Annette Schavan ist wieder da: Fallende Promotionspreise an der Universität Ulm

Erbloggtes von Causa Schavan:

Weiter so, Bildungsrepublik Deutschland! Am heutigen 19. Juli 2013 wird wieder ein großer Schritt getan auf dem Weg zur Vollsatire. Die Halbuniversität Ulm begeht heute ihren 46. Jahrestag. Der Festakt beginnt mit einer Begrüßung durch den Präsidenten der Universität. Sodann wird sich ein Grußwort von “Prof. Dr. phil. Dr. h.c. mult. Annette Schavan, Mitglied des Deutschen Bundestages” über die Festgemeinde ergießen. Im unmittelbaren Anschluss an das Pastoralwort der Ex-Bildungsministerin, der die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf den “Dr. phil.” wegen ihrer plagiierten Doktorarbeit entzogen hat, werden die Promotionspreise der Ulmer Universitätsgesellschaft verliehen.

Weiterlesen… noch 898 Wörter.

Erinnertes ist bei dieser Gelegenheit nochmal zu aktualisieren: Wie bereits gerüchteweise verlautete, findet am morgigen Dienstag, den 23. Juli 2013, die Geheimtagung des Wissenschaftsrats zum Thema „Wissenschaft in der Verantwortung – Gute wissenschaftliche Praxis und Qualitätssicherung in der Promotion“ statt. Auf Twitter bestätigte Debora Weber-Wulff inzwischen, dass sie selbst einen Vortrag zum Thema Verjährung halten werde.[1] Auch ein weiteres Detail sickerte durch:

„Durch die Veranstaltung führt Heike Schmoll, Frankfurter Allgemeine Zeitung.“[2]

Na, wenn das keine lustige Veranstaltung wird, was dann? Unter Ausschluss der Öffentlichkeit geht es um Promotionsbetrug und seine Aufklärung. Und eine Expertin für das Auffinden von Plagiaten spricht nicht darüber, sondern über die Verjährungsphantasien. Was müsste man denn noch feststellen, um deutlich zu machen, dass das eigentliche Thema der Geheimtagung die Frage sein dürfte: Wie kann Schavan ihren Titel behalten, und wie kann man solch misslichen Lagen künftig vorbeugen?

Zum Abschluss aber noch ein Schmankerl zur Frage, wie man unversehens zum Experten für Promotionsbetrug avancieren und in eine Talksendung geraten kann (ab 42:30):

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Eine Antwort zu “Annette Schavan ist wieder da: Fallende Promotionspreise an der Universität Ulm

  1. Bei dieser Talksendung handelt es sich in Wahrheit um eine Produktprüfung: Der erste sprechende Gefrierschrank, entwickelt von der Universität Ulm in Zusammenarbeit mit der Voith GmbH. Hat schon ganz gut geklappt, nur die Fernsteuerung funktioniert nicht mehr ganz einwandfrei. Das lief in der Testreihe im BMBF noch besser. Einen Namen hat die Produktlinie auch schon: In der vorgestellten pfeilgiftfroschblauen Version heißt sie „Frau Schlomm“.

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