Was Rektor Piper den Uni-Mitarbeitern erklärt. Und was die Öffentlichkeit dem entnehmen kann

Erregte solche Unverschämtheit, wie sie von Annette Schavan und ihren Getreuen gegenüber der Universität Düsseldorf an den Tag gelegt wurde, zwar den dortigen Rektor Hans Michael Piper, so bemühte er sich dennoch stets um einen höflichen Ton, der Sympathie für Schavan und Respekt für ihr politisches Wirken zum Ausdruck brachte. In einem Rundbrief „An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität“, der Anfang März auf der privaten Homepage von Prof. Peter Kern öffentlich gemacht wurde, bekundete Piper am 22. Februar etwa:

„Warum sollte die Universität Interesse daran haben, eine allseits erfolgreiche und beliebte Wissenschaftsministerin zu Fall bringen zu wollen? Das bringt doch nur Ärger. Frau Schavan hat für die Wissenschaft in Deutschland viel erreicht.“

Das ist übermäßig freundlich formuliert. Und inzwischen werden auch mehr Stimmen laut, die solchen Behauptungen (wie sie ja ursprünglich in dem Kontext geäußert wurden, dass ihr Plagiat Schavans „Lebensleistung“ nicht zerstören solle) dezidiert widersprechen: „Politik für die Spitze“ war Schavans „Erfolgsmodell“, und was „in Erinnerung bleiben wird, lässt sich sämtlich der Forschungspolitik zuordnen“. Die „gefeierten Leuchttürme“ wurden durch Verdunklung ringsum zum Erstrahlen gebracht.[1]

Im Licht der Öffentlichkeit

Doch selbst Pipers Schavan-Lobhudelei kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie scharf er in dem Rundbrief das Verhalten Schavans und ihrer Gefolgsleute in der Plagiatsaffäre kritisiert. Besonders aufhorchen lässt dabei die Ankündigung:

„Und natürlich werden wir auch die Erfahrungen, die wir im Plagiatsverfahren Schavan gemacht haben, interessierten Wissenschaftskreisen zur Verfügung stellen.“

Die interessierten Kreise existieren zweifellos. Man darf also gespannt sein, ob und wie vor dem Jahr 2043, in dem erste Freigaben von Archivalien zur Causa Schavan zu erwarten wären, die Erfahrungen der Universität bekannt gemacht werden. Piper beantwortet verschiedene Fragen zum Fall Schavan – auch wissenschaftstheoretisch, unter Verweis auf das Publizitätsprinzip, das jedem die selbständige Prüfung wissenschaftlicher Arbeiten freistellt:

„Gibt es für die Überprüfung eine Verjährungsfrist? Nein, schon deshalb nicht, weil die Wissenschaft sich in einem historischen Kontinuum bewegt. Sollte Albert Einstein in seinen Arbeiten getäuscht haben, kann es die Wissenschaft befördern, dies heute klarzustellen.“

Ironischerweise gibt es – im Anschluss an die Erforschung der wissenschaftsgeschichtlichen Voraussetzungen der Relativität – umfangreiche Debatten darüber, ob Einstein die Relativitätstheorie plagiiert hat. Das ist hundert Jahre her und ein Wissenschaftskrimi wie die Diskussion um Darwins plagiierte Evolutionstheorie vor 150 Jahren. Vielleicht dachte Schavan ja sogar, dass ihre berühmte Entdeckung der „Schavanschen Gewissenstheorie“ erst so richtig anerkannt sein würde, wenn man sie mal auf ihre Vorbilder hin untersucht. Piper fährt fort:

„Aus dem gleichen Grund ist es auch legitim, nach 32 Jahren die Veröffentlichung einer Doktorarbeit auf Plagiate zu untersuchen. […] Hierbei war auch zu berücksichtigen, dass Frau Schavan selbst um eine Überprüfung gebeten hatte. Es kann nicht sein, dass man einerseits eine Untersuchung positiv fordert, diese dann aber auf Grund des Zeitablaufs als unverhältnismäßig zurückweist, sobald sich mögliche negative Ergebnisse abzeichnen.“

Doppelmoral

Opportunismus bis hin zur Doppelmoral konstatiert Piper hier – ohne freilich solch scharfe Begriffe zu verwenden. Klarere Worte findet er gegenüber dem Vorgehen der Schavan-Unterstützer:

„Im Lichte all dieser Sachverhalte erscheint zunächst schwer verständlich, warum die Heinrich-Heine-Universität bei der Untersuchung der Doktorarbeit ihrer ehemaligen Studentin Schavan sich in einem permanenten Belagerungszustand wiederfand. Die beteiligten Wissenschaftler/innen sahen sich bis zur Bedrohung reichenden, sehr privaten Nachstellungen und unflätigsten Beschimpfungen ausgesetzt.“

Was im Oktober bloß gerüchteweise kursierte und im Stichwort „Polizeischutz“ kulminiert, wird damit einigermaßen offiziell bestätigt. Was konkret vorfiel, und wer dafür verantwortlich war, ist zwar weiter unbekannt. Doch der wohlinformierte Leser wird sich seinen Teil denken können. Von den Attacken der Schavanisten nimmt sich Piper sodann die öffentlich und mit institutioneller Macht Vorgetragenen ausgiebig vor:

„Innerhalb und außerhalb der Universität stehe ich mit meinem Unverständnis nicht allein, was die mehrfach erfolgten Versuche von Vertretern großer Wissenschaftsinstitutionen angeht, das Verfahren der Universität in Misskredit zu bringen. Dass bei diesen Vertretern eine wirtschaftliche Abhängigkeit von genau dem Ministerium besteht, dem die ehemalige Studentin bis heute als Ministerin vorstand, tröstet wenig. In anderen Fällen haben die gleichen Vertreter auf unnachgiebige Verfolgung von Verstößen gegen die wissenschaftliche Redlichkeit gepocht.“

Doppelmoral und von den eigenen materiellen Interessen geleitete Einflussversuche stellt er damit nicht nur bei Schavan, sondern auch bei den Schavanisten fest. Doppelmoral und fortgeschrittene Korruption in Teilen des Wissenschaftsbetriebs, als deren Symptom auch ein auffällig devotes Verhalten gegenüber Polit-Eliten erscheinen mag, machten den Fall Schavan seit Oktober 2012 noch weitaus entlarvender und peinlicher für die deutsche Wissenschaftslandschaft, als Schavans altes Dissertationsplagiat je sein konnte. Obwohl sich die „großen Wissenschaftsinstitutionen“ durch ihr Verhalten selbst desavouierten, muss Piper erneut die Universitätsangehörigen in Schutz nehmen:

„Ich möchte mich als Rektor ausdrücklich vor die am Verfahren mitwirkenden Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Studierenden und Universitätsangehörigen stellen und ihnen danken, dass sie sich durch diese und andere, bis an die Grenze eines Skandals gehenden Einflussversuche nicht haben beirren lassen.“

Schwer verständliche Privilegien

Auf den Machtmissbrauch und die diesen gefügig hinnehmenden korrumpierten Großforschungsorganisationen reagiert Piper mit Kopfschütteln:

„Schwer verständlich ist auch, warum es unwidersprochen blieb, dass die ehemalige Studentin eine spätere Abwehr des zunächst mit ihrer Zustimmung eingeleiteten Verfahrens in die Worte kleidete: ‚Ich werde kämpfen. Das bin ich mir schuldig, und das bin ich der Wissenschaft schuldig.'“

Hier knüpft Piper durch die Wiederholung der Formel „schwer verständlich“ daran an, was er oben als „zunächst schwer verständlich“ bezeichnet hatte, nämlich „Belagerungszustand“, „Bedrohung“, „Nachstellungen“ und „Beschimpfungen“. Doch für all diese Faktoren findet Piper einen Schlüssel zum Verständnis in Schavans Machtposition und ihrer daraus abgeleiteten Beanspruchung von Privilegien:

„Der Schlüssel lag offensichtlich darin, dass die ehemals junge Wissenschaftlerin jetzt eben keine solche mehr war, sondern eine erfolgreiche Politikerin mit hohem Staatsamt, und dieser Umstand Gelegenheit gab, eine besondere Behandlung einzufordern. Dem hat die Universität aus ihrem akademischen Selbst- und Rechtsstaatsverständnis heraus nicht entsprechen können.“

Für Schavan wurde von Anfang an das Privileg besonderer Behandlung beansprucht: Anonyme Plagiatsvorwürfe? Muss sie nicht drauf eingehen. Vorabfreisprüche in der Presse? Das Ergebnis ist alternativlos. Leaks? Machen den Sachverhalt, um den es eigentlich geht, obsolet. Belagerungszustand, Bedrohung, Nachstellungen, Beschimpfungen? Geschieht ihnen recht, wenn sie an nette Mädchen vom Niederrhein solche ungeheuerlichen Ansprüche stellen. Abhängige Institutionen zur sachfremden Verteidigungspropaganda vorschicken? Für irgendwas muss der BMBF-Haushalt ja gut sein.

Trotz seines getragenen Tonfalls deckt Rektor Piper die empörenden Zustände auf, durch die Mächtige in Deutschland „besondere Behandlung“ verlangen und offensichtlich auch erwarten, dass diese ihnen von auf rechtsstaatliche Gleichbehandlung verpflichteten Institutionen illegal gewährt wird! Angesichts dieser Erwartungshaltung, die doch nur aus sonst regelmäßig gemachten Erfahrungen von Bevorzugung erwachsen kann, muss man der Universität Düsseldorf geradezu dafür danken, dass sie Selbstverständlichkeiten wie den Rechtsstaat und die Wissenschaft nicht auf äußeren Druck hin über Bord geworfen hat.

Hörige Massenmedien

Auch die Massenmedien, die ihr Tun gern als Qualitätsjournalismus bezeichnen, aber nachweislich Polit- und Wirtschaftseliten hofieren und sich ihnen anbiedern, bekommen von Piper ihr Fett weg:

„Allerdings ist es meine Pflicht als öffentlicher Vertreter der Heinrich-Heine-Universität, die beteiligten Mitglieder der Universität gegenüber auch in der so genannten Qualitätspresse zu findenden Vorverurteilungen in Schutz zu nehmen. Da ist die Rede von ‚Schande‘ für die Universität‘ (Spiewak – DIE ZEIT), einer ‚Farce‘ (Kretschmer – CDU), ‚einem Trauerspiel mit Überlänge‘ (Schnabel – DIE ZEIT), dem ‚Skandal in der Causa Schavan‘ (Biedenkopf – WELT). Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Gegenmeinungen, dass die Universität penibel ein rechtsstaatliches Verfahren ohne Bonus oder Malus für die Betroffene durchgeführt hat, werden weitgehend ignoriert, auch in der regionalen Presse. Woher aber haben diese Kommentatoren ihre Informationen – und welches Interesse treibt sie an? […] Teilwissen, Uninformiertheit und Voreingenommenheit.“

Besonders erstaunlich an Pipers Schilderung der Zustände im Fall Schavan und seiner merklichen Empörung darüber ist, dass diese Einschätzungen so naheliegend und sachlich unabweisbar sind, dass seit Oktober in diesem Blog – und einer ganzen Reihe von weiteren Blogs – regelmäßig in etwa dem Sinne darüber berichtet wurde, den Piper hier den Universitätsangehörigen als Sichtweise des Düsseldorfer Rektorats vorstellt. Nein, das Erstaunliche ist, dass die Massenmedien nicht in dieser Weise berichteten! Abgesehen vom Tagesspiegel und individuellen Ausnahmen machte sich die Presse in unerträglicher Weise mit Unverschämtheiten gemein, die genau dem demokratischen Rechtsstaat unwürdig sind und ihn aushöhlen, den die Medien als „vierte Gewalt“ schützen sollen.

Woher hatte Biedenkopf eigentlich seine Falschbehauptungen?

Auch hier finden die Attacken von Kurt Biedenkopf wegen ihrer „Verdrehung von Tatsachen“ besondere Berücksichtigung:

„Das zeigt entweder, dass Prof. Biedenkopf keinen Zugang zum Diebesgut aus den Düsseldorfer Ausschussunterlagen hatte und bösgläubig Gerüchten folgte oder dass er bewusst die Unwahrheit sagt. Denn die wiederholte Redewendung „CDU-Politikerin“ [in Anführungszeichen gesetzt] taucht selbstverständlich weder in dem Sachbericht von Herrn Kollegen Rohrbacher noch in irgendeiner Äußerung von Mitgliedern der HHU auf.“

Was bedeutet die von Piper vorgestellte Alternative? Die zweitgenannte Option lautet: Biedenkopf lügt. Die erstgenannte Option ist etwas verklausuliert: Wenn Biedenkopf keinen Zugang zum Rohrbacher-Gutachten hatte, aber trotzdem behauptete, Rohrbacher hätte Schavan regelmäßig als CDU-Politikerin bezeichnet, dann müsse er „bösgläubig Gerüchten“ gefolgt sein. Der entscheidende Punkt ist, dass Biedenkopf mit dieser Option moralisch entlastet würde, aber kognitiv belastet. Denn Bösgläubigkeit bedeutet „glaubend, dass etwas der Wahrheit entspricht, obwohl dies nicht der Fall ist und man diesen Umstand erkennen müsste“.[2]

Die Frage lautet dann, warum Biedenkopf geglaubt hat, was diese Gerüchte besagten? Zwei Erklärungsansätze bieten sich an: Entweder Biedenkopf ist kognitiv nicht mehr in der Lage, Wahres von Falschem und Belegtes von Gerüchten zu unterscheiden. Oder Biedenkopf wurde seinerseits getäuscht, indem ihm jemand vorgaukelte, es verhalte sich tatsächlich so, dass im Rohrbacher-Gutachten ständig von der „CDU-Politikerin“ die Rede war. Wer ihm das wohl eingeflüstert haben könnte?

Schavans Antiwissenschaftlichkeits-Rhetorik

Schavans eigene Rhetorik nimmt sich Piper zum Abschluss seines Briefes vor und spiegelt ihr zurück, dass die Universität darauf verzichtet, „mit einem selbstgefälligen Rechtschaffenheitspathos“ auf die „vielen bis heute eingehenden Anwürfe“ zu reagieren, die genau dieses Pathos vor sich her trugen:

„Die Bundesministerin hat es für richtig gehalten, ihr Amt zur Verfügung zu stellen, um ungehindert gegen die Entscheidung der Universität Rechtsmittel einzulegen. Diese Entscheidung ist zu respektieren. Wir haben es vermieden, den vielen bis heute eingehenden Anwürfen mit einem selbstgefälligen Rechtschaffenheitspathos zu begegnen und billigen der Betroffenen ihr eigenes Rechtsgefühl ausdrücklich zu.“

Aber seiner Universität lässt Piper nicht unwidersprochen Unwissenschaftlichkeit oder sogar Antiwissenschaftlichkeit unterschieben:

„Was wir aber nicht akzeptieren können, ist, dass die Auseinandersetzung mit der Universität, die ihr einst den Doktortitel verliehen hat, zu einem einseitigen ‚Kampf für die Wissenschaft‘ erklärt wird – als ob die Universität gegen die Wissenschaft entschieden habe. Wir glauben ohne Überheblichkeit sagen zu können, dass alle Verfahrensbeteiligten der Universität in diesem ihnen auferlegten, kräftezehrenden Verfahren ihren Dienst ausschließlich in Verantwortung für die Wissenschaft geleistet haben. Ihnen gehört dafür mein ausdrücklicher Respekt und Dank!“

Einen „Kampf gegen die Wissenschaft“ als „Kampf für die Wissenschaft“ zu etikettieren – das ist eine Art von Gehirnwäsche, die ausgehend von Annette Schavan weite Teile deutscher Forschungsorganisatoren, Polit-Eliten und Journalisten erfasst hat. Ein Monopol konnten sie damit in der Öffentlichkeit zwar nicht erlangen. Doch der Einfluss dieser Umwertung ging so weit, dass der Düsseldorfer Rektor Piper das Bedürfnis verspürte, die Mitarbeiter der eigenen Universität auf diesen Umstand hinzuweisen.

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7 Antworten zu “Was Rektor Piper den Uni-Mitarbeitern erklärt. Und was die Öffentlichkeit dem entnehmen kann

  1. »“Ich werde kämpfen“, sagte sie am Mittwoch am Rande eines Israel-Besuch in Jerusalem. „Das bin ich mir schuldig, und das bin ich der Wissenschaft schuldig.“« (Schavan, zitiert nach http://www.sueddeutsche.de/bildung/plagiatsvorwuerfe-gegen-bildungsministerin-schavan-will-kaempfen-1.1498989)

    “ Einen “Kampf gegen die Wissenschaft” als “Kampf für die Wissenschaft” zu etikettieren …“ (Erbloggtes)

    Es ist ein Trauerspiel, dass es einer Einordnung und Klarstellung durch Rektor Piper bedurfte, dem narzisstisch-verblendeten Machtanspruch der Annette Schavan entgegen zu treten, wie er im “und das bin ich der Wissenschaft schuldig“ offen zu Tage trat.
    Dass sich sonst praktisch kein nennenswerter Protest gegen diese ungeheuerliche Selbstanmaßung erhob, ist kläglich zu nennen. Erbloggtes führt zum Verstehen das Bild der “Gehirnwäsche“ ein. Eine Erklärung ist das noch nicht, denn es bleibt offen, welche Bedingungen z.B. diese Art von Gehirnwäsche möglich machten und noch machen.

  2. „Erbloggtes führt zum Verstehen das Bild der “Gehirnwäsche“ ein.“
    Man braucht diesen Begriff nicht „einführen“.
    „Gehirnwäsche“ gehört zum Menschen, seit es Menschen gibt. Diese Erkenntnis sollte eigentlich zum Welt- und Menschenbild aller gehören, die sich ein paar Gedanken über „Gott und die Welt“machen. Neu ist lediglich, daß die modernen Kommunikationsmittel dieser „Gehirnwäsche“ eine unglaubliche Durchschlagskraft verleihen (Orwell läßt grüßen). Letztendlich kann aber jeder wissen, wie erfolgreich schon der „Volksempfänger“ war.

    Ansonsten möchte ich mich ausdrücklich bedanken bei „Erbloggtes“ für diesen Artikel, der das Thema mal wieder auf den Punkt bringt. Wünschen würde ich mir allerdings, daß es auch mal im Kontext zur gesamtgesllschaftlichen Entwicklung gesehen wird.

  3. Dazu passt auch:
    »Die ehemalige Ministerin ist also keineswegs das arme, weitgehend unschuldige Opfer einer jakobinisch urteilenden Düsseldorfer Universität, dem man in einer politisch motivierten Kampagne zu Unrecht den Doktorgrad aberkannt hat, sondern eine dreiste, wiederholte akademische Betrügerin und Hochstaplerin, die sich für das Jahr 2008 nicht mehr mit unzureichender Betreuung durch den Doktorvater oder einer anderen Zitierkultur herauszureden versuchen kann.«
    (‚Robert Schmidt‘, http://schavanplag.wordpress.com/)

  4. 1. “Dazu passt auch“ bezog sich auf meinen Kommentar vom 11. März, 21:51.

    2. u.a. @alleszuspaet (09:41)
    Es wurde nicht behauptet, dass Erbloggtes den Begriff “Gehirnwäsche“ einführte, sondern dass er zum Verstehen von Zusammenhängen das Bild “Gehirnwäsche“ hier in den Diskurs einführt.
    Es wurde auch nicht der Gebrauch dieses Bildes kritisiert, sondern nur festgestellt, dass es wünschenswert ist, Begründungszusammenhänge aufzuweisen, welche das mit diesem Bild bezeichnete Phänomen erklären könnten.
    »“Gehirnwäsche” gehört zum Menschen, …« – Solche Leerformeln bieten nun wirklich keinen Ersatz für Erklärungen für das in diesem Blog sehr eindringlich beschriebene Phänomen.
    Und was den “Volksempfänger“ angeht: Derartige historische Reminiszenzen erklären rein gar nichts, zumal damit auf eine totalitäre Staatsverfasstheit Bezug genommen wird, welche für die gegenwärtige Situation kaum als Erklärungsansatz herhalten kann.

    Es ist also eine offene Frage, welche Bedingungen es möglich mach(t)en, dass “eine Art von Gehirnwäsche, die ausgehend von Annette Schavan weite Teile deutscher Forschungsorganisatoren, Polit-Eliten und Journalisten erfasst hat“, so überhaupt ablaufen konnte und kann.
    Für die Forschungsorganisationen haben Erbloggtes selbst, andere Blogger und auch einige Journalisten bereits zumindest brauchbare Hypothesen zur Erklärung angeboten, u.a. die funktionelle Abhängigkeit von bzw. das zweckorientierte Sichandienen an die Ministerin. Meine Bemerkung zielte besonders auf die sog. Qualitätspresse.

    »Wünschen würde ich mir allerdings, daß es auch mal im Kontext zur gesamtgesllschaftlichen Entwicklung gesehen wird.«
    Eben, und damit sind wir wieder bei den Begründungszusammenhängen für ein Phänomen, das hier mit dem Bild “Gehirnwäsche“ beschrieben, jedoch nicht erklärt wird.

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