Schlagwort-Archive: Heike Schmoll

Nach dem Rohrbacher-Gutachten kommt jetzt: Der Rohrbacher-Kommentar

Erübrigt es sich inzwischen, auf ein wesentlich unbeachtet gebliebenes, wiewohl bedeutendes zeitgeschichtliches Großereignis einzugehen, das sich am 25. August 2013 um 17:21 Uhr ereignete? Aufgrund seiner mittelfristigen Bedeutung muss es hier wohl doch noch Erwähnung finden. Zu diesem Zeitpunkt brach nämlich Prof. Dr. Stefan Rohrbacher, Prodekan der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, sein bis dahin striktes Schweigen in der Öffentlichkeit zum Fall Schavan. Weiterlesen

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Dr. Annette Schavan: Kandidatin für Ministerposten

Erörterte Schavan-Äußerungen lassen sich besser in einen realitätsbezogenen Kontext einordnen als Selbststilisierungen, wie sie für Interviews typisch sind. Daher erfolgt hier die Kommentierung eines Interviews, das Annette Schavan der Schwäbischen Zeitung (14. August 2013) gegeben hat, gefolgt von einigen Überlegungen zu Schavans Politikstil und Zukunftsaussichten. In dem Interview, das sie auf ihrer eigenen Homepage – dem Leistungsschutzrecht zum Hohn – vollständig wiedergibt (alle Zitate daraus), wird sie „als mögliche Nachfolgerin von Dirk Niebel gehandelt“. Auch konstatiert der Chefredakteur, dass Schavans Schamfrist beendet sei: „Jetzt ist sie wieder ganz die Alte.“ Wie passend, dass es andernorts bereits als heißes Gerücht gilt, dass Niebel nur noch Schavans Stuhl für einen künftigen schwarz-gelben Kabinettstisch vorwärmt. Weiterlesen

Plagiats-Apologetik: Schavanismus oder Pyrrhonismus?

Ermöglicht es doch nochmals eine grundsätzlichere Betrachtung der Beziehung von Schavanismus und (Plagiats-)Pyrrhonismus, so kommen die Zweifel von Leser (und VroniPlag-Mitarbeiter) „Pl_Hood“ hier gerade recht. Er fragt:

„Nachdem Schavan abgesägt ist, gäbe es doch nicht mehr viel Grund, ihre Arbeitsweise nur ihretwegen weiterhin zu verteidigen. […] Was bewegt die Damen und Herren nun wirklich (politische Verflechtungen einmal außen vor)?“

Das ist eine berechtigte Frage, Weiterlesen

Pyrrhonismus in der Plagiatsdebatte

Ergänzte sich der Vortrag, den Philipp Theisohn auf der Tagung des Wissenschaftsrats am 23. Juli 2013 in Berlin gehalten hatte, günstig durch die anschließende Diskussion? Theisohns Vortrag „Fremde Worte, eigenes Denken. Wissenschaftliche Normen im historischen Wandel“ kann inzwischen ja jeder nachlesen und dabei die These prüfen, dass Theisohn den Plagiatsskeptizismus zum Plagiatspyrrhonismus radikalisiert hat. Simone G. hat Theisohns Vortrag genau gelesen und auseinandergenommen.

Elemente des Pyrrhonismus

Um die Referenzen der Das-sind-doch-alles-keine-Plagiate-Fraktion an die Lehren des Pyrrhon von Elis (ca. 365-270 v. Chr.) zu verdeutlichen, Weiterlesen

Wie die Universität Bochum mit Norbert Lammert verfährt

Erläuterte sich ein Plagiatsverfahren nicht von selbst, so lassen sich doch heute schon einige Prognosen abgeben, wie das Verfahren in der Causa Lammert aussehen dürfte. Als Vergleich bietet sich erneut die Causa Schavan an, über deren Verfahrensablauf inzwischen einiges bekannt ist. Zunächst war die Universität Düsseldorf sehr zurückhaltend, was den Ablauf anging. Glücklicherweise bot RA Bongartz als Kenner des nordrhrein-westfälischen Verwaltungsrechts damals Orientierung[1] und beseitigte sogar die Desorientierung[2] einiger der größten Köpfe der Republik. Weiterlesen

Norbert Lammert – Plagiator ohne Plagiate?

Ermittelte seit dem 30. Juli die Ombudsperson der Ruhr-Universität Bochum (RUB) im Fall Norbert Lammert,[1] so lässt sich zunächst feststellen, dass der Bundestagspräsident bisher offensiver mit den von Lammertplag veröffentlichten Plagiatsvorwürfen umgeht als Annette Schavan im Mai 2012 auf Schavanplag reagierte. Zum Vergleich bieten sich beide Fälle aus verschiedenen Gründen an, wichtiger ist aber in nächster Zeit der Vergleich von Lammerts Dissertation mit ihren Quellen. Dabei hilft nun eine Weiterlesen

Eigenplagiator Marc Jan Eumann?

Erübrigte sich eine ausgiebige Erörterung des Plagiatsverdachtsfalles Marc Jan Eumann dankenswerterweise durch die ausführliche und multiperspektivische Analyse „Wider die Eigen-Plagiate-Hatz“ von Klaus Graf, so lassen sich hier nur einige Anmerkungen zu verschiedenen Aspekten ergänzen:

Grafs generelle Erwägungen sind deutlich angemessener als die vielfach konkret interessierten Erscheinungen von Eigenplagiatshysterie. In diesem Sinne wurden hier auch im Mai 2012 die Eigenplagiatsvorwürfe im Fall Schavan eher skeptisch kommentiert. Weiterlesen