Archiv der Kategorie: Erzürntes

Negatives

Griff nach der Westmacht

Erweist es sich als plausibel, dass in ein und demselben Zeitungsartikel konträre Perspektiven zum Ausdruck kommen? Wahrscheinlich muss man es als die große journalistische Kunst verstehen, dass Journalisten bloße Leinwände seien, auf die verschiedenene in einer Gesellschaft vertretene Perspektiven sich projizieren können – oder auch nicht. Je nachdem, wie eng sie vernetzwerkelt sind mit diesen Journalisten. Doch zur Projektion später mehr. Zuerst eine Skizze der „westlichen“ Außenpolitik von Bernd Ulrich, Politikchef von „Die Zeit“ Weiterlesen

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Kurzmitteilung

Erleichtert es die vielgeplagte Düsseldorfer Universität, dass sie sich nun die Vorarbeit für die „Netzwerktagung“ der Alexander von Humboldt-Stiftung im November 2015 sparen kann? Geplant war diese Tagung, die in erster Linie der Einführung der neu eingetroffenen ausländischen Stipendiaten der … Weiterlesen

Schavan-Gutachter: Gekündigt wegen Unanständigkeit

Erstaunt es nach dem Ränkespiel der Allianz der Wissenschaftsorganisationen im Fall Schavan, wenn der damalige Düsseldorfer Prodekan nun mit der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) nichts mehr zu tun haben will? In einem Nachtrag zu ihrem lesenswerten Artikel über den Einsatz des Berliner Ex-Senators Jürgen Zöllner für Schavan („der einzige Politiker jenseits der Union, von dem eine solche Intervention bekannt ist“) erwähnte Anja Kühne jüngst, dass Stefan Rohrbacher der DFG per Mail seine weitere Mitwirkung in deren Begutachtungsverfahren aufgekündigt hat Weiterlesen

Causa Schavan: Bericht des Dekans der Philosophischen Fakultät der HHU an den Senat

Erschütterte schon die eine oder andere Neuigkeit aus den ersten Teilen der Artikelserie #schavangate, die seit dem 15. Juli auf Causa Schavan erschien, die Leser, so entfaltet sich nun das eigentliche Entsetzen, nicht etwa wenn man alle Schavangate-Berichte im Zusammenhang liest, sondern vollständig erst bei der Lektüre des Dokuments aus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, überschrieben „Bericht des Dekans der Philosophischen Fakultät der HHU an den Senat“, das Causa Schavan Weiterlesen

Peter Gruss, bisher wenig beachteter Top-Schavanist

Erfahrene Schavanisten wissen zu jedem Zeitpunkt wie von selbst – oder wie an einer Schnur gezogen – welche Argumente sie vorzubringen haben. Offenbar entspringt das der Überzeugung, dass die Wiederholung von Behauptungen durch zahlreiche hochbezahlte und einflussreiche Menschen eben diese Behauptungen wahr mache. Insofern ähnelt der Schavanismus deutlich einer Religion, in der die Wahrheit der Glaubensinhalte nur durch das Bekenntnis hochrangiger Würdenträger zu ihnen bekräftigt wird, ohne dass andere Wege der Wahrheitsfindung in Betracht gezogen werden. Weiterlesen

Die drei Muskeltiere und der Lockruf des Goldes

Erschüttert es das Wissenschaftssystem in Deutschland, wenn nun nach und nach ans Licht kommt, wie die Spitzenvertreter dieses Systems in der Schavan-Affäre im Verborgenen ihre Muskeln spielen ließen? Man darf gespannt sein, wie Anja Kühne im Tagesspiegel hoffnungsvoll formuliert:

„Doch auf Vertraulichkeit hat die vielfach von Wissenschaftsmanagern öffentlich ins Unrecht gesetzte Uni offenbar keine Lust mehr, seit sie am 20. März vom Verwaltungsgericht Düsseldorf auf ganzer Linie recht bekam.“

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Vertraulicher Schavanismus – oder: Wie die HRK das Schavan-Verfahren manipulieren wollte

Ermöglichte schließlich das Ende des Schavan-Prozesses, sich wieder anderen Dingen zuzuwenden, beispielsweise Erfreulichem wie der Botschafter-Residenz in Rom. Die passt nämlich ganz ausgezeichnet zu ihrer baldigen Bewohnerin:

„Branca [der Architekt] entschied sich für einen Bau im Stile des Stauferkaisers Friedrich II. Dabei galt es ‚Einfachheit, Klarheit und zurückhaltende Monumentalität‘ im antiken römischen Kontext umzusetzen, wie es Branca formulierte.“[1]

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