Schlagwort-Archive: Heike Schmoll

Klaus Graf: Offener Brief an die FAZ

Erzürntes Abrechnen mit der in zahlreichen Einzelaspekten versagenden FAZ hat Klaus Graf soeben in die Form eines Offenen Briefes an die Herausgeber der FAZ gegossen und zur Weiterverbreitung empfohlen. Angesichts der weit über den Tag hinausreichenden Bedeutung dieses Textes ist nur eine vollständige Wiedergabe des Originals angemessen:

Sehr geehrte Herren,

die Frankfurter Allgemeine Zeitung fordert mich mit Schreiben vom 8. März 2013 auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben Weiterlesen

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Schavan-Freundschaftsblättchen FAZ sah journalistische Herabwürdigung Schmolls

Ergab es einen ansehnlichen Shitstorm, wenn man eine juristische Konfrontation zwischen einer Zeitung und einem Blogger kombinierte mit deutlichem Unrechtsempfinden, abstrusen Argumenten, Politik, Fehlverhalten und Gerüchten von geheimen gleichgeschlechtlichen Beziehungen, so war es gar nicht so leicht, über den Verlauf der Netzaufregung den Überblick zu behalten. Klaus Graf weiß zwar nichts Neues zu berichten, dafür aber Altes zu präzisieren und einen Überblick über die Beiträge und Diskussionen zum aktuellen Fall zusammenzustellen:

FAZ mahnt unter Vorwand missliebige Blogger ab

Ermöglicht es das Abmahnwesen, skrupellos beliebige Meinungen zu unterdrücken oder zumindest ihre Äußerung riskant und womöglich teuer zu machen? Diese Frage stellt sich nun in einem Fall, der erneut die Nähe zwischen bestimmten Politikern und Journalisten unterstreicht. Am Mittwoch Nachmittag meldete das führende deutsche Geschichtsblog Archivalia:

„++EIL++ FAZ will mich in Sachen Beziehung Schavan Schmoll zur Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung zwingen ++EIL++“ Weiterlesen

Statt Autopsie: Der Düsseldorfer Leitfaden von 1978

Erlesenes in schwarz auf weiß kann man getrost nach Hause tragen. Das gilt natürlich insbesondere für Anweisungen zum richtigen wissenschaftlichen Arbeiten. Man muss die Anweisungen natürlich lesen, das bloße Tragen reicht meist nicht. Dass sein Leitfaden „Hinweise zur Anfertigung von Seminararbeiten“ einmal die bundesrepublikanische Presse in Wallung bringen würde, hätte sich Wolfgang Kramp (1927–1983) wohl auch nicht träumen lassen. Die in der FAZ angedeuteten Verschwörungstheorien vom 3. Februar, wie es dazu gekommen sein möge, können als einigermaßen absurd gelten, weil sie das bereits öffentlich Bekannte einfach ignorierten. Weiterlesen

Ist Roland Preuß ein Schavanist?

Eröffnete sich durch Erkenntnise der netzwerktheoretischen Journalismusforschung die Chance, die Haltung von Journalisten zu bestimmten Politikern zu erklären, so stellt sich die Frage, ob sich die Methode auch umkehren lässt: Lässt sich aus den Texten ein Netzwerk rekonstruieren, weil solche Netzwerke auf „Wert-Homophilie“ basieren?

Ein Testfall für eine solche Analyse wäre SZ-Journalist Roland Preuß. Weiterlesen

Wissenschaftliches Arbeiten 1980 – Wissenschaftsdekonstruktion 2013

Erzielte Schavan bei ihrer Kandidatenkür zur Bundestagswahl 2013 im Wahlkreis Alb-Donau/Ulm deshalb ein so großartiges Ergebnis von 294 der 307 abgegebenen Stimmen (96 Prozent),[1] weil sie so stark in der Defensive ist, dass sich die Reihen der Ulmer Christdemokraten fest um sie schlossen? Ist die Solidarität der Schwaben so groß? Oder ist es für sie einfach viel weniger schlimm, wenn ihre Kandidatin bei der Doktorarbeit betrogen hat, als es für die Karlsruher CDU ist, wenn ihr Kandidat Präsident des Drittligaclubs Karlsruher SC ist? Der erhielt nämlich nur 82 Prozent der Stimmen Weiterlesen

Schlechte Nachrichten für Schavan

Ergab es ein schiefes Bild, viele Monate mangelnder Berichterstattungsqualität mit einem Tag erfreulichen Kontrasts aufzuwiegen, so dürfte es kaum bedeutungslos sein, wie sich die Schwerpunkte – plötzlich – verschoben haben: Nachdem seit mehr als acht Monaten in den Massenmedien vor allem Verteidigungen und Relativierungen Schavans und ihrer plagiierten Doktorarbeit vertreten waren, ließ sich gestern, am Vortag der lange erwarteten Fakultätsratssitzung am Dienstagnachmittag, erstmals der Eindruck gewinnen, dass erstens die Stellungnahmen überwiegen, die nicht von Schavans Plagiaten ablenken, sie rechtfertigen oder ihre Ahndung durch die Universität Düsseldorf verhindern wollen, und dass zweitens auch in den Massenmedien Weiterlesen