Archiv der Kategorie: Erkauftes

Do it for the lulz!

Er bloggte sich zeitweise um Nachtschlaf, Gesundheit, Wohlbefinden. Aber warum? Warum bloggt jemand? Warum bestimmte Themen? Angelika Schoder hat ironisch vorgeschlagen: „Mach es für die Reichweite!“, um damit eine Position in einer Twitter-Debatte zu kritisieren, die Weiterlesen

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Am Ende investieren wir Freude

Erforschtes ist abhängig von seinen Forschungs- und Kommunikationsbedingungen, von Leidenschaft – und von Geld. Darauf weist Lucas Garske (@PaintItScience) im folgenden Gastartikel hin, den er im Kontext der Blogparade #wbhyp verfasst hat. Lucas ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Georg-Eckert-Institut Braunschweig, promoviert zu Narrationsräumen und Begrenzung als Gegenstand der historischen Bildung und fand, dass seine Überlegungen zum wissenschaftlichen Arbeitsethos und zu neuen Formen wissenschaftlicher Forschung und Kommunikation besser hierher als in seine Blogs geschichteist.de und paintitscience.com passen: Weiterlesen

Die Angst, die Opfer und die Täter

Erarbeitetes ist die zentrale Ware, von deren Verkauf Arbeitskraftbesitzer leben. Wer nichts als die eigene Arbeitskraft besitzt, ist ein Arbeiter. Infolge der Digitalisierung setzen die Produkte geistiger Arbeit fast keinen Verbrauch von Rohstoffen mehr voraus. Der Wert des Produkts ergibt sich zu einem immer größer gewordenen Anteil aus dem Arbeitslohn. Das sind die 99 Prozent. Das bedroht die gesellschaftliche Funktion jener, die bisher ihr Eigentum in den Produktionsprozess investierten, um damit Anteile fremder Arbeitskraft zu erwerben und in der Wertschöpfung einen Anteil für unternehmerischen Gewinn zu etablieren. Wer sich eine Beteiligung an den Erträgen fremder Arbeitskraft sichert, ist ein Eigentümer.

Die Kämpfe des 21. Jahrhunderts sind Kämpfe um den Wert geistiger Arbeit. Weiterlesen

Stoersender.tv gestartet

Erheitertes Publikum trotz der Schlechtigkeit der Welt kann man erwarten, wenn Dieter Hildebrandt als Anchorman einer neuen Satiresendung auftritt. Die Boarische Wikipedia weiß über ihn:

„Bekannt is a ois oana vo de Grinda vo da Münchner Lach- und Schießgesellschaft und mit da Fernsehsendung Scheibenwischer worn. Bis heit is a ois Kabarettist, Schauspuia und Autor aktiv. Ea wead ois oana vo de wichtigstn Kabarettistn in da deitschen Gschicht eingschätzt.“ Weiterlesen

Universitätsgeschichte und Universitätszukunft. Die ökonomische Bedeutung von Promotionen

Ereignete sich dieser Tage überhaupt eine größere Entwicklung an den deutschen Universitäten, dann dürfte es die Ökonomisierung sein. Drittmitteleinwerbung spielt eine seit Jahren zunehmende Rolle. „Leistungsorientierte“ Bezahlung etwa von Professoren gilt auch als der letzte Schrei. Und überhaupt: Gelder werden nach Effizienzkriterien verteilt, und das bedeutet, dass in die Unis investiertes Geld sich selbst mehren und einen möglichst sichtbaren Nutzen produzieren soll.

All diese Tendenzen jedoch haben einen Preis: Weiterlesen

Gute Vorsätze 2013, Teil 3: Weniger sogenannten Journalismus

Erwürgte Schleichwerbung den Journalismus im Offensichtlichwerden seiner reinen Ausrichtung auf schwindende Wirtschaftlichkeit? Weiterlesen

Selbstbespiegelung im Spiegelblog

Ergab es eine Chance zur kritischen Diskussion über den eigenen Journalismus, wenn das Nachrichtenmagazin Der Spiegel am 22. September ein Redaktionsblog startete,[1] das unter dem Namen Spiegelblog (Eigenschreibweise SPIEGELblog) nicht nur dezent auf das medienkritische Watchblog Bildblog (Eigenschreibweise BILDblog) verweist? Stefan Niggemeier, preisgekrönter Medienjournalist und Bildblog-Gründer, schreibt in seinem eigenen Blog über die Risiken und Nebenwirkungen des Spiegelblog und fühlt sich dabei genötigt, „ein mögliches Missverständnis gleich auszuräumen: Weiterlesen