Schlagwort-Archive: Bibel

Botschaften aus Rom III: Erblickt meine Werke, Mächtige, und erzittert!

Eröffnete sich in den Adventspredigten der Botschafterin Annette Schavan bereits die Aussicht, dass sie in nicht allzu ferner Zukunft zur Macht zurückkehren könnte, so blieb darin offen, was dann mit ihren Gegnern zu geschehen hätte. Die düsteren Andeutungen der Apokalypse, die Schavan in der Adventszeit ausstieß, ließen aber eines geboten erscheinen: Man muss für sie beten! Etwa so: Weiterlesen

Advertisements

Botschaften aus Rom II: Eine Bloggerin will’s nochmal wissen

Erbloggtes beschrieb zuletzt einige Widersprüchlichkeiten in vatikanischen Botschaften. In diese Reihe fügen sich auch sieben Artikel der vatikanischen Botschaftsbloggerin Annette Schavan, die zwischen dem 30. November und dem 26. Dezember im „Focus“ online erschienen (Überblick), einigermaßen bruchlos ein: Weiterlesen

Der Mensch im Krieg – die Widersprüche des Michail Kalaschnikow

Erleichtert es das Gewissen, wenn man sich mit 94 Jahren vom Kirchenoberhaupt bescheinigen lässt, dass Untaten, die zur Verteidigung des Vaterlandes begangen wurden, gerecht seien und den Rückhalt der Kirche genießen? So geschah es im Fall des vorigen Monat verstorbenen Michail Timofejewitsch Kalaschnikow, des Konstrukteurs der AK-47, der summa summarum wohl tödlichsten Waffe der Welt: Eine grobe Schätzung von 20 Millionen Toten dürfte nicht zu hoch greifen. Zum Vergleich: Die ähnlich alte Waffengattung der Atombomben tötete insgesamt unter 250.000 Menschen Weiterlesen

Der Tag, als ein Einser-Abiturient in den Abgrund der deutschen Facebook-Kommentarkultur blickte

Ereignete sich als lose Fortsetzung zum Tag, als ein ZDF-Redakteur in den Abgrund der deutschen Facebook-Kommentarkultur blickte, jüngst ein ähnlich schreckliches Ereignis in diesem schönen Land, so kommt man letztlich doch nicht umhin, dies der Nachwelt zu erhalten. Zum wiederholten Mal hat eine bekannte Zeitung zu einem besonderen Datum eine Ausgabe „an alle Haushalte“ verteilen lassen.[1] Das wäre nicht weiter erwähnenswert, ebensowenig, dass sie damit einen arglosen Jugendlichen, nach Angaben der Zeitung immerhin volljährig, zum Opfer macht. Mehr zur Opferrolle weiter unten, zunächst aber die Aufklärung darüber, warum die Angelegenheit erwähnenswert ist Weiterlesen

Gottesvolk auf Wandertag: Unterwegs mit Annette und Wolfgang

Erbaut es doch stets, wenn die Ex-Ministerin zu predigen anhebt: Da die Predigt die bevorzugte Sprachform der Annette Schavan ist, darf sich die Nation dann am gleichförmigen Fluss dieser wohlgesetzten, schimmernden Wort- und Satzperlen erquicken. Heute sind die Gelegenheiten seltener geworden, Bedeutsames und irgendwie Größeres aus berufenstem Munde zu vernehmen. Aber es gibt sie noch, vorzugsweise in Sakralbauten. Gerade gestern erst sprach Annette Schavan zu den Menschen in der Moritzkirche zu Augsburg.

Bei näherer Betrachtung erweist sich die aktuelle Predigt der früheren Wissenschaftsministerin als wissenschaftspolitische Botschaft und Handlungsanleitung in entscheidender Stunde. Weiterlesen

Meditationen über die große Hure Duden

Ereiferte sich der Verein Deutsche Sprache (VDS) alljährlich über einen „Sprachpanscher des Jahres“, indem er aufgrund „abstrus konstruierter sprachlicher Sünden“[1] ein Voting veranstaltete, so sprangen Zeitungen gern auf Derartiges an: Qualitätsjournalisten berichten selbstverständlich stets schön neutral und mit Verständnis für solche Nichtereignisse, weil sie sich ja oft mit Selbstzweifeln herumplagen, wie etwas am besten zu formulieren und nach allen Regeln der Kunst niederzuschreiben sei. Auf diesem Wege kann sich der VDS immer wieder als einzig wahrer „Wahrer der deutschen Sprache“ darstellen. Weiterlesen

Kristina Schröder und das Gott der Germanen

Erhellte Sprachkritik die Schwärze, als Kristina Schröder in der Vorweihnachtszeit 2012 erklärte, man könne statt „der Gott“ genauso gut auch „das Gott“ sagen, und das bringe sie auch ihren Kindern bei? Zunächst brach vielmehr ein Entrüstungssturm über sie herein. Die offenbar für die Kindererziehung zuständigen Unionspolitikerinnen Christine Haderthauer und Katherina Reiche, sowie Großväterchen Norbert Geis beharrten auf überlieferten Gottesbildern und machten gar linke Political Correctness für Schröders sprachpolitischen Veränderungswillen verantwortlich (mehr dazu im Sprachlog). Weiterlesen