Schlagwort-Archive: Hans Michael Piper

Was Rektor Piper den Uni-Mitarbeitern erklärt. Und was die Öffentlichkeit dem entnehmen kann

Erregte solche Unverschämtheit, wie sie von Annette Schavan und ihren Getreuen gegenüber der Universität Düsseldorf an den Tag gelegt wurde, zwar den dortigen Rektor Hans Michael Piper, so bemühte er sich dennoch stets um einen höflichen Ton, der Sympathie für Schavan und Respekt für ihr politisches Wirken zum Ausdruck brachte. In einem Rundbrief „An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Heinrich-Heine-Universität“, der Anfang März auf der privaten Homepage von Prof. Peter Kern öffentlich gemacht wurde, bekundete Piper am 22. Februar etwa:

„Warum sollte die Universität Interesse daran haben, eine allseits erfolgreiche und beliebte Wissenschaftsministerin zu Fall bringen zu wollen? Weiterlesen

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Turners Thesen: Schavans Fakultät übersieht mich

Erübrigt es sich für den Rektor der Universität Düsseldorf eigentlich, auf jeden unverschämten Kommentar hin einen offenen Brief an den Kommentator zu schreiben? Hoffentlich, sonst hätte er nämlich viel zu tun. Heute legt etwa der Tagesspiegel-Hausschavanist (jede Zeitung, die etwas auf sich hält, braucht so einen) George Turner mit dieser Behauptung nach: „Schavans Fakultät übersieht etwas“Weiterlesen

Transparenz unerwünscht. Schavans heimliches Eingeständnis

Erfüllte Schavan nun alle negativen Erwartungen, so konnte sie sich ihrer Getreuen doch weiterhin sicher sein. Nachdem Anja Kühne in der jüngsten Ausgabe des Tagesspiegel noch eine drei Tage alte Information der Universität Düsseldorf zum hoffnungsvollen Artikeltitel erhoben hatte („Fall Schavan. Uni Düsseldorf will Transparenz“), verkündete Roland Preuß am heutigen Morgen bereits, dass Schavan keine Transparenz anstrebe Weiterlesen

Düsseldorfer Rektor Piper antwortet Biedenkopf und Winnacker

Er mochte selbst glauben, was er in der Zeitung Die Welt veröffentlichte, oder auch nicht. Der Wahrheit entsprach Kurt Biedenkopfs Darstellung des Falles Schavan jedoch ebensowenig, wie Ernst-Ludwig Winnackers Grundsatzkritik an der Entscheidung der Universität Düsseldorf in diesem Verfahren. Das stellt der Rektor der Universität nun unmissverständlich klar – und prangert damit die auf verschiedenen Wegen erfolgten Versuche an, Annette Schavans Doktor zu retten und die Hochschulautonomie der Universität einzuschränken. Weiterlesen

Plagiat im Boulevard oder die nichtswissende Müllpresse

Erfrischtes – ach was, so lässt sich kein Artikel über ätzenden Boulevardmüll beginnen, beim besten Willen nicht. Die Berichterstattung ist unter aller Kanone. Es folgt ein Rant über das Verhältnis von Journalismus, Plagiatssuche und die Erfolge der Schavanisten. Anlass ist das Herabsteigen des Blogs Guttengate.de in die nichtswissende Müllpresse, aus der es nur knapp wieder entkommen kann – mit einem Fundstück aus dem Focus in der Hand Weiterlesen

Statt Autopsie: Der Düsseldorfer Leitfaden von 1978

Erlesenes in schwarz auf weiß kann man getrost nach Hause tragen. Das gilt natürlich insbesondere für Anweisungen zum richtigen wissenschaftlichen Arbeiten. Man muss die Anweisungen natürlich lesen, das bloße Tragen reicht meist nicht. Dass sein Leitfaden „Hinweise zur Anfertigung von Seminararbeiten“ einmal die bundesrepublikanische Presse in Wallung bringen würde, hätte sich Wolfgang Kramp (1927–1983) wohl auch nicht träumen lassen. Die in der FAZ angedeuteten Verschwörungstheorien vom 3. Februar, wie es dazu gekommen sein möge, können als einigermaßen absurd gelten, weil sie das bereits öffentlich Bekannte einfach ignorierten. Weiterlesen

Wissenschaftliches Arbeiten 1980 – Wissenschaftsdekonstruktion 2013

Erzielte Schavan bei ihrer Kandidatenkür zur Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Alb-Donau/Ulm deshalb ein so großartiges Ergebnis von 294 der 307 abgegebenen Stimmen (96 Prozent),[1] weil sie so stark in der Defensive ist, dass sich die Reihen der Ulmer Christdemokraten fest um sie schlossen? Ist die Solidarität der Schwaben so groß? Oder ist es für sie einfach viel weniger schlimm, wenn ihre Kandidatin bei der Doktorarbeit betrogen hat, als es für die Karlsruher CDU ist, wenn ihr Kandidat Präsident des Drittligaclubs Karlsruher SC ist? Der erhielt nämlich nur 82 Prozent der Stimmen Weiterlesen