Archiv der Kategorie: Erforschtes

Geheimwissenschaftliches: Whistleblower gesucht!

Erwägt es, zu Whistleblowern zu werden! Das ist heute allen Wissenschaftlern zuzurufen, die über Zugang zu einer der folgenden „geheimen“ Informationen verfügen:

  • Entwurf der DFG-Empfehlung Nummer 17 zur guten wissenschaftlichen Praxis,
  • alle Informationen zu einer Geheimtagung des Wissenschaftsrats, die am 23. Juli 2013 zu einem Thema wie „Wissenschaft und Verantwortung“ stattfinden soll Weiterlesen
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Es gibt kein Problem mit Wissenschaftsbetrug – solange niemand drüber redet

Wissenschaftliches Fehlverhalten

Ein Beitrag zum Scilogs-Bloggewitter

Ermittelt es selbst: Wenn eine Bildungsministerin, gut vernetzt in den einflussreichsten Kreisen von Wissenschaft, Politik und Medien, im Februar 2013 Doktor und Amt verliert, weil sie in ihrer Dissertation betrogen hat, was tun dann die einflussreichsten Kreise von Wissenschaft, Politik und Medien? Sie setzen selbstverständlich alles daran, dass so etwas nie wieder geschieht. Ein verstärktes Bemühen, keine akademischen Windbeutel mehr nach oben zu spülen, ist dabei jedoch offenbar nicht Mittel der Wahl. Weiterlesen

Von Modellen und Reduktionen

Erklärt es sich nicht von selbst, was in Blogartikeln so zu lesen ist, so stellt das Nachfragen eine Möglichkeit dar, das Medium Blog abweichend von unidirektionalen Medien zu nutzen. Wenn in Kommentaren gegebene Erläuterungen länger und länger werden, muss man sie zuweilen als eigenen Artikel behandeln. Gestern ging es hier um Freundschaft, um die populärwissenschaftliche Darstellung sozialpsychologischer Forschungsergebnisse – und um die Freundschaft des Androiden Data zu anderen Offizieren des Raumschiffs Enterprise. Weiterlesen

Über Freundschaft

Ereignete sich zwar Manches Weltbewegendere derzeit, so lohnt doch stets der Blick auf die einfachen Dinge im Leben:

„It’s good to work, work hard and prosper,
as long as you take time to find
the simple things,
that come without a price,
the simple things
like happiness, joy, and love in my life.
I’ve seen it all from so many sides,
and I hope you would agree,
that the best things in life
are the simple things.“

— Joe Cocker: The Simple Things (1994)

Von Cocker nicht eigens erwähnt wird die Freundschaft. Weiterlesen

Die unsichtbare Universität

Erhellt es das Funktionieren des Internets, wenn man merkt, dass dort Wichtiges vor lauter Unwichtigem unsichtbar werden kann? Googlet man etwa „Allwissende Müllhalde“, erfährt man rasch, dass so einerseits eine Figur der Puppen-Serie Die Fraggles genannt wird, andererseits Google. Googlet man jedoch „unsichtbare Universität“, so präsentiert die allwissende Müllhalde dutzende Treffer, die allesamt in Terry Pratchetts Scheibenwelt und auf die deutsche Übersetzung der dortigen „Unseen University“ verweisen. So kommt es wohl, dass auch die Wikipedia den Sucher der unsichtbaren Universität in die Scheibenwelt weiterleitet Weiterlesen

Wissenschaftssoziologie im Internet: Bloggen und Kommentieren

Erörtertes Thema auf der geistes- und sozialwissenschaftlichen Blogplattform hypotheses.org war im ersten Jahr ihres Bestehens (das sie am 9. März 2013 feiert) wiederholt die Frage: „Warum werden Wissenschaftsblogs so wenig kommentiert?“ Verständlich, dass die Wissenschaftsblogger das umtreibt. Wissenschaftsblogger, das bedeutet hier weniger Blogger, die wissenschaftliche Themen für eine breite Öffentlichkeit popularisieren. Vielmehr gilt: „Das Angebot richtet sich an die akademische Welt“,[1] und entsprechend muss gefragt werden: Warum kommentieren Wissenschaftler ungern Blogs? Weiterlesen

Ist Roland Preuß ein Schavanist?

Eröffnete sich durch Erkenntnise der netzwerktheoretischen Journalismusforschung die Chance, die Haltung von Journalisten zu bestimmten Politikern zu erklären, so stellt sich die Frage, ob sich die Methode auch umkehren lässt: Lässt sich aus den Texten ein Netzwerk rekonstruieren, weil solche Netzwerke auf „Wert-Homophilie“ basieren?

Ein Testfall für eine solche Analyse wäre SZ-Journalist Roland Preuß. Weiterlesen