Plagiat im Boulevard oder die nichtswissende Müllpresse

Erfrischtes – ach was, so lässt sich kein Artikel über ätzenden Boulevardmüll beginnen, beim besten Willen nicht. Die Berichterstattung ist unter aller Kanone. Es folgt ein Rant über das Verhältnis von Journalismus, Plagiatssuche und die Erfolge der Schavanisten. Anlass ist das Herabsteigen des Blogs Guttengate.de in die nichtswissende Müllpresse, aus der es nur knapp wieder entkommen kann – mit einem Fundstück aus dem Focus in der Hand(und der bloß boulevardesk uneinlösbaren Überschrift „Wer steckt hinter Schavanplag?“):

„Der Gründer der Enthüllungs-Plattform SchavanPlag hat angekündigt, auch die Doktorarbeit der designierten Bildungsministerin Johanna Wanka zu überprüfen. ‚Das werde ich jetzt natürlich tun‘, sagte Martin Heidingsfelder der ‚Hamburger Morgenpost‘ vom Sonntag.“[1]

Boulevard-Trashstorm statt Internet-Shitstorm

FocusDiePlagiatsjaeger

Screenshot, focus.de

Wie Guttengate darauf kommt, sich mit einem Artikel mit der Überschrift „Die Plagiatsjäger schnüffelt weiter“ [sic, und weil es so unglaublich ist, siehe den Screenshot, auch 36 Stunden nach Veröffentlichung unverändert] zu beschäftigen, ist unklar. Hier dient der Artikel zur Demonstration von Informations- und Desinformationsflüssen. Guttengate fragt:

„Wurde da also etwas vom Focus vermischt, das eigentlich nicht zusammengehört? Hat man etwa das SchavanPlag-Wiki mit dem Blog gleichgesetzt oder gar verwechselt?“[2]

Um das zu erörtern gilt – wie auch bei Annette Schavan – der alte humanistische Grundsatz „Ad fontes!“ In diesem Fall ist die Quelle das vom Focus erwähnte Heidingsfelder-Interview der Hamburger Morgenpost. Die Überschrift ist der größte Witz unter der Sonne: „Er brachte Annette Schavan zu Fall: Doktor-Jäger Heidingsfelder“.

Wie kam es dazu? Natürlich nicht dazu, dass Heidingsfelder Schavan zu Fall brachte, denn da kam es gar nicht zu. Das war „Robert Schmidt“, der nur unter Pseudonym auftretende Plagiatsdokumentar von Schavanplag (schavanplag.wordpress.com). Sondern dazu, dass die Hamburger Morgenpost solchen Unsinn schreibt!

Wie kam es dazu?

Zum Vergleich sei hier auf einen TV-Beitrag von n24 verwiesen, der Martin Heidingsfelder als „Gründer der Aufklärungsplattform SchavanPlag“ (Ton) oder „Gründer der Aufdeckungsplattform SchavanPlag“ (Text) bezeichnet. Das ist strukturell identisch mit dem Morgenpost-Titel. Dazu erklärte Heidingsfelder, dass er auf den Fehler hingewiesen und darum gebeten habe, als „Gründer von VroniPlag Wiki“ oder Gründer von „SchavanPlag Wiki“ bezeichnet zu werden. Heidingsfelder trägt derzeit einen Sandkastenstreit mit den Leuten von VroniPlag Wiki aus. Wechselseitig machen die Beteiligten sich offenbar für alles Böse auf der Welt verantwortlich.

Daher ist es durchaus als glaubwürdig einzuschätzen, dass Heidingsfelder gegenüber Medien betont, Gründer von VroniPlag Wiki und Schavanplag Wiki zu sein. Die „Gründung“ von Vroniplag (ohne Wiki) und vor allem Eintragung der Wortmarke VRONIPLAG macht ihm niemand streitig. Für seine Ansprüche auf den Titel „Gründer von VroniPlag Wiki“ wirbt er hingegen derzeit in einem 16 überlange Druckseiten umfassenden Dokument, das zu über 10 Seiten aus bearbeiteten Chat-Protokollen besteht. Die Gründung von Schavanplag (ohne Wiki) hingegen würde ihm niemand glauben, selbst wenn er sie behaupten würde. Abgesehen natürlich von naturgemäß desinformierten „Journalisten“ von ganz tief unten aus der Müllpresse.

Die halten ihn aber auch für den Gründer von Schavanplag, ganz ohne dass er dies behaupten muss. Im O-Ton sagt Heidingsfelder bei n24, dass er sich darauf konzentriert habe, in anderen Büchern von Schavan Plagiate nachzuweisen. Sie habe auch als Kultusministerin Bücher verfasst, in denen ebenfalls Plagiate drin seien. Das lässt sich in SchavanPlag Wiki überprüfen. Es hat allerdings nichts mit ihrem Doktor-Entzug oder ihrem Rücktritt zu tun.

Zurück zum Morgenpost-Interview: In der Bildunterschrift wird Heidingsfelder als „Mitbegründer von VroniPlag Wiki, Initiator von SchavanPlag Wiki“ bezeichnet, wobei „Mitbegründer“ ihm schon als Affront auf Initiative der Gegenpartei gelten dürfte, einer Gegenpartei, die sich selbst inzwischen als „ein wissenschaftliches Projekt“ bezeichnet, ein Projekt, das gewiss nicht wegen erwünschter Projektmittel der DFG, des BMBF oder der HRK keinerlei Interesse am Fall Schavan zeigte.

Und wieder zurück zum Morgenpost-Interview: Womöglich geht die Bildunterschrift der Morgenpost jedenfalls auf eine Korrekturbitte Heidingsfelders zurück, wie er sie an n24 geschickt zu haben angibt. Eine Anmaßung wie in der Überschrift „Er brachte Annette Schavan zu Fall“ ist darin nicht enthalten. Nur wenn ein kenntnisfreier Leser – zum Beispiel ein Müllpressen-Mitarbeiter – glaubt, dass „VroniPlag Wiki“ oder „SchavanPlag Wiki“ Schavan zu Fall gebracht hätten, nur dann ließe sich aus der Morgenpost-Bildunterschrift diese Morgenpost-Überschrift destillieren. Heidingsfelder behauptet auch im Morgenpost-Interview nicht ausdrücklich, etwas mit dem Doktor-Entzug Schavans zu tun gehabt zu haben. Wörtlich sagt er:

„Zurzeit liegen bei mir rund 40 Bücher zur Überprüfung auf dem Tisch, darunter […] fünf von Frau Schavan. Letztere lasse ich jedoch jetzt erst mal liegen. Das Thema Schavan ist durch.“[3]

Dennoch bezeichnet die Interview-Einleitung Heidingsfelder als den „Mann, der auch mit dafür sorgte, dass Bildungsministerin Annette Schavan (57, CDU) stürzte“. Die doppelte Relativierung „auch mit“ demonstriert die heiße Boulevardnadel, mit der dies aufgeplustert wird, um ein Interview mit jemand Wichtigem vorzugaukeln. Die Nadel ist ebenso heiß wie die des Focus mit dem Titel „Die Plagiatsjäger schnüffelt weiter“ [sic, damit das nicht vergessen wird].

Warum das Ganze? Interessenkollisionen

Heidingsfelder möchte für sein neues Projekt PolitPlag werben. Das kann man unterstützen, oder auch nicht. Daneben hat er gewiss auch ideelle Motive, etwa die Verbreitung seiner – nicht sonderlich ungewöhnlichen – Moralvorstellung: „Politiker sollten eine höhere Integrität aufweisen als andere Menschen.“[3]

Die Morgenpost hat daran jedoch keinerlei Interesse. Auch das Eigeninteresse der Wissenschaft an ihrer eigenen Betrugsfreiheit geht den Müllpressen-Mitarbeitern dort am Arsch vorbei. Man macht schließlich Boulevard. Das bedeutet: Man skandalisiert und personalisiert, und zwar jeden Tag neu. Schavan ist abskandalisiert. Also nimmt man sich Heidingsfelder und skandalisiert ihn.

Das zeigt sich am plakativsten unter dem Heidingsfelder-Interview im „Kommentar von Ralf Dorschel“. Der gibt vor, was der gute Boulevardleser von Heidingsfelder halten sollte: Als geldgierigen „Megarechthaber“, der im Privatleben der „Polit-Prominenz“ herumschnüffle, und „eine integre Politikerin wie Annette Schavan“ [sic] zum Rücktritt nötige, zeichnet Dorschel Heidingsfelder.

Die Ironie ist, dass dieser Anti-Heidingsfelderianismus Heidingsfelder genau das zuschreibt, was niemand anderes als die Boulevardjournaille tun würde, nämlich für folgende Zustände sorgen: „dann lesen wir, wer mit wem schläft, nicht mehr schläft, gern geschlafen hätte.“ Das hätte Dorschel wohl gern. Heidingsfelder hat allerdings kein Wort verloren über das Sexualleben von Plagiatoren. Für die Springer-Presse hingegen gehört das zur Gewohnheit. Mit der „Berichterstattung“ der Hamburger Morgenpost, die nur stellvertretend für eine ganze Reihe müllpressender Machwerke steht, bewahrheitet sich Michael Schmalenstroers Befürchtung beim ersten Anblick von PolitPlag:

„Man sieht die Kommentatoren schon aus ihren feuchten Erdhöhlen in die Kommentarspalten von Welt Online kriechen, wo sie lautstark verkünden, dass die Lichtgestalt Karl-Theodor von kleinen, fiesen Gnomen aus dem Hinterhalt gemeuchelt wurde.
Wer Plagiatsprüfung als Mittel des Rufmordes in die politische Praxis einbringt, zerstört ihren eigentlichen Zweck: Die wissenschaftliche Redlichkeit.“[4]

Aber kann man Heidingsfelder für die Kommentatoren aus den feuchten Erdhöhlen verantwortlich machen? Diese Kommentatoren sehen offensichtlich, wohin auch immer sie schauen, nur hässliche Denunzianten, die aus dem Hinterhalt meucheln. Und Denunziantentum ist ja auch in der Tat etwas Hässliches. Beispielhaft zeigt das ein Kommentator, der für jene spricht, die „Ethos und Anstand nicht vergessen“ haben: „Mit Grauen verfolgt man das denunziatorische Treiben“,[5] eröffnet er seine Ausführungen zu Ethos und Anstand. Sodann denunziert er das „Treiben der Fertigmacher“ und nennt namentlich „SPD-Mann Heidingsfelder“, „Judaistikprofessor“ Rohrbacher und den „feigen Anonymus ‚Robert Schmidt'“ in einem Atemzug. Den Spin der Müllpresse hat er vorbildlich internalisiert.

Dem Leser stellt sich der Kämpfer gegen das Denunziantentum als „Almdudler“ vor, was ihn zweifellos nicht zum „feigen Anonymus“ macht, der mit Grauen sein eigenes denunziatorisches Treiben verfolgt. Dort wo er herkommt, in jener feuchten Erdhöhle, heißt man eben schon mal wie ein alpines Spaßgetränk. Im Übrigen beruft sich dieser „Almdudler“ auf eine der Weisheiten von „Frau Dr. hc. Schavan“, dass nämlich „für jeden Menschen“ gelte: „Er hat eine zweite Chance verdient.“ Für Menschen allemal, also für „zu Guttenberg und Schavan“. Unmittelbar auf diesen noblen Grundsatz lässt unser Menschenfreund dann mit schöner Selbstverständlichkeit die Empfehlung folgen, eine solche weitere Chance „sollte man weder SPD-Mann Heidingsfelder noch dem feigen Anonymus ‚Robert Schmidt‘ gönnen, aber auch nicht der nächsten noch so ‚honorig‘ agierenden Universität.“ Für einen „Almdudler“ zählen eben durchaus nicht alle Leute gleich schon auch zu den Menschen.

Wie man dem Hamburger Boulevard Konkurrenz macht

Das süddeutsche Gegenstück zur Hamburger Morgenpost macht derweil Heidingsfelder und sein SchavanPlag Wiki(!) mit folgender „Argumentation“ für Schavans Rücktritt verantwortlich:

„Am Samstag wurde nun auch der Rücktritt von Annette Schavan bekannt, nachdem der Fakultätsrat der Universität Düsseldorf ihr am Dienstag den Doktortitel aberkannt hatte. Dabei hatten Internetaktivisten sie nach der Überprüfung ihrer Dissertation sogar in Schutz genommen. Doch Martin Heidingsfelder erhob auf einem angelegten SchavanPlag-Wiki immer wieder Plagiatsvorwürfe gegen die Ministerin.“[6]

Dort hat man auch ganz genau verstanden was das „Prinzip des Crowdsourcing“ ist: „Die Nutzer überweisen Heidingsfelder einen bestimmen Betrag auf sein Konto.“[6] Oh, die Welt wäre eine bessere, wenn die nichtswissende Müllpresse nur gelegentlich die allwissende Müllhalde konsultieren würde! Da steht doch, wie das heißt! Dann müsste man sich nur noch boulevardeske Suggestivfragen („Niedere Beweggründe?“) verkneifen, für deren Substantiierung man nichts vorzubringen weiß, außer einem Experten, der dementiert(!), dass diese Suggestivfrage auch nur relevant sein könnte.

Grafische Verwirrung: mission accomplished

Ach, Experten, Fakten, Beteiligte. Alles egal. In der süddeutschen Müllpresse hat es ja Tradition, peinliche Desinformation als „Beweise“ zu präsentieren. Inzwischen ist die deshalb einst prophezeite Verwirrung nachweislich eingetreten, wie ein Betroffener berichtet. Aber die „interaktive“ Müllpresse ist immer noch die beste. Sie ist so schön anschaulich und dadurch überzeugend. Wer hier klickt, denkt nicht.

Doch noch einmal sei erwähnt, was den Verantwortlichen Ende Oktober 2012 mit Engelsgeduld dargelegt wurde – und immerhin den Effekt noch dreisterer Falschbehauptungen hatte: Denn die Süddeutsche benutzt weiter in jedem möglichen Artikel – hier unter dem Zitat „die Beweise waren erdrückend“ – eine grafische Gegenüberstellung von Schavans Dissertation und ihren Quellen, die nicht nur massiv fehlerhaft, sondern in einigen Teilen schlicht ungeeignet ist, Schavans plagiierende Vorgehensweise darzustellen.

Screenshot aus einem Artikel vom 11. Februar 2013 15:16.

Screenshot aus einem Artikel vom 11. Februar 2013 15:16.

Diese Grafik präsentiert zuallererst Seite 62 von Schavans Dissertation. Dort finden sich schlicht und einfach keine echten Plagiate. Das sieht jeder Student. Schavan erklärt dort offen, dass sie alles von Luhmann übernimmt. Das ist keine Täuschung. Deshalb dokumentiert Schavanplag auch die Seite 62 nicht. Seite 63 hingegen, da hat Schavanplag ein Plagiat vom Typ „Bauernopfer“ identifiziert. Die Süddeutsche zeigt natürlich Seite 63 nicht. Stattdessen als nächstes Seite 67, die es bei Schavanplag nicht gibt – weil es dort keine eindeutigen Plagiate gibt. Unsaubere, fehlerhafte Luhmann-Wiedergaben sind dort zu finden, aber Schavans Täuschungsabsicht, die macht sich anderswo fest.

Auf Seite 69 zum Beispiel gibt Schavan vor, Luhmann zu referieren oder zusammenzufassen. Tatsächlich kopiert sie, was Luhmann schrieb (ab „auch verständlich, daß so viele Nationalsozialisten“). Mit ihrer Schreibmaschine, ganz ohne Strg+C und Strg+V. Manuelles Copy-&-Paste-Plagiat sozusagen. Aus Schavans fast völlig geklauter Freud-Exegese über 11 Seiten, von denen Schavanplag 8 als Plagiate enthaltend klassifiziert, zeigt die Süddeutsche nur 2 Seiten. Dafür wieder Schavans Seite 92, die Schavanplag als eindeutiges Plagiat mit Verschleierung bewertet. Aber warum die Süddeutsche das so – und mit prägnanten Abweichungen von Schavanplag – vorzeigt, das lässt sich ohne Erläuterung einfach nicht nachvollziehen.

Wenn man nun davon ausgeht, dass nicht nur Studierende sich die süddeutsche Verwirrungsgrafik angesehen haben und dann nicht mehr wussten, was Plagiat ist und was nicht, sondern wenn man zusätzlich postuliert, dass breite bürgerliche Schichten sich dort ihre Meinung zum Thema Schavan abgeholt haben, dann wird natürlich verständlich, warum die Schavanisten den Erfolg verbuchen können, dass viele Menschen an eine politische Verschwörung gegen Schavan glauben. Der Tagesspiegel hat dazu mal recherchiert:

„Obwohl führende Berliner Christdemokraten den Vorwurf erheben, die Alma Mater von Annette Schavan habe ein politisch gesteuertes Verfahren gegen die Wissenschaftsministerin inszeniert, bleibt die Gegenwehr erstaunlich matt. […] Hinter den Kulissen der Hochschule wird allerdings intensiv darüber debattiert, ob diese zurückhaltende Art der Verteidigung angesichts der massiven Anwürfe ausreicht.“[7]

Aber es sind ja nicht bloß die Berliner CDUler, sondern zusätzlich namhafte Netzwerker aus Wissenschaft und Medien, die sich offenbar auf eine falsche Infografik stützen und dann meinen, Annette Schavan wäre der Doktor ungerechtfertigt entzogen worden. Das ist ja durchaus verständlich, wenn man nur solche Beweise angeschaut hat und ansonsten völlig von der Integrität der Hochstaplerin überzeugt ist. Dennoch ist es falsch, und vor Gericht wird Schavan der Täuschungsvorsatz nachgewiesen werden.

Charakteristik der Düsseldorfer Akteure

Mehr Leute suchen nach Rohrbacher und der SPD als nach Rohrbacher und Schavan. Hinweis auf: Nichts.

Mehr Leute suchen nach Rohrbacher und der SPD als nach Rohrbacher und Schavan. Hinweis auf: Nichts.

Bis auf einen defamatorischen Artikel von Heike Schmoll über die Doktorarbeit des Düsseldorfer Uni-Rektors Hans Michael Piper und ein „Sorgfalt im Umgang mit Texten“ lobendes Porträt von Jürgen Kaube über den Düsseldorfer Dekan Bruno Bleckmann ist wenig über die Düsseldorfer Akteure bekannt. Ein guter Nährboden für Mythen. Etwa den über Stefan Rohrbachers Parteizugehörigkeit, über die ebensowenig Anhaltspunkte vorliegen wie über die Rotlichtvergangenheit von Bettina W.: Jemand im Berliner politischen Milieu hat das mal so fallen lassen, und seitdem versucht ein Haufen Leichtgläubiger mit Suchmaschinen eine Antwort zu finden. Ohne die mindesten Anhaltspunkte muss man jedoch selbst solche Aussagen widerspruchslos hinnehmen:

„‚Der Rektor ist ein vorsichtiger Mensch‘, erklärt einem dazu einer aus dem Kreis der Insider unter den Hochschullehrern. […] Er fügt noch hinzu, dass der Vorwurf, das Verfahren sei politisch gesteuert gewesen, angesichts der handelnden Personen geradezu absurd sei: ‚Keiner von denen ist links, die sind eher rechts und befinden sich im Widerstand zur rot-grünen Landesregierung.'“[7]

Professoren, die ihren Job machen, befinden sich ebensowenig „im Widerstand“ zur Regierung wie Militärs, die ihren Job machen. Solche Umdeutungen haben hierzulande jedoch Tradition. Viel erhellender ist da, was der kritische Soziologe Detlev Claussen über Prodekan Stefan Rohrbacher schreibt:

„Man versucht seinen Ruf zu beschädigen. Der Mann ist als Wissenschaftler aber untadelig und integer, aber wer weiß das schon, wer hat seine Bücher gelesen? Ich. Kann nur sagen: alles, was er schreibt, hat Hand und Fuß. Man wirft ihm vor, er sei ‚Fachfremd‘. Dabei sind die, die das als Argument vorbringen, universitätsfremd“.[8]

In akademischen Kreisen gelten Bleckmann und Rohrbacher inzwischen als Märtyrer, ergänzt Peter Mühlbauer,[9] und weist nochmal auf die auch nach Schavans Rücktritt weiter bestehenden Netzwerke hin, die der Universität Düsseldorf nun mittelfristig Nachteile bereiten könnten. Dabei sind die Altcusaner und Neugeldempfänger ebenfalls Betrogene, wenn sie Schavan aufgrund von mangelnden eigenen Recherchen glauben, dass diese nicht betrogen habe. Selbst die krassesten Schavanisten behaupten ja nicht von sich, Plagiatssucherarbeit gemacht zu haben.

Betrogene, die lieber glauben als hinzuschauen

„Ich habe inzwischen zweimal die in Rede stehende Dissertation gelesen“, sagt etwa der Theologe und Ex-HU-Präsident Christoph Markschies, und daher sei er sich „sicher, dass Frau Schavan in ihrer Dissertation keinen bewussten Täuschungsversuch unternommen hat.“[10] Nich einmal davon, dass er die gefundenen Übereinstimmungen mit ihren Quellen verglichen habe, spricht er. Das wäre das Mindeste, was man zur Beurteilung eines Plagiatsfalles erwarten muss. Aber wenn die Grafik der Süddeutschen da ausreicht, dann ist eh alles egal. Das tut sie natürlich nicht. Raúl Rojas schreibt:

„Im Unterschied zu vielen Kommentatoren und Verteidigern von Frau Schavan in der Presse habe ich die Beweislage im Internet durchgesehen. Das Wiki schavanplag hat mit zahlreichen Mithelfern die Dissertation von Annette Schavan auf Herz und Nieren überprüft. [Anm.: Das mit dem Wiki und mit den zahlreichen Mithelfern sind offenbar weit verbreitete Irrtümer.] Das Ergebnis lässt für mich als langjährigen Gutachter von Dissertationen keinen Zweifel daran, dass sich hier jemand freizügig aus der Sekundärliteratur bedient hat.“[11]

Denn im Gegensatz zu Schavanplag zeigt die Süddeutsche die wesentlichen Stellen gar nicht. Den Schutzbehauptungen von Schavan und ihren Schavanisten (Süddeutsche hält das für einen Begriff „mit dem im Internet angebliche Schavan-Verteidiger geschmäht werden“[12]) widerspricht die Süddeutsche nicht. Das muss „Robert Schmidt“ schon selbst erledigen, denn die Uni Düsseldorf darf sich ja gegen Medienhetze nicht wehren. Die Müllpresse ist natürlich nicht in der Lage, der skrupellosen Schavan-PR etwas entgegenzusetzen. Gegen Kurt Biedenkopf muss Simone G. antreten,[13] gegen George Turner, Volker Kauder, Heinz-Peter Meidinger ebenfalls.[14] Mit Martin Spiewak geht immerhin Rechtsanwalt Bongartz ins Gericht.[15] Und almasala widmet sich Torsten Krauel und Joachim Dreykluft, vor allem aber dem Vergleich von Plagiat und Völkermord.[16]

Sarkasmus zur Abwehr des Unerträglichen

Dieses Internet macht sich immerhin kollektiv über Die Welt lustig, in der es Tilmann Krause und Torsten Krauel mit ihren Entschuldigungen für Schavans Plagiat überraschend gelang, gleich zwei lustige Meme zu generieren: Krause legte vor und schob alles auf die SPD, so dass bei Twitter #dieSPDwars herumging. Krauel – welch sonderbare Ähnlichkeit von Namen und Denken – legte nach und provozierte den ebenso universell einsetzbaren Hashtag #dasNetzwars.

Dann ist ja alles klar. Stefan Gärtner wundert sich über süddeutsche Rührstücke zum armen Schavänle, die klingen, „als sei ein Kind wegen eines Klingelstreichs zu Arbeitslager verurteilt worden“.[17] Und Thomas Gutschker erklärt in der FAS, dass „das eigentliche Problem, das der Fall Schavan offenbart hat“, im wahrheitsverleugnenden Fehlverhalten der „amtierenden Hohepriester der Wissenschaftsorganisationen“ liegt.[18] Dieser eigentliche Schavan-Skandal – in dem sich Kurt Biedenkopf ja nun auch eine Hauptdarstellerrolle sichern konnte – sei „schlimmer als bei Guttenberg“.[18] Wohl wahr. Dagegen fällt die kritische(!) Bilanz von Heike Schmoll über Schavans Bildungspolitik kaum noch ins Gewicht,[19] darf aber auch nicht unerwähnt bleiben. Für die taz hat derweil Martin Kaul den Titelhandel aufgedeckt, der nicht nur im Bundesbildungsministerium an der Tagesordnung ist:

„Die Universität, die von den Zuwendungen profitierte, machte den verantwortlichen Abteilungsleiter [aus dem BMBF] zum Honorarprofessor an der eigenen Institution.“[20]

Nicht nur Ehrendoktoren und Honorarprofessuren werden heute gegen Leistung in barer Münze vergeben statt gegen wissenschaftliche Leistung, auch der Abraham-Geiger-Preis soll in diesem Jahr als Dank für schlappe 6,9 Millionen Euro verliehen werden – an Annette Schavan.[21] Simonie wurde selbst in der katholischen Kirche abgeschafft und mit Strafen bis zur Exkommunikation bedroht, nachdem sie einen Anlass zur Reformationsbewegung gebildet hatte. Heute blüht in Deutschland hingegen die Schavanie. Auch sie bietet Grund für eine radikale Reformation.

tl;dr: Der Fall Schavan bringt Dinge aus der Müllpresse ans Tageslicht, die niemand wissen will. Es lebt sich auch angenehmer, wenn man nichts davon weiß.

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49 Antworten zu “Plagiat im Boulevard oder die nichtswissende Müllpresse

  1. Entsorgungs- und Recyclingpark Heidegunsthöhe Denzlingen

    Sehr geehrter Blogger,
    wir, das Team vom Entsorgungs- und Recyclingpark Heidegunsthöhe Denzlingen, betreiben mehrere Müllpressen, darunter auch zwei hochmoderne vom Typus ‚Hartmann Häcksler 6000‘ und eine ‚Grundmann Kreiselpresse‘ mit Titanwalzen. Wir sind einer der drei führenden Müllverarbeitungs- und Zerkleinerungsbetriebe Südbadens und würden uns nach jahrelanger Erfahrung seit 1953 mit aller Bescheidenheit als Experten für Müllpressen bezeichnen.
    Von daher appelieren wir hier an Sie: Bitte hören sie auf, Müllpressen zu diffamieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Entsorgungs- und Recyclingpark Heidegunsthöhe Denzlingen

  2. Gelungene Fortführung unseres Artikels mit der sehr detaillierten Analyse. Manchmal muss man auch heruntersteigen – sogar in die „Müllpresse“. Natürlich wird auf dem Boulevard viel Quatsch und Müll breit getreten und regte man sich jedes Mal darüber auf, so wäre man die längste Zeit damit beschäftigt. Trotzdem sollte anhand dieses Beispiels direkt daraufhingewiesen werden, denn bei solch mangelhaften Informationen darf man kaum mehr von Journalismus sprechen. Jeder Laie kann mit max. 2-3 Klicks herausfinden, wo Herr Heidingsfelder mitwirkte und wo nicht. Es geht auch nicht um Herrn Heidingsfelder, denn in die Streitigkeiten, die da entstanden sind, möchten wir uns gar nicht einmischen.

  3. Nein. Der Herr Heidingsfelder kann da nichts für. Der erklärt das der Presse auch immer ganz genau – und dann schreiben die diesen Mist. Gründer des Blogs Schavanplag. Und dabei ist er der Gründer des Wikis Schavanplag. Müsste doch eine Journalist sofort drauf kommen, dass das was völlig anderes ist. In einem Interview hat der Herr Heidigsfelder auch mal versehentlich von „meinem Blog Schavanplag Wiki“ gesprochen: http://www.mittelbayerische.de/nachrichten/artikel/weitere-vorwuerfe-gegen-schavan/878314/weitere-vorwuerfe-gegen-schavan.html Aber da hat die Redaktion dann schnell einen Link hingemacht, damit das nicht missverstanden werden kann. Und „Blog“ ist ja auch eigentlich die bessere Bezeichnung für dieses „Wiki“, denn mitgearbeitet hat da eh keiner.

    Ich finde gut, dass das hier mal wieder klargestellt wird: Die Presse ist dumm. Und der Herr Heidingsfelder bedient diese dumme Presse mit allen Richtigstellungen, die so eingefordert werden. Da kann man dem keinen Vorwurf machen. Darum ist der Streit mit den VroniPlaggern ebenso kleinlich wie die Anmerkungen von Robert Schmidt in seinem Blog Schavanplag (oder war das jetzt das Wiki?). Auch egal:

    „Die von dem halbseidenen Nürnberger Kaufmann Martin Heidingsfelder verbreitete Behauptung, Annette Schavan habe in ihrer Dissertation einen bereits zuvor in einem Sammelband publizierten eigenen Aufsatz wiederverwertet und damit von sich selbst plagiiert (sog. Eigenplagiat), ist falsch. Im Rahmen der Voruntersuchung der Arbeit durch den Promotionsausschuss, deren Ergebnis in Auszügen öffentlich bekannt geworden ist, konnte dieser Vorwurf nicht bestätigt werden (vgl. z.B. Frankfurter Allgemeine vom 14.10.12).

    An der hier vorliegenden Dokumentation war Heidingsfelder zudem, wie fälschlich in Teilen der Medien berichtet wird, in keinster Weise beteiligt. Insbesondere ist er nicht der Urheber dieses Blogs, sondern des epigonal benannten “Schavanplag Wiki”. Darüber hinaus stehe ich mit dem Twitter-Account “Schavanplag @ozapftis”, das ebenfalls von dem Genannten betrieben wird, in keinerlei Beziehung.“ (http://schavanplag.wordpress.com/#hinweis)

    Da fällt einem ja echt nichts mehr zu ein. Was für ein Kleingeist, dieser Herr Schmidt. Da hätte er doch mal bei Herrn Heidingsfelder anrufen können und sich informieren.

  4. Ich muss den Denzlinger titanbewehrten Entsorungspressern recht geben. So eine Müllpresse ist ja schließlich auch nur’n Mensch!

  5. Danke. Gefällt mir sehr gut.

  6. Viele Fürsprecher Schavans aus der Wissenschaft stehen unter dem Eindruck der Befangenheit. Hast Du zufällig eine Erklärung für die Vorgänge in den Medien?

  7. Was ich vergaß: Aus der ZEIT erfahren wir jetzt, dass sich Herr Schmidt sogar ganz am Anfang an Herrn Heidingsfelder gewandt hatte, um ihn um Rat zu fragen: http://www.zeit.de/studium/uni-leben/2013-02/PolitPlag-Interview-Plagiatejaeger/seite-2 Dieser Rat wurde sicherlich auch ausführlich erteilt. Dass Herr Schmidt das nun nicht mehr wissen will, spricht auch für Herrn Heidingsfelders Art und gegen Herrn Schmidt. Ich würde ja vermuten, dass da vor allem Neid im Spiel ist, dass jetzt Herr Heidingsfelder die Frau Schavan gestürzt hat.

  8. @Tristan: Interessant, was man so liest, und wie, wenn die Rollen klar verteilt sind, nicht wahr? Vielleicht mal einen richtigen Heidingsfelder-Rant schreiben, den ich als Artikel bringen soll? Dann aber bitte mit besseren Belegen dafür, dass er der Antichrist ist und die Journaille nur dumm aussehen lässt, indem er ihr die Hucke volllügt.

  9. Tyrannosaurus Rex

    In letzter Zeit war ja häufiger die Rede vom Kwalitätsschurrnalissmuss. Und jetzt kommt auch noch Müll dazu. Ihre Blogs sind aber viel zu schade für die Tonne. Bei Ihrem Beitrag: „VroniPlag-Institut Plagiatsforschung – Reloaded“ zum Beispiel, da haben Sie ja höchst kompromittierendes Material in Unserem Forum entdeckt. Jemand anders aber meinte, Sie hätten da nur Ihren Ironiesensor ausgeschaltet. So sah ich das anfangs auch. Mittlerweile aber glaube ich, dass ich selbst eine Spaßbremse bin und regelmäßig Ihrem Humor unterliege. Jetzt muss ich natürlich aufpassen, was ich hier schreibe. Denn im Dezember mussten danach ja alle kotzen. Das tut mir noch heute leid. Haben Sie eigentlich schonmal überlegt, was VroniPlag, also „man“, d. h. „Wir“, (sie wissen schon: „die Klicke“) jetzt eigentlich so machen, ganz ohne Schavan? „Ein Projekt, das gewiss nicht wegen erwünschter Projektmittel der DFG, des BMBF oder der HRK keinerlei Interesse am Fall Schavan zeigte.“? Haben sich nach der Schavan-Entscheidung vielleicht die Machtstrukturen verschoben? Brauchen Wir mal wieder einen „Putsch“? Sie wissen doch fast alles über Wikis. Über Heidingsfelder sowieso. Gibt es da Ergründetes? Wissen Sie, ich würde ja jetzt gerne etwas dazu sagen. Aber ich habe ja solche „Interessenskonflikte“! Den Anderen kann es gar nicht anders gehen.

    Wenn es Ihnen gefällt, verbleibe ich denn vorerst als Ihr treuer Schavanfan und Schavanist (das ist ja nichts Schlimmes, wie man so twittert).

  10. Schon kurz nach der Machtübernahme durch Schanette Van kam doch der Begriff vom „Schavanismus“ auf, der meinem Verständnis nach ein rein auf Mythen und Glauben basierendes Handeln beschreibt, dass sich bewusst und absichtlich jeder wissenschaftlichen Nachprüfung zu entziehen versucht. Was mich aber irritiert, ist, dass dieser Begriff anscheinend weitgehend unbekannt geblieben ist. Insofern hätte ich weniger an Schavanie als an Schavanismus gedacht.

  11. Dabei habe ich den Absatz über das, was die VroniPlagger im Fall Schavan besonders aufregt, gelöscht, weil er mir zu irrelevant erschien. Man kommt ja gar nicht mehr zur Plagiatssuche, wenn man alles, was im Netz über Heidingsfelder geschrieben wird, kommentieren muss.

  12. Liebes Erbloggtes, haben Sie das etwa falsch gelesen, was ich schrieb? Ich habe – wie Sie – keinen Funken Zweifel, dass Herr Heidingsfelder seit Jahren das Opfer der dummen Medien ist. Er gibt aktuell ein Interview nach dem anderen. Zum Fall Schavan, den er ganz maßgleblich durch seine sachorientierten und wiederholten Rücktrittsforderungen vorangetrieben hat. Zum neuen Politplag, das mit seiner Methodik sicher Maßstäbe setzen wird in der modernen Plagiatsdokumentation. Dass es in diesem Dauerstress zu böswilligen Missinterpretationen durch diese Journalisten kommt, das ist doch klar. Dem Herrn Heidingsfelder bleibt doch kaum die Zeit, das zu lesen, was er an Interviews gegeben hat, weil doch schon der nächste Journalist vor der Tür steht, der alles nur missversteht. Auch die Gründung der Unterstützungsplattform „Schavanplag Wiki Blog“ und des Twitteraccounts „Schavanplag“ sind in allerbester Absicht erfolgt. Und der Erfolg – der Rücktritt von Schavan – gibt ihm recht. Sollte ich mich also falsch ausgedrückt haben, dann bitte ich um Verzeihung. Das war bestimmt alles ein Missverständnis, wie es sonst eigentlich nur in der Müllpresse, aber nicht in einem Qualitätsblog entstehen kann.

  13. @Anette: Man muss da differenzieren und begrifflich sauber bleiben. Schavanismus ist allgemein das Verweigern von Realitätswahrnehmung im Namen des Glaubens, insbesondere jedoch nicht des Glaubens an die Existenz eines höheres Wesen, sondern des Glaubens an die absolut gesetzte Integrität eines Wissenschaftsbetrügers oder einer Wissenschaftsbetrügerin. Schavanie hingegen ist der schnöde Kauf von Ämtern und Titeln, allerdings nicht wie im Mittelalter aus den Mitteln der Privatschatulle, sondern, wie es dem modernen Staatswesen entspricht, aus dem Staatssäckel. Da ist ja auch mehr drin. Man will ja die Preise nicht verderben, und so eine persönliche Ehre, die hat schon ihren Preis.

    @Tristan: Ich habe das ganz ernst gemeint. Das kann man sich natürlich nur mit Belegen leisten.

  14. Liebes Erbloggtes, dann vielen Dank für Ihr schmeichelhaftes Angebot, in diesem Qualitätsblog gastranten zu dürfen! Ich bin aber völlig zufrieden mit dem, was Sie hier immer wieder schreiben und was Sie mit herausragenden Quellen aufzuzeigen vermögen: Hier die dumme Müllpresse, dort Anstand und Umsicht. Was kann man mehr wollen, wenn man umgeben ist von Volltrotteln?

  15. Na zum Beispiel ehrliche Volltrottel.

  16. [MH hat wohl versehentlich das Namensfeld nicht ausgefüllt. ER]

    Herzlichen Dank für die sehr gute Analyse der medialen Situation. Sehr dankbar bin ich für schnelle Hinweise über Fehler in Artikeln. Dann kann ich mit den Journalisten sprechen und schnell die Mängel beheben lassen. Großen Wert lege ich darauf, dass ich die außerordentliche Leistung von Robert Schmidt, trotz seiner Äußerungen über mich, an jeder möglichen Stelle hervorhebe.
    Dass ich immer wieder als „Hochstapler“, „Erpresser“ und „Trittbrettfahrer“ aus Kreisen von VroniPlag Wiki bezeichnet werde, dient übrigens nicht dem gemeinsamen Ziel etwas für die Wissenschaft und Gesellschaft zu leisten.
    Weiterhin schmücken sich einige mit „fremden Federn“ indem sie sich als Gründer oder „Mitgründer“ von VroniPlag Wiki bezeichnen und bezeichnen lassen, Ein solches „Herumlaufen mit falschen Titeln“ sollte für jeden Plagiatssucher beschämend und ein Tabu sein. Deshalb fordere ich auch an dieser Stelle diejenigen von VroniPlag Wiki auf, die gleichzeitig bei Wikipedia eine Rolle spielen, dem Anstand und Ehrlichkeit wieder den Vortritt zu geben. Es wirft ein sehr schlechtes Licht auf VroniPlag Wiki. Das gefällt mir nicht, weil ich als Gründer mit dem Wiki, das „fraglos“1) Geschichte geschrieben hat, auf ewig verbunden bin.

    1) solche geschwollenen Worte habe ich von Karl-Theodor

  17. Vielleicht erwiesene Volltrottel, um im Meme zu bleiben?

  18. Ist schon interessant zu beobachten: Sobald in der Presse von einem „Mitgründer Heidingsfelder“ zu lesen ist, scheint sich ebendieser um nicht anderes zu sorgen, als diesen – in seinen Augen – Kardinalfehler zu korrigieren. Jetzt wabert „Gründer von Schavanplag“ und „Stürzer von Schavan“ auf Basis von Heidingsfelders Interviews langsam auch in die internationale Presse (z.B. http://diepresse.com/home/bildung/universitaet/1344312/Politplag_Mit-20-Euro-die-Jagd-auf-Plagiate-eroeffnen?_vl_backlink=/home/bildung/universitaet/index.do) und nicht mal in hier lesen wir eine Richtigstellung von Heidingsfelder. Scheint, als würde Heidingsfelder solchen „Beifang“ im Rahmen seines Politplag-Projektes ganz gerne mitnehmen.

  19. Da ist ja das Statement von Herrn Heidingsfelder (nun zeitgleich mit meinem Beitrag von eben freigeschaltet). Leider sehe ich keine Änderungen in den o.g. Artikeln (und dutzenden weiteren), obgleich Herr Heidingsfelder diese doch korrigieren lassen wollte. Vielleicht kann Herr Heidingsfelder auch erläutern, wie es zu diesen Missverständnissen kommen konnte. Haben Sie, wie hier unterstellt, mit der Bezeichnung „Gründer (des Blogs) Schavanplag (Wiki)“ gespielt und mehr oder weniger bewusst in Kauf genommen, dass daraus die o.g. Fehlinterpretationen erwachsen?

  20. Die wirklich interessante Frage ist doch was anderes: Es interessiert keinen, wer bei Wikia jetzt das Anmeldeformular ausgefüllt hat. Das dauert keine 5 Minuten und das schaffen auch Bots. Ich könnte wohl auch Schimpansen darauf dressieren, wenn ich Schimpansen hier hätte.
    Die wirkliche Frage ist doch eher, wer wirklich die Arbeit macht und wer wirklich die Plagiate sucht. Und da, das muss man jetzt mal klar sagen, hat Herr Heidingsfelder im Fall Schavan nichts getan. Der Anstoß kam von ‚Robert Schmidt‘. Auch in der sonstigen Arbeit von Vroniplag kann er recht wenig beisteuern, da er bekanntlicherweise dort gesperrt ist.
    Herr H. stellt sich jetzt in den Medien aber als DER Plagiatsjäger schlechthin dar und pusht seine eigene Plattform. Journalisten neigen zwar dazu, durchaus mal ein paar Sachen falsch darzustellen, er kann mir aber nicht erzählen, dass er in den gesamten Journalistengesprächen die Sache nicht richtig darstellen könne. Hier schmückt er sich mit fremden Federn. Diese gesamte Debatte um die Gründerschaft ist ja echt egal.

  21. Ach, frau muss aus so vielen Gründen kotzen.

  22. @Michael Schmalenstroer: Diese Gründer-Terminologie, die Herrn Heidingsfelder zur eigenen Identitätsbildung notwendig zu sein scheint („auf ewig verbunden“), basiert schlicht auf einen Trugschluss, den Sie andeuten: Wir stellen uns unter einem Wikigründer wahrscheinlich zunächst so etwas vor wie einen Unternehmensgründer. Dabei ist ersteres tatsächlich eine Sache von fünf Minuten, letzteres vielleicht eine Lebensleistung. Spricht man vor diesem Hintergrund nun aber mit der Presse als „der Gründer von VroniPlag (Wiki)“ und „der Gründer von SchavanPlag (Wiki)“, dann scheint das verlockende doch zu sein: Man sagt da formal etwas richtiges, bedient sich aber in der eigenen medialen Inszenierung doch der naheliegenden Analogie zu dem „Chef zweier Unternehmen mit dem Namen VroniPlag und SchavanPlag“. Genau diesen Trugschluss scheint sich mir Herr Heidingsfelder schon bei VroniPlag zu nutze gemacht zu haben. Sollte er nun auch noch die Verwechslungsgefahr zwischen „Schavanplag (Blog)“ und „Schavanplag (Wiki)“ (bewußt?) in Kauf genommen haben, wäre das tatsächlich: schlichte Hochstapelei.

  23. Ich denke, Michael und Samuel, dass Ihr etwas daneben liegt. Ich stimme voll zu, dass die eigentliche Frage ist, wer wirklich die Arbeit macht. (Der Unternehmer macht übrigens nicht wirklich die Arbeit, er stellt/beschafft/benutzt das Kapital und entscheidet, was gearbeitet wird. Die Analogie ist also ungeeignet.) Man kann im Fall Schavan wohl mit minimalen Ungenauigkeiten behaupten, dass ausschließlich „Robert Schmidt“ die Arbeit gemacht hat. Von VroniPlag hat, selbst in der Phase, als sie sich noch nicht offiziell entschlossen hatten, dass sie Schavan nicht öffentlich machen wollen, sonst niemand etwas Nennenswertes dazu geleistet.

    In dem Sandkastenstreit zwischen Heidingsfelder und der VroniPlag-Klicke geht es aber nur um die Bezeichnung Gründer, weil beide Seiten dieser Bezeichnung eine mythische Bedeutung zumessen und damit ihre propagandistischen Ziele verfolgen. Das basiert jedoch auch auf einer gewissen faktischen Grundlage, die man nicht unter den Tisch fallen lassen sollte:
    Als Gründer eines Wikia-Wikis hat man dort organisatorische Privilegien: Macht. Man kann Rechte vergeben und entziehen. Heidingsfelder hat den Fehler gemacht, Leuten Administrator- und Bürokratenrechte zu erteilen, die ganz andere Interessen verfolgt haben als er selbst. Es kam zum Konflikt, und die von Heidingsfelder ernannten Admins haben dem Gründer die Bürokratenrechte aberkennen lassen. Dafür brauchten sie den Wikia-Avatar (die genauen Funktionsbezeichnungen müsste ich selbst nochmal nachlesen), also jemanden von außen, der sogar die Gründerprivilegien entziehen kann. Ich habe das damals als Putsch bezeichnet. Das tragen mir die VroniPlagger offenbar immer noch nach (s.o.).
    Indem Heidingsfelder also behauptet, Gründer zu sein, propagiert er, dass seine damalige De-Bürokratisierung und die anschließende Eskalation bis hin zum Ausschluss, illegitim war. Wer bestreitet, dass Heidingsfelder VroniPlag-Wiki-Gründer war, propagiert, dass es keinen Putsch von Leuten gegeben habe, die ihre Rechte erst von dem, gegen den sie dann putschten, bekommen hatten. (Den meisten Leuten, die von Gründern, Mitgründern, Nichtgründern usw. sprechen, sind solche Zusammenhänge nicht klar, nehme ich an.

    Aber zurück zu der Frage, wer eigentlich die Arbeit macht: Einige VroniPlagger haben offenbar zu viel damit zu tun, Heidingfelder überall den Gründerstatus abzusprechen, als dass sie noch großartige Plagiatssucherleistungen vollbringen könnten.
    So ist halt der Effekt, wenn man sich nicht einigen kann: Die Kosten, die aufgewendet werden müssen, um sich gegenseitig zu bekämpfen, steigen auf beiden Seiten stetig an.

  24. @Erbloggtes: Wikia regelt das alles ziemlich eindeutig:

    „Questions of ownership on Wikia have several aspects:
    ◾The site itself, and the Wikia trademarks, are owned by Wikia, Inc..
    ◾The copyright of a particular edit is owned by the person who made that edit.
    ◾The wikis are owned by the communities. No one user owns any wiki on Wikia. Founders are those who requested a wiki be created, but ownership of that wiki resides with the community as a whole, not only with the founder.

    Be aware that you are editing a site which is open to edits from any other person. If you do not want your writing to be edited mercilessly and redistributed at will, then do not submit it!

    Believing that an article has an owner of this sort is a common mistake people make on wikis.“ (http://community.wikia.com/wiki/Community_Central:Ownership)

    Das ist bei einem Unternehmensgründer sichtlich anders, ganz gleich, was er nun in das Unternehmen investiert haben mag. Agiert der Unternehmensgründer gleichzeitig auch als Geschäftsführer z.B. einer GmbH, dann kommt hinzu: Dieser Gründer kann Rechtsgeschäfte im Namen des Unternehmens tätigen und er kann stellvertretend für das Unternehmen sprechen. Alles das ist in einem Wiki auf Wikia (!) grundlegend anders. Und deshalb hat die Community eines Wikis auch das Recht, einem Bürokraten seinen „besonderen Status“ innerhalb der Community zu entziehen. Das ist kein Putsch, das ist ein Grundprinzip eines auf Wikia (!) gegründeten Wikis. Insofern geht a) Ihre Putsch-Analogie fehl und b) verkennen Sie, dass Heidingsfelder – einmal auf den Geschmack gekommen – durchaus mit der o.g. Begriffsverwirrung medial spielt. Ganz am Anfang nämlich, hatte er offensichtlich noch ein Bewusstsein davon, wie Wikia-Communities eigentlich funktionieren:

    „‚Goalgetter‘ war Mitarbeiter bei Guttenplag und ist Initiator des Nachfolgeprojekts VroniPlag. Wohlgemerkt: Initiator. Einen Chef gibt es dort nicht. Sonst, so erzählt ‚Goalgetter‘, würde wahrscheinlich keiner mehr mitmachen. Auch wenn jemand anfangen würde, jetzt durch die Talkshows zu tingeln, dort ‚den Kämpfer gegen das Abschreiben‘ zu geben und die Ehre für sich einzuheimsen, gäbe es Ärger. Insofern ist das schon ein Grund, seine Birne und seinen Namen rauszuhalten (ein anderer ist der, dass einen Publicity nur von der Arbeit abhält).“ (http://blog.nz-online.de/vipraum/2011/07/13/wie-arbeitet-vroniplag/)

  25. Sehr hellsichtig, was er damals erklärte.
    Das bestreite ich gar nicht, dass Heidingsfelder mit Begriffsverwirrungen spielt. Inwiefern er das geplant tut, das ist eine andere Frage. Sie würden ja nun auch nicht behaupten, dass der in den Regularien erwähnte „Founder“-Status von der Community aberkannt werden könnte.
    Wenn Sie einen Link haben, in dem das Verfahren, mit dem Heidingsfelder der Bürokratenstatus entzogen wurde, als Wikia-Standard festgeschrieben ist, wäre ich sehr interessiert.
    Was ein Putsch ist, und was nicht, das ist ja durchaus auch in der aktuellen Politik öfter mal die Frage. Eine Volksrevolution ist kein Putsch, eine allgemeine Wahl ebenfalls nicht, die Machtaneignung durch eine dem Herrscher zuvor untergeordnete Elitengruppe sehr wohl.

  26. @Mit Ihren dem „Staatswesen“ entlehnten Analogien kommen Sie mMn nicht weiter. Sie sehen offensichtlich nicht, dass man mit dem Anlegen eines Wikis auf Wikia den dort geltenden Regeln unterworfen ist und weder Eigentum erwirbt noch eine besondere Form von Herrschaft. Wenn man von Herrschaft sprechen möchte, dann hat Wikia diese inne – denn allein Wikia haftet als Betreiber auch für die Inhalte eines dort angelegten Wikis und trägt die Kosten für den Betrieb der Plattform.

    Aber, sei’s drum. Hier der von Ihnen erbetene Link: http://community.wikia.com/wiki/Help%3AAdministrators%27_how-to_guide#Bureaucrat_Status Heidingsfelder wäre also damals gut beraten gewesen, kein Wiki auf Wikia anzulegen und um eine Community zu buhlen, sondern gleich so etwas wie Politplag auf einer eigenen Plattform in Gang zu setzen. Dann wäre tatsächlich ein Putsch notwendig gewesen – hätte das überhaupt jemals so funktioniert -, um die „Herrschaft“ über dieses Wiki erringen zu können. Da es alles so nicht war, müsste sich Herr Heidingsfelder irgendwann einfach mal mit den Konsequenzen seiner anfänglichen Fehlentscheidung abfinden: er meinte offensichtlich etwas dauerhaft mit ihm Verbundenes zu gründen und tat das offensichtlich mit dem falschen Klick auf der falschen Plattform. Irrtum schützt bekanntlich vor den Konsequenzen nicht.

  27. @Erbloggtes war der letzte Kommentar. Könnten Sie evtl. nachtragen.

  28. Danke für den Link!
    Hier die einzigen Ausführungen zum Entzug des Bürokratenstatus im Wortlaut:
    „Only Wikia Staff, Wikia Utilities, Helpers and the user themselves can remove bureaucrat status from a user, usually at the request of the user, or, in the case of inactive users, at the request of the currently active community, if a user is denied from adopting a wiki or if abused.“

    Und hier die Formulierung, wie sie im Juni 2011 lautete:
    „Only Wikia Staff can remove bureaucrat status from a user, usually at the request of the user, or, in the case of inactive users, at the request of the currently active community.“

    Dann überprüfen wir doch mal, ob diese Bedingungen für den Entzug eines Bürokratenstatus damals gegeben waren:
    1. Anfrage des zu entbürokratisierenden Benutzers: Nein.
    2. a) Inaktiver Benutzer: Nein. Zusätzlich wäre erforderlich gewesen:
    2. b) Anfrage der aktiven Community: Nein.

    Komisch, nicht wahr?

    Für alle, die damals nicht live dabei waren, hier nochmal mein Artikel, um den es hier geht: Putsch der VroniPlag-Admins vom 18. Juli 2011.
    Die Attacken von VroniPlaggern gegen den Begriff Putsch begannen mit dem ersten Kommentar, der so begann: „Mal ganz doof gefragt: Wie können Leute, die bereit an der Macht sind, Macht erputschen?“

  29. Tyrannosaurus Rex

    „Heidingsfelder hat den Fehler gemacht, Leuten Administrator- und Bürokratenrechte zu erteilen, die ganz andere Interessen verfolgt haben als er selbst.“
    Es stimmt, dass Heidingsfelder ganz andere Interessen verlogte. Das bestreitet er ja heute selbst nicht mehr. Implizit verbrigt sich in dieser Argumentation aber bereits eine falsche Prämisse. Demnächst vielleicht mal mehr dazu … (Sie sehen, mein Humor ist schon nicht mehr ganz frisch, daher besser nicht hier und heute).

    P.S. Mein letzter unangemeldeter Post ist nicht durchgekommen. War der wirklich zu trollig?

  30. @Erbloggtes: Offensichtlich sah Wikia die Notwendigkeit der Ergänzung von: „abuse“ (müßte man mal schauen, wann das da aufgenommen wurde). Dass faktisch wohl auf genau dieser Basis entschieden wurde, sieht man an der damaligen Entscheidungsfindung und Umsetzung durch die Wikia-Verantwortlichen: Innerhalb von 1 1/2 Tagen war damals die Sache entschieden und Herr Heidingsfelder seinen „Titel“ los: http://de.vroniplag.wikia.com/wiki/VroniPlag_Wiki:Entscheidungen/B%C3%BCrokratenstatus_Benutzer:Goalgetter#Konsequenz Wenn ich es recht verstehe, haben Sie formale Bedenken gegen diesen Titelentzug und vermuten was genau dahinter?

    Danke für den Link auf Ihren Kommentar zu den Vorgängen.

  31. @Erbloggtes: In der Tat – relativ bald nach der Entscheidung im VroniPlag Wiki wird das ergänzt: http://community.wikia.com/wiki/Help:Administrators%27_how-to_guide?diff=next&oldid=921459 mit dem Editkommentar: „Theres more reasons why they should be demoted“.

  32. Zu Ihrem damaligen Artikel: Wie ja inzwischen bekannt ist, hat Heidingsfelder bereits kurz nach dem Start von VroniPlag seine ersten kommerziellen Aufträge angenommen (http://www.succedeo.de/profil.htm) und später dann zugestanden, dass er genau aus diesem Grund zu GuttenPlag gestoßen war: „Heidingsfelder […] kam nur durch einen Zufall zu Guttenplag als er überlegte Anfang 2011, wie man mit sozialen Netzwerken Geld verdienen kann“ (http://de.guttenplag.wikia.com/wiki/Pressespiegel/Eintrag/2011-12-14_MDR_JUMP:_Jahresrückblick_2011:_Guttenplag_-_Karl-Theodor_zu_Guttenberg_tritt_zurück – s.a. http://www.welt.de/politik/deutschland/article13527060/Karriere-des-VroniPlag-Gruenders-geht-langsam-zu-Ende.html). Heute springt er mit seinem Politplag passgenau auf den „Schavanzug“ und nutzt offensichtlich die Gelegenheit, entsprechende Werbung für sein kommerzielles Angebot kostenfrei zu schalten. Damals spekulierten Sie noch über ähnlich gelagerte, eigentliche Interessen der „Putschisten“. Konnte das inzwischen analog verifiziert werden? Ist gar das Treiben der aktuellen „Klicke“ (wie Sie immer so schön abfällig schreiben) darauf zurückzuführen, dass Heidingsfelder den Schlagabtausch gewonnen hat? Da hätte ich dann auch gerne: Quellen. Heute sollte es da mehr geben als Mails von (vorgeblichen) Insidern, die Sie damals paraphrasierten.

  33. @Samuel: Du bist erstaunlich gut informiert. Wikia?

    @Erbloggtes: Gute Punkte von Samuel. Bin gespannt auf ihre Antwort. Der entscheidende Punkt war damals mW tatsächlich, dass in der Community bekannt wurde, dass Heidingsfelder
    [… entfernt, was Heidingsfelder angeblich alles getan haben soll. Was ihm tatsächlich vorgeworfen wurde steht hier. Erbloggtes]
    hatte. Zur Rede gestellt, war Heidingsfelder nicht in der Lage, diese Punkte öffentlich transparent zu machen. Die Folgen sind bekannt.

  34. @Kroete | 13. Februar 2013 um 16:31 | Ach, frau muss aus so vielen Gründen kotzen.

    Sie sollten weniger Kaffee trinken und weniger kotzen.

  35. @Tyrannosaurus Rex: Wenn es der ist, den ich meine, fehlte jeder Inhalt, und er hätte ebensogut von jedem kommen können, der nur den T-Rex diskreditieren will.

    Im Übrigen muss ich nicht mit VroniPlaggern diskutieren, die sich dumm stellen, dann aber ganz schlau sein wollen. Da blogge ich doch lieber was.

  36. Tyrannosaurus Rex

    @Erbloggtes: Vielleicht bin ich ja auch so dumm und brauche mich gar nicht dumm zu stellen. Ich fand den nämlich gar nicht so schlecht (vorausgesetzt, wir reden über den gleichen Kommentar).

  37. Pingback: Der Ruf von VroniPlag und seine Gründer | Erbloggtes

  38. Koffeinfrei, Vomex. *sich inkl. Sofa trollt*

  39. By the way wurde heute wieder ein Artikel korrigiert: Auch ntv schreibt heute nicht mehr, dass ich „Gründer von Schavanplag[sic]“ bin, sondern „Gründer von Schavanplag Wiki.“ Und es gibt weitere Bücher von Schavan mit Fremdplagiaten. Wer hat die entdeckt? SchavanPlag Wiki hat die entdeckt. Warum lief die Nachricht wohl vor der entscheidenden Sitzung im 20 Minutentakt auf Nachrichtensendern? Doch nicht um mein Geschäft anzuschieben.

    Leute ihr hättet die Plagiatssuche und VroniPlag Wiki beerdigen können, wenn Schavan den Titel behalten hätte. Entweder ihr lernt in dem Spiel an einem Strang zu ziehen oder ihr gefährdet eure Lieblingsbeschäftigung.

    So und wer von der unentgeltlichen Plagiatssuche in die entgeltliche wechseln will, kann gerne sich bei uns initiativ bewerben. Reich wird man dabei nicht. Wir haben jedenfalls eine Menge Spaß und es dient insgesamt einer guten Sache. Wir verraten euch auch nicht bei den anderen VroniPlaggern.

  40. Auf n-tv steht: „SchavanPlag Wiki: Im Mai 2012 erhebt Heidingsfelder auf SchavanPlag Wiki Plagiatsvorwürfe gegen die damalige Bildungsministerin.“[1]
    Das mag zwar richtig sein. Es ist aber eine Relevanzzumessung, die die Realität verhöhnt.

    Und Du möchtest wirklich Leute engagieren, denen Du seit über einem Jahr Mobbing vorwirfst? Willst Du die dann auch zu PolitPlag-Bürokraten ernennen?

  41. @Erbloggtes: Sie möchten es immer noch nicht wahrhaben, oder? Der Kasten am Anfang des Interviews spiegel genau das, was Heidingsfelder augenscheinlich so denkt: Von GuttPlag Wiki (Schwarm) über VroniPlag Wiki (Gründer) über SchavanPlag Wiki (Gründer) zum PolitPlag Wiki (Gründer). Ob die zwei auf diesem SchavanPlag Wiki hingeworfenen Halbsatz-Plagiate irgendwas mit dem Verfahren an der Uni Düsseldorf zu tun hatten, ist letztlich egal. Heidingsfelder hat im Mai 2012 „Vorwürfe erhoben“. Er hat das Wiki, auf dem diese Vorwürfe erhoben wurden, gegründet. Alles andere blebt gerne der Einbildungskraft des Lesers überlassen…

  42. Es gibt m.E. im wesentlichen zwei ‚Strahlenquellen‘ des „Gründer der Enthüllungsplattform SchavanPlag“ ohne den Zusatz Wiki. Die Hamburger Morgenpost und der Focus. Beide Redaktionen und einige mehr wurden von mir über den Mangel informiert. Vielleicht sollten sich die Kritiker an mir einmal kritisch mit dem Journalismus auseinander setzen. Es ist mir völlig fremd mich für etwas relativ unbedeutendes wie SchavanPlag Wiki selbst zu rühmen. Solche Faktenmängel resultieren daraus, dass Journalisten sich nur Zitate genehmigen lassen und uninformierte Helfer, Schürzentexte, Side-Kicks, Überschriften formulieren ohne das Thema auch nur ansatzweise zu durchdringen. Ungeprüft wird dann solcher „bullshit“ endlos reproduziert. Bestes Beispiel: „Heidingsfelder überprüft Wanka“ aus „ich bestelle mir Wankas Dissertation in der Bibliothek“. Wer immer dabei helfen will solche Missstände zu beseitigen, sei dazu aufgerufen. Allerdings sind freundliche Anrufe und Mails erfolgreicher und hilfreicher als wüste Beschimpfungen und Beleidigungen in Kommentaren oder in meinem Lemma auf Wikipedia. Es wundert mich sehr, dass einige Aktive von VroniPlag Wiki sich zu Beleidigungen hinreißen lassen. Mit Anstand hat das nichts zu tun, sondern etwas mit Unkenntnis über die Medienwelt und blinden Hass über die mediale Berichterstattung über http://www.politplag.de

  43. Hallo Erbloggtes,

    weil ich Kröte ganz ganz ungern kotzen sehe, überlege ich, aus meiner Privatsammlung hier ein Chatlog mit einem gewissen Goalgetter reinzugeben von damals, als er sich während der Untersuchung in die „mediale Verwertung“ des Plagiatsfalles Daniel Volk zu drängen versuchte mit ähnlichem Impetus, wie Heidi das mit Schavan durchgezogen hat. Schon damals hat er diesen Mist behauptet und alles auf die Journaille geschoben.
    Das Chatlog ist ganz lustig, wie ich überhaupt über lustige Chatlogs mit „Goalgetter“ verfüge.
    Hat das hier eine Chance auf (auszugsweise?) Veröffentlichung?
    Ist wirklich lustig und spannend! So nah an der Realität!🙂

  44. Verfremdete Chatlog-Auszüge sind ja inzwischen ein regelrechtes Literaturgenre geworden, das zwar nichts beweist, aber das Publikum unterhält. (Genau: „So nah an der Realität!“) Selbstverständlich bieten wir dem Publikum nur das Beste.

  45. Hier mal ein O-Ton von Heidingsfelder aus einer Vorstandssitzung des KV Fürth der Piraten im Dezember 2012: http://kompass.info-screen.net/audio/121206_VS_KV-Fuerth_Protokoll.mp3 Ab 14:20 kann man hören, dass Heidingsfelder natürlich bei GuttenPlag „einer der fleißigsten“ war. Was auch sonst? Wenn schon nicht Gründer, dann doch wohl Fleißigster! z.T. ganz lustig, wie Heidingsfelder meint, allein durch Nennung seines Namens Stimmen für die Piraten einzufahren glaubt. Köpfe statt Themen?

  46. @Martin Heidingsfelder: Das heisst, dass alle ihre wörtlichen Aussagen über Wanka, die die Morgenpost in ihrem „Exklusiv-Interview“ mit Ihnen zitiert, sind falsch wiedergegeben?

    „Der Gründer der Plattformen SchavanPlag und VroniPlag hat angekündigt, auch die Dissertation der designierten neuen Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) überprüfen zu wollen. „Das werde ich jetzt natürlich tun“, sagte Martin Heidingsfelder der „Hamburger Morgenpost“ (Montagsausgabe). Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel steht auf seiner Liste.

    Die 61-jährige Wanka hatte ihre Arbeit im Fach Mathematik unter dem Titel „Lösung von Kontakt- und Steuerproblemen mit potentialtheoretischen Mitteln“ im Jahr 1980 an der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg abgeschlossen. „Grundsätzlich ist die Überprüfung von naturwissenschaftlichen Arbeiten immer etwas schwieriger. Da brauchen Sie jemanden aus dem jeweiligen Fach, der einen unterstützt. Ein Einzelplagiatsjäger ist da überfordert“, so Heidingsfelder.“ (http://www.mopo.de/politik—wirtschaft/nach-ruecktritt-von-annette-schavan-doktor-jaeger-heidingsfelder–jetzt-nimmt-er-sich-merkel-vor,5066858,21715864.html)

    Sie haben der Morgenpost tatsächlich gegenüber nur gesagt, dass Sie die Arbeit bestellen werden und dann auf Ihren Nachttisch legen?

  47. @Plaqueiator Das erinnert mich aber auch an einen anderen Chat zu dem Thema, als eine andere Person meinte, Dv zu „verwenden“. Ich war nicht dabei, aber ihr hattet mir später die Logs gegeben. So unsympathisch mir das Auftreten von Heidingsfelder ist, andere verhalten sich genauso und mE in mancher Hinsicht sogar noch schlimmer.

  48. Pingback: Mit der Theologie (k)ein Staat zu machen | Erbloggtes

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