Archiv der Kategorie: Erforschtes

Inklusions-Nazis

Ermutigt es, dass derzeit Inklusion eine wichtige Rolle in der Bildungspolitik spielt, oder „behindert“ dies Menschen mit Behinderung etwa eher bei ihrer Integration in die Gesellschaft? Inklusion bedeutet hier erstmal Koedukation (gemeinsame Unterrichtung) von Kindern mit und ohne Behinderungen. Tilo Jung hat „Jung & Naiv“ ein sehr informatives Interview mit Adolf Bauer vom Sozialverband Deutschland zu diesem Thema geführt Weiterlesen

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Am Ende investieren wir Freude

Erforschtes ist abhängig von seinen Forschungs- und Kommunikationsbedingungen, von Leidenschaft – und von Geld. Darauf weist Lucas Garske (@PaintItScience) im folgenden Gastartikel hin, den er im Kontext der Blogparade #wbhyp verfasst hat. Lucas ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut Braunschweig, promoviert zu Narrationsräumen und Begrenzung als Gegenstand der historischen Bildung und fand, dass seine Überlegungen zum wissenschaftlichen Arbeitsethos und zu neuen Formen wissenschaftlicher Forschung und Kommunikation besser hierher als in seine Blogs geschichteist.de und paintitscience.com passen: Weiterlesen

Die Annettchenfrage – oder: plagiatsapologetische Argumenttypologie

Erlangtes Erlanger Erfahrungswissen dürfte den emeritierten Philosophieprofessor Theodor Ebert, inzwischen 75 Jahre alt, dazu motiviert haben, sich intensiv mit dem Fall Schavan auseinanderzusetzen. Denn als dortiger Professor (1980-2004) muss Ebert im Jahr 2000 mit dem Plagiatsfall Maximilian Forschner in Kontakt gekommen sein. Über den berichtete die Berliner Zeitung damals:

„Professor Maximilian Forschner ist erwischt worden: Beim Abschreiben. Weiterlesen

#Hitlerputsch auf Twitter

Er twitterte seit dem 8. November 2013, 18:30 Uhr, für 24 Stunden – quasi live aus dem Bürgerbräukeller in München, nur 90 Jahre später:

Noch sind die über 75 Tweets zum Thema gut hier nachlesbar, werden dort jedoch mit der Zeit nach unten – aus dem Blick, aus dem Gedächtnis? – rücken. Etwas persistenter sind die Kurznachrichten über den Hashtag #Hitlerputsch. Jedenfalls wurde unter dieser Rubrik zwischen dem 89. Jahrestag und dem 90. Jahrestag heute kaum getwittert. Da nicht alle Tweets mit diesem Hashtag versehen sind, verpasst man dabei zwar etwas, bekommt aber auch die sonstige Thematisierung auf Twitter mit. Weiterlesen

Philosophie erleichtert: Schuldlose Verantwortung oder Sein-können wie Gott?

Erstrebte sich ein zweiter Doktorgrad leichter als der erste? „Dr.“ sind viele, „Dr. Dr.“ hingegen nur wenige – auch weil man nicht zweimal im selben Fach promoviert werden kann. Michel Friedman ist ein deutscher Politiker (CDU) und Publizist. Er ist weithin bekannt und diskussionsfreudig. Wikipedia weiß:

„1994 wurde er an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz mit einer Dissertation zum Thema Das Initiativrecht des Betriebsrats zum Dr. iur. promoviert. 2010 wurde Michel Friedman bei Klaus-Jürgen Grün in Philosophie zum Thema Willensfreiheit promoviert.“[1]

  • Michel Friedman: Schuldlose Verantwortung. Vorgaben der Hirnforschung für Ethik und Strafrecht. Frankfurt am Main 2010 (zugleich Dissertation, Universität Frankfurt 2010).

Seit der Veröffentlichung dieser Schrift ist Dr. iur. Dr. phil. Michel Friedman einer der wenigen Doppeldoktoren. Weiterlesen

Pyrrhonismus in der Plagiatsdebatte

Ergänzte sich der Vortrag, den Philipp Theisohn auf der Tagung des Wissenschaftsrats am 23. Juli 2013 in Berlin gehalten hatte, günstig durch die anschließende Diskussion? Theisohns Vortrag „Fremde Worte, eigenes Denken. Wissenschaftliche Normen im historischen Wandel“ kann inzwischen ja jeder nachlesen und dabei die These prüfen, dass Theisohn den Plagiatsskeptizismus zum Plagiatspyrrhonismus radikalisiert hat. Simone G. hat Theisohns Vortrag genau gelesen und auseinandergenommen.

Elemente des Pyrrhonismus

Um die Referenzen der Das-sind-doch-alles-keine-Plagiate-Fraktion an die Lehren des Pyrrhon von Elis (ca. 365-270 v. Chr.) zu verdeutlichen, Weiterlesen

DFG berät über Ende des Rezensionswesens

Erscheint es als Anfang vom Ende des wissenschaftlichen Rezensionswesens in Deutschland, dass die DFG auf ihrer heute beginnenden Jahrestagung eine Regelung beschließen will, die kritische Rezensionen in die Nähe wissenschaftlichen Fehlverhaltens rückt? Eine Rezension entspricht nämlich jener Wendung an die Öffentlichkeit, die die DFG nach Darstellung der am 14. Mai vorausgegangenen HRK-Empfehlungen verbieten will (Erbloggtes berichtete) Weiterlesen