen der Leichen im Tatort sind gleichzeitig ein Ausdruck der Profanisierung des Todes in der Gesellschaft“.

via [1]

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s