Archiv der Kategorie: Erwünschtes

Grundgesetz der Netzneutralität

Ererbtes Recht aller Nutzer seit Entstehung des Internet ist der Austausch von Daten mit allen anderen Nutzern an jedem Ort und zu jeder Zeit. Im Bewußtsein seiner Verantwortung und von dem Willen beseelt, dem Frieden der Welt zu dienen, gibt sich das Netz diese Grundrechte. Sie gelten kraft seiner selbstregulierenden Gewalt für alle Telekommunikation.

Die Grundrechte

Artikel 1

(1) Die Würde des Netzes ist unantastbar. Weiterlesen

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Kritischer Wissenschaftsjournalismus

Erforschtes muss nicht nur den Fachkollegen, sondern auch Wissenschaftlern anderer Disziplinen, ebenso einer breiteren Öffentlichkeit, vermittelt werden, um Wissenschaft als kostspielige gesellschaftliche Unternehmung zu legitimieren. Wissenschaftsjournalismus übernimmt einen Teil dieser Aufgabe. Doch wenn Wissenschaftsjournalisten den Elfenbeinturm besteigen und von ganz hoch oben die dort angeblich aufgefundenen ewigen Wahrheiten verkünden, wie gut ist der Wissenschaft und der Öffentlichkeit damit gedient? Weiterlesen

Stoersender.tv gestartet

Erheitertes Publikum trotz der Schlechtigkeit der Welt kann man erwarten, wenn Dieter Hildebrandt als Anchorman einer neuen Satiresendung auftritt. Die Boarische Wikipedia weiß über ihn:

„Bekannt is a ois oana vo de Grinda vo da Münchner Lach- und Schießgesellschaft und mit da Fernsehsendung Scheibenwischer worn. Bis heit is a ois Kabarettist, Schauspuia und Autor aktiv. Ea wead ois oana vo de wichtigstn Kabarettistn in da deitschen Gschicht eingschätzt.“ Weiterlesen

Die unsichtbare Universität

Erhellt es das Funktionieren des Internets, wenn man merkt, dass dort Wichtiges vor lauter Unwichtigem unsichtbar werden kann? Googlet man etwa „Allwissende Müllhalde“, erfährt man rasch, dass so einerseits eine Figur der Puppen-Serie Die Fraggles genannt wird, andererseits Google. Googlet man jedoch „unsichtbare Universität“, so präsentiert die allwissende Müllhalde dutzende Treffer, die allesamt in Terry Pratchetts Scheibenwelt und auf die deutsche Übersetzung der dortigen „Unseen University“ verweisen. So kommt es wohl, dass auch die Wikipedia den Sucher der unsichtbaren Universität in die Scheibenwelt weiterleitet Weiterlesen

Wissenschaftssoziologie im Internet: Bloggen und Kommentieren

Erörtertes Thema auf der geistes- und sozialwissenschaftlichen Blogplattform hypotheses.org war im ersten Jahr ihres Bestehens (das sie am 9. März 2013 feiert) wiederholt die Frage: „Warum werden Wissenschaftsblogs so wenig kommentiert?“ Verständlich, dass die Wissenschaftsblogger das umtreibt. Wissenschaftsblogger, das bedeutet hier weniger Blogger, die wissenschaftliche Themen für eine breite Öffentlichkeit popularisieren. Vielmehr gilt: „Das Angebot richtet sich an die akademische Welt“,[1] und entsprechend muss gefragt werden: Warum kommentieren Wissenschaftler ungern Blogs? Weiterlesen

Gute Vorsätze 2013, Teil 5: Sprachen lernen

Erscheint es glaubwürdig, wenn jemand behauptet, eine Sprache in weniger als 24 Stunden gelernt zu haben? Zweifel scheinen angebracht. Doch Joshua Foer behauptet, die lingua franca des Kongo-Beckens, Lingála, in nur 22 Stunden gelernt zu haben, so dass er dorthin reisen und sich mit Menschen vom Stamm der Mbendjele verständigen konnte, die sonst wenig Kontakt zu Auswärtigen haben. Der Kontakt ist so gering, dass in ihrer Sprache das Jenseits und Europa mit dem selben Wort bezeichnet werden Weiterlesen

Gute Vorsätze 2013, Teil 1: Geschlechtergerechte Sprache

Erhacktes gab es jede Menge auf dem „29c3: Not My Department“, dem 29. Chaos Communication Congress, der Ende Dezember in Hamburg stattfand. Ein besonders erregendes Thema waren diesmal offenbar Geschlechterverhältnisse, kulminiert in der Message: „Du nervst [mit diesem Genderkram]!“ Dagegen gab es aber auch substanzielle Beiträge zur Erläuterung von Diskriminierungs- und Sprachproblemen, sowie Anregungen an Hackerinnen und Hacker, wie die verbuggte Sprache gefixt werden könnte. Sehr sehenswert – informativ und unterhaltsam – ist dazu der fast einstündige Vortrag des Sprachwissenschaftlers Anatol Stefanowitsch: Weiterlesen