Archiv der Kategorie: Erhabenes

Ihre Einsendung zu unserem Literaturwettbewerb VIII

Erleichterte sich die Jury des wohlbekannten Literaturwettbewerbs die Arbeit, indem sie immer wieder brieflich auf Herrn R.s Einreichungen reagierte? Man kann annehmen, dass andernfalls telefonische Rückfragen zur Belastung würden. Die fatalistisch-optimistische Stimmung der neuesten Antwort ist allerdings überraschend, und sie lässt Schlimmes für die Zukunft erwarten, produziert also im Gegenteil eine fatalistisch-pessimistische Vorahnung: Weiterlesen

Heiß ist nur das Wetter

Erhöhte sich der Umfang der Frauengeschichten von Arne R. stetig, war es doch nicht ganz einfach für kundige Leserinnen und Leser, die neuen Geschichten von den alten zu unterscheiden. Daher seien die Arne-R.-Kundigen darauf hingewiesen, dass in die hier erscheinende sechste Ausgabe neue Erzählungen unter den Nummern 22, 23, 25 und 26 aufgenommen sind. Außerdem findet sich der Brief unter Nummer 7 um eine Wiederaufnahme der Korrespondenz ergänzt. Weiterlesen

Ihre Einsendung zu unserem Literaturwettbewerb VII

Erahnte selbst der gutwilligste Künstler das Eskalationspotential durch Umbesetzungen von Literatur-Jurys, so war die neuere Entwicklung des hier regelmäßig begleiteten Kurzgeschichtenwettbewerbs unschwer vorherzusagen. Dass die Lage sich allerdings so rasch zuspitzen würde, das hätte wohl nur der Autor eines reißerischen Groschenromans sich ausmalen können. Weiterlesen

Papier

Erarbeitete Sprachkunstwerke werden, der Mühsal wegen, die in sie floss, gern in Papierform aufbewahrt. Es hat dieses Wertige, Originale, Auratische, die Sprachkunst in einer verkörperten Form zu „besitzen“, auch wenn ihr eigentlicher Gehalt als geistig vorgestellt wird. Wenn Arne R. sich Gedanken zum Thema „Aufzeichnungen“ macht, geht es allerdings profaner zu: Weiterlesen

Ihre Einsendung zu unserem Literaturwettbewerb VI

Erfolgte seit vielen Jahren sehr zuverlässig auf die Einsendung eines Wettbewerbsbeitrags eine höfliche Absage, so besteht neuerdings wohl eine leise Hoffnung auf Änderung für die absehbare Zukunft. Wird sich dies als letztes höfliches Ablehnungsschreiben erweisen? Weiterlesen

Weltgeschichten in Gedichten (7)

Erledigte Schreiber seid gewarnt! Ein Gespenst geht um im Journalismus:

Die bloggenden Streber Weiterlesen

Der Ursprung Europas

Erregte skandalöse Kunst vor 150 Jahren die Gemüter so sehr, dass sie nur im Verborgenen aufbewahrt wurde, so ist Kunst ohne Skandal heute kaum noch als Kunst erkennbar. Diese Vorrede dient dazu, dass niemand schockiert wird vom Folgenden. Zart besaitete Gemüter sollten selbst wissen, wann es genug ist, wann sie das nächste Wort nicht mehr lesen, nicht mehr weiterscrollen, wegschauen, die Augen schließen müssen. Öffnen können sie die Augen nach dem Signalton wieder, dann ein Klick auf das Kreuzchen oben rechts, und alles wird gut. Weiterlesen

Weltgeschichten in Gedichten (6)

Er dichtete selten, und auch nicht unbedingt gut. Die Gegenwartskultur prägt der Remix. Dieser ist Stefan Weber gewidmet.

Ad Plagiarii Weiterlesen

Historische Lehren für die Urheberrechtsdebatte

Ermöglichte speziell das Urheberrecht eine allgemeine intellektuelle Entwicklung hin zu umfassendem gesellschaftlichem Bildungszuwachs, oder behinderte das Urheberrecht diese eher? Ein Blick zurück ins 19. Jahrhundert lässt die Antwort deutlich ausfallen. Mitte der 1860er Jahre gab es eine starke Nationalbewegung in Deutschland, und einen Aufschwung in der Theorie, dass man in einem „Land der Dichter und Denker“ lebe Weiterlesen

Pfingsterlebnis: Heiliger Geist fährt herab ins Urheberrecht?

Ergreift es noch, das Pathos vom Heldentum, wenn man es auf alltägliche, ganz unmythische Menschen anwendet, zum Beispiel auf Heribert Prantl? Der ist ein Held, doch dadurch droht ihm stets die Tragödie. Der vielfach preisgekrönte Journalist ist promovierter Jurist und wurde von Gerhard Schröder treffend als „dritter Senat“ des Bundesverfassungsgerichts[1] bezeichnet: Konsequent tritt er für die rechtliche Sicherstellung von Grundrechten ein. Und in der Süddeutschen Zeitung erklärt er den Lesern als Ressortchef Innenpolitik die rechtliche Lage stets verständlich und überzeugend. Zu Pfingsten hat er sich dem Urheberrecht gewidmet und die Debatte darum kommentiert Weiterlesen