Neuausgabe der Akte Schavan

Erbloggtes von Causa Schavan:

Jetzt hier zum Download bereitgestellt:
Die große Dokumentation des größten Skandals in der Wissenschaftsgeschichte der deutschen Nachkriegszeit – 100 brisante, amüsante und tiefernste Seiten über eine Schmierenkomödie.

Weiterlesen… noch 143 Wörter und nun 102 Seiten samt Personenregister.

FAZ-Abbildung des Rohrbacher-Gutachtens

Rohrbacher-Gutachten laut FAZ

Erwartetes wirft seine Schatten voraus, auch in der neuen, erweiterten Ausgabe der „Akte Schavan“, die Hupe Weißkräcker heute präsentiert: Seine andeutungsweise Ankündigung einer bevorstehenden Enthüllung betrifft das Rohrbacher-Gutachten beziehungsweise die reproduktionsfähige Kenntnis, die die Frankfurter Allgemeine Zeitung davon im Oktober 2012 erhalten hat.[1][2] Im Anschluss an die Wiedergabe des neuesten ausführlichen Beitrags über ein „Irres Menschenbild“ zieht das Causa-Schavan-Team nochmal Bilanz und erinnert an die bevorstehende Etappe:

Vor dem Verwaltungsgericht zu Düsseldorf wird sich am 20. März 2013 zeigen, ob unsere Heldin nun endlich Gerechtigkeit finden wird oder ob sie auch noch den Opfergang vor die nächste Instanz antreten muss.

Jetzt schon verloren hat die Wissenschaft. Weil eine Wissenschaftsministerin ohne jeden Skrupel entschlossen war, ihre persönlichen Interessen über alles andere zu stellen und zur Verfolgung dieser Interessen alle Mittel zu gebrauchen, die ihr zur Verfügung standen. Sie hat aber vor allem deshalb verloren, weil die „führenden Wissenschaftler“ des Landes, die in Wahrheit nur die ständig auf den verschiedenen Posten rotierenden Spitzenfunktionäre sind, wissenschaftliche Prinzipien wie z.B. das Prinzip der Wahrheitssuche systematisch verraten haben, während sie ständig die wissenschaftlichen Prinzipien im Munde führten. Eine ganze Kaste hat sich vor den Augen der Öffentlichkeit für die Interessen einer Ministerin instrumentalisieren lassen, weil das wohl auch in ihrem Interesse lag. Zu diesen Funktionären und den üblichen Hofschranzen des Wissenschaftsbetriebs gesellten sich dann noch ein paar politische Karrieristen sowie Vertreter des gesellschaftlich-konfessionellen Milieus, dem Schavan entstammt und dessen Galionsfigur auf höchster politischer Ebene sie sein durfte. Von der Schande, die diese „Elite“ über die Wissenschaft gebracht hat, dürfte sie sich so schnell nicht erholen.

Verloren hat auch der investigative Journalismus. Er war wegen weitgehender Abwesenheit daran gehindert, die Scharade aufzudecken, die hier aufgeführt wurde. Schlimmer noch, die „Qualitätsmedien“ haben sich an der Desinformationskampagne der Gruppe Schavan teilweise aktiv beteiligt. So haben sie uns nicht nur als Berichterstatter, sondern auch als Mitwirkende das Material für die Akte Schavan geliefert. Denn sie ist ja da, die Wahrheit: Man muss sie nur wissen wollen, ihr nachspüren und sie auflesen. Dann kann auch eine Desinformationskampagne nicht verhindern, dass man das mit dem Wissen schafft.

Um der Bewertung der Causa Schavan als „des größten Skandals in der Wissenschaftsgeschichte der deutschen Nachkriegszeit“ zu entsprechen, wird sich wohl auch 2014 noch die eine oder andere Gelegenheit finden, den Fall und die Wissenschaftslandschaft nachhaltig vorzuführen. Man darf gespannt sein.

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