Kurzmitteilung

Sondermeldung: Wulff nicht immer stärker unter Druck

Erstaunte Spiegel-Online-Leser müssen heute feststellen, dass Bundespräsident Wulff heute nicht „immer stärker unter Druck“ gerät. Diesmal ist er nur „verstärkt unter Druck geraten“,[1] ohne Prognose für das weitere Ansteigen imaginärer Bedrängnis. Anfang der Woche wurde Berater Glaeseker noch „immer mehr zur Bedrohung“[2] für den Bundespräsidenten. Und schon Anfang Januar wurde der Druck auf Wulff „immer stärker“.[3] In den folgenden Wochen sollten „immer neue Vorwürfe laut werden“,[4] nur dass die meist schon lange bekannt waren, die Reporter sie bloß als neu verkauften, um durch „fast täglich neue Vorwürfe“[5] das Interesse aufrecht zu halten. Wie der Druck auf Wulff im Januar 2012 stieg und stieg, das verdeutlicht diese Grafik:

Abrufzahlen des Wikipedia-Artikels Christian Wulff im Januar 2012, stats.grok.se

Abrufzahlen von Wulffs Wikipedia-Artikel im Januar 2012

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3 Antworten zu “Sondermeldung: Wulff nicht immer stärker unter Druck

  1. Und nun steigt er wieder der Druck?

    »Der Druck auf die Ermittler, diesen heiklen Schritt zu gehen, ist nach den jüngsten Veröffentlichungen zu dessen gemeinsamem Sylt-Urlaub mit Filmemacher David Groenewold gestiegen.« [http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,814510,00.html#ref=rss SPIEGEL ONLINE: Die drei größten Gefahren für Wulff]

  2. Ach, ist doch nur Druck auf die Ermittler. Die Staatsanwaltschaft stehe unter einem „beträchtlichen Rechtfertigungsdruck“. Das ist ja so gut wie nichts. 😉 Außerdem im Artikel: „immer wieder neue Enthüllungen“ gibt es angeblich, und nochmal die „immer neuen Enthüllungen“. Und die Drohung, dass Wulffs alte Freunde „dem Druck der Medienberichterstattung und der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen nicht mehr standhalten, wenn sie plaudern, um ihren eigenen Ruf zu retten“. Dass Spiegel Online einfach keinerlei politische Theorie mehr im Hinterkopf hat, sondern wild drauf los fantasiert, erkennt man auch an so Formulierungen wie „je gewichtiger die Details der Freundesdienste wären, umso eher könnte der Bundespräsident zum Rücktritt gezwungen sein.“ Merkel soll ihn zum Rücktritt zwingen, unterstellt SpOn. In welchem Land leben die denn?
    Welche Druckmittel soll denn Merkel noch haben gegen einen, dessen Ruf ruiniert ist, der andererseits aber die Präsidentenapanage sicher hat?

  3. „Juristen in Hannover sehen in der seit zehn Wochen andauernden Wulff-Affäre einen Höhepunkt erreicht.“[1]

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