Bislang unbeachtet: Der Spiegel als Weltzugang

Erfahrenes integriert man in sein Weltbild, Nichterfahrenes bleibt außen vor. So weit, so einfach. Das gebildete Publikum zeigt sich allerdings gern irritiert, wenn professionelle Weltzugangsmedien behaupten, das von ihnen Nichterfahrene habe bis dahin gar nicht existiert. Das erinnert an Evangelikale, die in ihrem Land hinter den Bergen Darwin nicht wahrgenommen hatten, und die Evolutionstheorie daher heute für neumodische Spekulation halten.

Haltung zur Aussage: Human beings, as we know them, developed from earlier species of animals. Science, 11. August 2006

In den USA (in nebenstehender Grafik unten zu finden) wird der Satz „Human beings, as we know them, developed from earlier species of animals“ nur von einer Minderheit für wahr gehalten. Als Gründe gelten „widespread fundamentalism and the politicization of science in the United States“.[1]

Über derartige Hinterwäldler lacht man gern in der deutschen Medienöffentlichkeit. Dass man sich in der Evolutionsfrage auf Platz 10 von 34 untersuchten Ländern befindet, ist allerdings kein Anlass für Überheblichkeit. Bei anderen Fragestellungen (zum Beispiel „Homöopathie wirkt“) könnte das schon ganz anders aussehen. Fundamentalismus und Politisierung der Wissenschaft stehen nämlich auch hierzulande hoch im Kurs.

Qualitätsmedien tragen das ihre zu solchen Weltwahrnehmungsverzerrungen bei. Sie filtern, das ist schließlich ihr Job. Aber sie filtern natürlich nicht nach objektiven Kriterien oder den Kriterien des Publikums, sondern entsprechend ihrer eigenen Präferenzen. Zu den Präferenzen des Wochenmagazins „Der Spiegel“ gehört es beispielsweise, sich selbst als ganz toll investigativ darzustellen. So huldigt man dem Motto: „Was nicht im Spiegel ist, das ist nicht in der Welt.“ In der heutigen Ausgabe schreibt ein 3-Autoren-Team im Rahmen der Schavan-Prozess-Vorberichterstattung etwa:

„Seit 2011 habe sich der Promotionsausschuss ununterbrochen mit Plagiatsprüfungen befasst, schreibt dessen Vorsitzender Rohrbacher in seinem bislang unbeachteten Bericht vom vergangenen Sommer.“

  • Jan Friedmann, Barbara Schmid, Oliver Trenkamp: Plagiate. Aufwendige Nachsorge. In: Der Spiegel Nr. 12, 17. März 2014, S. 115 (noch nicht online).

Stefan Rohrbacher hatte also im vergangenen Sommer über die Tätigkeit des Promotionsausschusses Bericht erstattet, und Der Spiegel hatte das nicht beachtet. Es geht dabei um den Bericht „Plagiatsverdachtsfälle an der Philosophischen Fakultät der HHU“ vom 15. August 2013. Der Spiegel hatte zudem nicht beachtet, dass der Bericht damals binnen einer Woche in quasi allen einschlägigen Blogs diskutiert worden war:

Überblick über die „Nichtbeachtung“ im August 2013

Stefan Weber schrieb:

„Die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf geht das Plagiatsproblem offensiv und erfrischend ehrlich an. […] Was in diesem Dokument geschrieben steht, gibt einem den Glauben an eine korrekt verfahrende Wissenschaft ein wenig zurück.“

Debora Weber-Wulff stimmte zu:

„But, as the author, Prof. Rohrbacher, states: Wissenschaft in der Verantwortung, it is the responsibility of science to deal with these cases. Objective, unemotional, to the point. As it should be.“

Klaus Graf kritisierte die Verschwiegenheit:

„Dass die Person, der der Doktorgrad entzogen wurde, nicht angegeben wird, kann man nur als absichtsvolle Schädigung der Wissenschaft betrachten, da Dissertationen nun einmal öffentlich sind.“

Bernd Dammann verteidigte diese aus prozesstaktischer Sicht:

„In Wirklichkeit scheint mir deswegen dieser ‚Bericht‘ Bestandteil einer von der zuständigen Kammer angeforderten Stellungnahme der Beklagten im Rahmen des anhängigen Verfahrens zu sein, in das wir auf diese Weise Einblick gewährt bekommen.“

Erbloggtes ordnete ein:

„Die einzige Universität Deutschlands, die einen eigenen Maulkorb hat, propagiert auf diesem Wege ihre Haltung zum allgemeinen Plagiatsproblem. Und sie stellt sich damit in offenen Widerspruch zu den im Juni und Juli diskutierten Positionen von DFG, HRK und Wissenschaftsrat.“

Und Simone G. interpretierte den Bericht gar als nur dezent verschleierte Verspottung der Wissenschaftsfunktionärsriege durch die Düsseldorfer:

„Zwar ist keineswegs als gesichert anzunehmen, dass in der Führungsetage des Wissenschaftsrats oder auch bei sonstigen Spitzen des Wissenschaftsbetriebs im Allgemeinen sonderlich viel Sinn für Ironie und Sarkasmus herrscht. […] Denn das unbeirrte Düsseldorfer ‚Augen-auf-und-durch‘ ist ja in Wahrheit das genaue Gegenteil von dem, worauf der Wissenschaftsrat hinauswill.“

Irgendetwas von dieser „Nichtbeachtung“ hätten auch „70 hochspezialisierte Dokumentationsjournalisten“ bemerken können, zu deren Hauptaufgaben „das ‚fact checking‘, auch Verifikation genannt,“ zählt. Sie beherrschen angeblich die Recherche „im Internet und in den Informationsdatenbanken der Welt“, und ihre Tätigkeit „sichert den Qualitätsjournalismus“.[2]

Credo des Qualitätsjournalismus

Die nichtironische Verwendung dieses letzten Begriffes könnte eigentlich Warnung genug sein. Dass sie die Behauptung, jener Bericht sei „bislang unbeachtet“ geblieben, durchgehen ließen, obwohl die leichtesten Google-Suchen („im Internet und in den Informationsdatenbanken der Welt“) sie widerlegt hätten, könnte aber an gleich mehreren blinden Flecken der Spiegel-Dokumentare liegen:

  • Überzeugung der eigenen Großartigkeit: Ständig findet das Magazin demnach Dokumente, die „bislang unbeachtet“ geblieben waren.
  • Nebenbemerkungen: Dass die unscheinbaren Wörtchen womöglich unhaltbare Behauptungen aufstellen, wird vom Satzbau nicht gerade hervorgehoben. Grammatisch sind sie eher auf dem Rang von Selbstverständlichkeiten angesiedelt.
  • Seriositätsfiktion: Falls die Dokumentare irgendwo gecheckt haben, dann im Spiegel-Archiv oder in anderen Zeitungsarchiven. Nichts gefunden? Dann gibt’s auch nichts.

Wie sind angesichts dieser Schwächen die anderen mitgeteilten Behauptungen der Spiegel-Vorberichterstattung zum Schavan-Prozess einzuschätzen? Kritisch. Als Hauptargument für Schavans bevorstehende Niederlage muss herhalten, dass für den Prozess nur ein Verhandlungstag angesetzt ist. Da sind die Chancenabwägungen von Anja Kühne im Tagesspiegel deutlich gehaltvoller.

Enthüllt: Spiegel schamlos

Der Spiegel erzählt aber lieber erregende Enthüllungsstorys:

„Die Universität fürchtete um ihre Reputation und ließ sich von einem PR-Profi beraten: Joachim Klewes, Senior Partner bei der Agentur Ketchum Pleon sowie Honorarprofessor an der Philosophischen Fakultät. Laut internen E-Mails schrieb er dem Düsseldorfer Rektor Michael Piper nach einem Zeitungsinterview: ‚Die Tonalität hätte aus kommunikativer Perspektive durchaus noch deutlich plakativer und selbstbewusster ausfallen können.‘ Klewes warnte die Universitätsleitung zudem, ‚aus dem Sch.-Lager‘ sei ‚mit heftigen Aktivitäten oberhalb und unterhalb der Gürtellinie zu rechnen‘.
Ein Uni-Sprecher erklärte, man könne zu Vertragsdetails mit Fachberatern ’naturgemäß keine Auskunft geben‘.“

Die Darstellung suggeriert, Der Spiegel habe Zugang zu „internen E-Mails“ der Universitätsleitung. Das passt natürlich zu der von Presse und Schavanisten gern verbreiteten Legende, die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) sei von Maulwurfshügeln durchsetzt. Ein solches Leck in „den innersten Zirkeln im Rektorat oder in der Pressestelle“ findet Simone G. gar besonders „pikant“,[2] erwartet wohl weiteres Nähkästchengeplauder. Nun verkennt Der Spiegel – und mit ihm seine Leser – allerdings, dass es sich bei der E-Mail eines PR-Profis an einen Rektor nicht gerade um eine privilegierte Quelle mit tiefen Einblicken handelt:

Die HHU per E-Mail beraten kann schließlich jeder. PR-Profi Erbloggtes hat seinerzeit nach demselben Zeitungsinterview des Rektors den Rat erteilt, dass die Tonalität aus kommunikativer Perspektive „vor allem die Immunisierung der universitären Vorgehensweise gegen jegliche Kritik“ befördere, dabei aber „den Unterschied zwischen Meinungen und Fakten“ verwische. Erbloggtes warnte die Universitätsleitung zudem, sie müsse nun „zwischen Skylla und Charybdis  hindurchsteuern“:

„Auf der einen Seite droht sich die Universität wissenschaftlich lächerlich zu machen, wenn sie Schavan vom Plagiatsvorwurf freispricht und nicht überzeugend nachweisen kann, dass die der Öffentlichkeit bekannten Plagiatsfunde auf falschen Voraussetzungen beruhen. Auf der anderen Seite drohen einflussreiche Wissenschaftsfunktionäre mit besten Kontakten ins BMBF mit Liebesentzug, wenn man ihnen die geliebte großzügige Ministerin völlig entdoktort.“[4]

Nur dem Spiegel hätte PR-Profi Erbloggtes solches Geheimwissen natürlich nicht anvertraut. Außer vielleicht, um ein bisschen kostenlose Werbung für sich zu machen – da Uni-Sprecher „zu Vertragsdetails mit Fachberatern ’naturgemäß keine Auskunft geben'“ würden.

In der Kategorie Prophezeiungen präsentiert Der Spiegel hingegen wahre Großtaten:

„Bestätigt das Verwaltungsgericht den Entzug, dürfte die FU Berlin ihre Honorarprofessur auf den Prüfstand stellen, die sie Schavan verliehen hat. Und an der LMU München, wo Schavan seit 2013 im Hochschulrat sitzt, wird die Kritik an dieser Personalie wachsen. Beide Hochschulen wollten sich zu möglichen Folgen nicht äußern, genausowenig wie die Universität Lübeck, die der Politikerin die Ehrendoktorwürde verliehen, aber noch nicht überreicht hat.“

Ja gut, um zu erfahren, wer sich – ganz selbstverständlich – alles nicht äußern will, muss man aber auch keinen Spiegel kaufen. Wer glaubt eigentlich den Satz „Journalists, as we know them, developed from earlier species of animals“?

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9 Antworten zu “Bislang unbeachtet: Der Spiegel als Weltzugang

  1. alleszuspaet

    @Erbloggtes
    Danke, grandioser Beitrag!
    „Dass man sich in der Evolutionsfrage auf Platz 10 von 34 untersuchten Ländern befindet, ist allerdings kein Anlass für Überheblichkeit. Bei anderen Fragestellungen (zum Beispiel “Homöopathie wirkt”) könnte das schon ganz anders aussehen. Fundamentalismus und Politisierung der Wissenschaft stehen nämlich auch hierzulande hoch im Kurs.“
    Genauso ist es. Beispiel:
    „……Wohlgemerkt: diese panisch-egoistischen Verhaltensmuster vor der Tschernobyl-Schablone gab es nur in Deutschland. Statt die ungeheuren Zerstörungskräfte der Natur in den Fokus zu rücken, sahen die Deutschen mit dem zweiten Auge einfach besser und glotzten nur auf den Reaktorunfall. Eine Zahl, die der Internetsuchdienst Meltwater veröffentlichte, mag das verdeutlichen: von insgesamt 53.000 Internetartikeln, die in den ersten fünf Wochen nach dem Tsunami erschienen und die beiden Stichworte Fukushima und Atomausstieg (natürlich in den jeweiligen Landessprachen) beinhalteten, kamen 43.000 aus Deutschland. Es war wirklich zum Fremdschämen…….“
    http://der-gruene-wahn.de/fukushima-der-innere-reichsparteitag-der-gruenen-seelen/#more-287

  2. Man kann auch – scheinbar entgegengesetzt – ergänzen, dass der „Spiegel“ sich einen eigenen Journalisten hält, um unablässig mehr oder minder subtile Zweifel am Klimawandel zu streuen (bzw. am wissenschaftlichen Wissen darüber). Scheinbar (!) entgegengesetzt, weil Irrationalismus und Wissenschaftsfeindlichkeit beides verbinden. Dahinter wiederum steht eine in Deutschland weit verbreitete Haltung, die in „der Wissenschaft“ nur eine weitere korrupte Lobbyorganisation sieht. Das wird übrigens durch Schavan geradezu untermauert…

  3. Das stimmt. Deshalb bin ich auch immer skeptisch, wenn jemand sagt: „Das ist Wissenschaft!“ Und damit meint: „Das steht fest, so und nicht anders ist es, daran ist kein vernünftiger Zweifel mehr möglich.“
    Wissenschaft erkennt man nämlich eigentlich daran, dass sie nachprüfbare Argumente liefert, und nicht daran, dass sie sich selbst als Wissenschaft bezeichnet.

  4. Dr. Münchhausen

    Das „panisch-egoistische Verhaltensmuster von der Sorte Tschernobyl-Schablone“ endete ja bedauerlicherweise nicht mit der unangemessen ausgiebigen Berichterstattung über die Atomkatastrophe von Fukushima 2011, es brach sich dann auch noch unaufhaltsam bahn in den Entscheidungen der deutschen Regierung. Bekanntermaßen ließ die Bundeskanzlerin kurzerhand 7 absolut sichere Atomkraftwerke vom Netz nehmen und erklärte den Atomausstieg bis 2022, den sie auch umgehend durch den Bundestag, ja man muss es schon so formulieren, prügelte.
    Das zeigt, dass selbst relativ fachnahe Personen im reifen Alter und mit vermeintlich ruhiger Hand wie die Physikerin und langjährige Bundeskanzlerin Angela Merkel ganz und gar wissenschaftsfernen Emotionen erliegen können.

    Ganz anders Frau Professor Schavan, die sich mit ihrer inhaltlich gehaltvollen und sprachlich der Korrektheit verpflichteten Stellungnahme ganz und gar der Wissenschaftlichkeit hingab und sich damit wohltuend abhebt: „Wer will, dass Deutschland bei der Energieversorgung eine vernünftige Perspektive hat, darf die Kernkraft nicht verteufeln.“
    Zu lesen im Focusartikel „Schavan warnt vor Dämonisierung der Atomkraft“ vom 27.07.2009
    Besser hätte es wohl kaum jemand formulieren können.

    Und was den Vergleich zwischen Naturkatastrophen und havarierten Atomkraftwerken betrifft, der sich jedem rational denkenden Menschen ja geradezu aufzwingt: ja was war denn Tschernobyl im Vergleich zum Untergang Pompejis beim Ausbruch des Vesuvs 79 nach Christus? Oder im Vergleich zum Erdbeben und Tsunami von Lissabon 1755?
    Fast nix (erkrankte und tote zwangsverpflichtete Soldaten als Liquidatoren, nunja, an Krebs erkrankte und gestorbene Bevölkerung, nunja, radioaktiv kontaminierte Ländereien bis hin nach Bayern, nunja, im bayerischen Wald gesammelte Pilze und geschossenes Wild, das man bis heute wegschmeissen muss, nunja), außer vielleicht dass die Generationen, die in einem ähnlichen zeitlichen Abstand zu unserer Gegenwart leben werden wie wir im zeitlichen Abstand zu Lissabon oder Pompeji, auch noch was davon haben werden, denn dann jährt sich die Erneuerung der Betonhüllen in Tschernobyl oder Fukushima durch die dann zuständigen Generationen vielleicht zum 20. oder 30. mal.

    Aber gut zu wissen, in Bezug auf die echten Gefahren, die dieser Welt drohen, war Frau Professor Schavan nicht untätig, sondern rückte diese sachlich angemessen in den Fokus, als man sie noch nicht aus ihrem Amt gedrängt hatte.
    Sie hat nämlich mit Bedacht auf die ungeheuren Zerstörungskräfte der Natur, wie sie der Menschheit mit dem Untergang von Pompeji emblematisch im Gedächnis sind, schon 4 Jahre vor der Katastrophe von Fukushima das wegweisende Forschungsprogramm „Sicherheitsforschung“ initiiert:
    „Entwicklung ziviler Sicherheitstechnologien ist von nun an ein Schwerpunkt der Forschungsförderung in der Europäischen Union (EU): Für die Jahre 2007 bis 2013 hat die EU für die zivile Sicherheitsforschung insgesamt 1,4 Milliarden Euro eingeplant“
    http://www.eu2007.de/de/News/Press_Releases/March/0326BMBFSicherheitsforschung.html

    Frau Professor Schavan:
    „Wir müssen uns vor den Gefahren durch Terrorismus, Kriminalität und Naturkatastrophen schützen und gleichzeitig unsere Freiheit und Rechtstaatlichkeit stärken“
    http://www.academics.de/wissenschaft/ein_gespraech_mit_der_bundesforschungsministerin_annette_schavan_zum_thema_sicherheitsforschung_35560.html

    Die Zeit erklärt das hohe Forschungsprogramm ihren Lesern so:
    „Durch Technik sollen wir besser vor Terror, organisierter Kriminalität und Naturkatastrophen geschützt werden.“

    Wie immer wenns exzellent wird, ist alles auch interdisziplinär, international und überhaupt bestens vernetzt, wobei die kleinteilige wissenschaftliche Arbeit von großer Hand durch ein vom Ministerium in die Welt gerufenes Gremium koordiniert wird, wobei dem „federführenden“ Ministerium an seiner Spitze die Ministerin Schavan selber vorsteht und die Strategie entwickelt:
    Schon 2006 nämlich hatte – „in Abstimmung mit Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble … das Ministerium für Bildung und Forschung die Federführung bei dem Projekt übernommen, eine neue nationale Strategie zur zivilen Sicherheitsforschung zu formulieren“
    http://www.heise.de/security/meldung/Future-Security-ist-Homeland-Security-138499.html

    Um dem künftigen Bedarf an Sicherheitslösungen rechtzeitig entsprechen zu können, gibt es demnächst ein neues Gremium, in dem Sicherheitspolitik und Sicherheitsforschung verstärkt zusammenarbeiten werden: das European Security Research and Innovation Forum (ESRIF): Vertreter der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, der EU-Mitgliedsstaaten und der Wirtschaft erklärten am Montag, dieses Gremium aktiv zu unterstützen.
    http://www.eu2007.de/de/News/Press_Releases/March/0326BMBFSicherheitsforschung.html

    Frau Professor Schavan:
    „Sicherheitspolitik ist immer auch national geprägt. Daher ist in der Sicherheitsforschung eine länderübergreifende Koordination notwendig – nicht nur für die Planung, sondern ganz besonders auch, damit die Ergebnisse später durch die einzelnen Staaten auch umgesetzt werden“
    http://www.eu2007.de/de/News/Press_Releases/March/0326BMBFSicherheitsforschung.html

    Wichtig zu wissen auch:
    „Einziges Kriterium für die Vergabe der Mittel ist die Exzellenz der beantragten Arbeit“, wie René Röspel, (SPD), im Rahmen einer Bundestagsdebatte 2007 zu berichten weiß, er wünscht deshalb „dem Gründungsgeneralsekretär [des europäischen Forschungsrats] und ehemaligen Präsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Professor Winnacker, viel Glück und Erfolg.“
    http://bundestube.de/protokoll/16/76/

    Einfach wohltuend, da werden jenseits von wissenschaftsfernen Verhaltensmustern die echten Gefahren für die Gesellschaft in den Fokus gerückt, ein Programm initiiert und mit einer Milliarde ausgestattet, Gremien und Gründungsgeneralsekretäre in die Welt gerufen und Konferenzen organisiert auf dass ihnen, den Gefahren, interdisziplinär, international, nachhaltig und wirksam begegnet werden kann, nicht nur den gegenwärtigen, auch den zukünftigen. Dank an die federführende Frau Ministerin, so fühlt sich der Bürger sicher!

    Apropos:
    Für Fukushima 2011 kamen die Ergebnisse der 2006 unter Federführung der Ministerin initiierten Forschung ja augenscheinlich zu spät, aber 2007 – 2013: 6 Jahre und 1,4 Milliarden Euro später, was ist denn jetzt eigentlich rausgekommen? Hat sie mir der Milliarde vielleicht den beim BND angesiedelten bundesdeutschen Zweig der NSA finanziert ? Wers weiß, mag es uns hier mitteilen :-))

  5. Wie Schavans richtungsweisende Stellungnahme vom 27.07.2009 wohl mit Altministerpräsident Erwin Teufel zusammenhängt?

  6. alleszuspaet

    Ach die arme „Unschuld vom Lande“ Schavan, jetzt muß sie sich auch noch einreihen lassen in die lange Liste dieser Deppen in England, Frankreich, USA und, ganz schlimm, Japan,… ja, ja, wer einmal im Shitstorm steckt…
    http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2013-05/un-fukushima-gesundheitsfolgen
    http://www.welt.de/wirtschaft/article114273680/Deutschland-verpasst-den-neuen-Atomkraft-Boom.html
    http://www.handelsblatt.com/technologie/das-technologie-update/energie/milliardenauftrag-grossbritannien-baut-neue-atomkraftwerke/8961612.html
    http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/neue-greenpeace-studie-ueberalterte-atomkraftwerke-sind-tickende-zeitbomben-3899a-51ca-25-1826140.html
    http://www.rtl.de/cms/news/rtl-aktuell/neue-greenpeace-studie-ueberalterte-atomkraftwerke-sind-tickende-zeitbomben-3899a-51ca-25-1826140.html
    http://www.fr-online.de/politik/fukushima-japan-bleibt-bei-atomkraft,1472596,26338868.html
    http://www.dw.de/japan-will-zur%C3%BCck-zur-atomkraft/a-17486983
    http://www.dw.de/usa-bauen-neue-atomkraftwerke-21022014/a-17450005

    „Für Fukushima 2011 kamen die Ergebnisse der 2006 unter Federführung der Ministerin initiierten Forschung ja augenscheinlich zu spät, aber 2007 – 2013: 6 Jahre und 1,4 Milliarden Euro später, was ist denn jetzt eigentlich rausgekommen? Hat sie mir der Milliarde vielleicht den beim BND angesiedelten bundesdeutschen Zweig der NSA finanziert ? Wers weiß, mag es uns hier mitteilen.“
    Tja, ich weiß es auch nicht, aber vielleicht für solche Lapalien wie Hochwasserschutz, Lawinenschutz, Bergrettung, Schutz gegen Sturmfluten, Erdbeben, Impfschutz…u. s. w., der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Man lese nur mal hier „Geschichte, Masern“:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Masern
    Aber, wer abgehoben mit der Kanonenkugel reist, kann sowas schon mal übersehen.

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