Die Grünen kann man auch nicht mehr wählen

Erscheint es plausibel, dass Die Grünen nun nach den Stimmen der FDP-Restwähler fischen und dabei zum Schoßhund der Industrie mutieren? Oder sind sie einfach nur so alt und etabliert geworden, dass sie sich als ganz normale Berufspolitiker von den üblichen Lobbygruppen steuern lassen?

„Manchmal hat man den Eindruck, dass die Grünen viel mit einem Zauberkünstler gemein haben: Das, was in den Hut reingesteckt wird, ist nämlich oft etwas ganz anderes, als das, was herauskommt. Zum Beispiel […] als die Partei nicht nur mit einem Angriffskrieg überraschte, sondern auch mit einer Deregulierung der Finanzmärkte […]. Oder beim Netzpolitik-Wahlprogramm 2005, das von der Crowd erstellt werden sollte, aber dann doch komplett anders aussah […].“[1]

Nun sieht es beim Immaterialgüterrecht nach einer düsteren Kehrtwende aus. Aber was will man machen, die Grünen sind ja längst von der Kulturindustrie unterwandert. Das ist die Kehrseite ihres Ringens um Dominanz in der Kulturindustrie.

Auch als Umfallerpartei sind die Grünen inzwischen erfolgreich in die Fußstapfen der FDP getreten.[2]

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3 Antworten zu “Die Grünen kann man auch nicht mehr wählen

  1. Ralf Bendrath

    Wäre es eventuell sinnvoll, erstmal den Parteitag abzuwarten? Oder anders gefragt: Gibt es auch eine entsprechend positive Würdigung hier, wenn die Mehrheit der Grünen sich gegen diese Änderungsanträge ausspricht? Das kleine Detail, dass es sich um Änderungsanträge zum sehr progressiven Leitantrag des Bundesvorstandes handelt, ist vielleicht auch eine Erwähnung wert. Wenn der Vorstand sowas hinlegt (UrhR auf 5 Jahre verkürzen, Filesharing legalisieren etc.) kann es ja nicht ganz so schrecklich sein mit den Grünen.

  2. Komisch, ich habe doch gar nichts Konkretes am Leitantrag oder seinen Änderungsanträgen bemängelt. Aber so ist sie eben, die Intertextualität.
    Die Wählbarkeit einer Partei bemisst sich übrigens nicht immer nur nach den Wahlversprechen, die sie macht (sonst läge die FDP wohl bei 18%), sondern zuweilen auch am Personal und seinen allgemeinen Ansichten, egal ob die auf einem Parteitag beschlossen werden oder nicht.
    Und selbst wenn der Parteitag irgendetwas beschließt, besagt obiges Zitat ja, dass Die Grünen dann nach der nächsten Wahl vielleicht auch einfach einen Krieg vom Zaun brechen, die Finanzmärkte deregulieren oder in anderen Fragen die CDU bürgerlicherseits überholen.

  3. es sind zwar mittlerweile auch die Grünen jedoch sind sie es bei weitem nicht allein…man kann de facto nichts mehr wählen..es strebt alles nach total überwachtem Nannystaat der bis in die privatesten Privatheiten hineinregiert..früher nannte man das Totalitarismus

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