Schlagwort-Archive: Journalismus

Ursula von der Leyen, VroniPlag und das Plagiat I

Erscheint es nicht als noch langweiliger, spekulativ über den Charakter von Plagiatsjägern zu sinnieren, als es ohnehin schon ist, träge, trockene Texte über irrelevant-abseitige akademische Themen auf ihre Ähnlichkeiten hin zu vergleichen? Nicht für den typischen SpOn-Kommentierer: Weiterlesen

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Sexualpädagogik der Vielfalt – kostenloser Volltext

[Update, 19. Mai 2015: Der Volltext-Download ist nicht mehr verfügbar. Siehe unten.]

Ermöglichte Sexualkunde es reaktionären Misanthropen, mit ihren Ideen einer „organischen Ordnung“ unter Ausnutzung von Ängsten und Unsicherheiten breiter Schichten bis in die Mitte der Gesellschaft vorzustoßen, so macht ebendies die öffentliche Befassung mit Sexualität – und der Vielfalt ihrer tatsächlichen Praxis – dringend erforderlich. Der konservative Backlash produziert insofern notwendig seine progressive Gegenbewegung.

Einen Beitrag zu dieser Gegenbewegung wird die gesteigerte Rezeption des Buches „Sexualpädagogik der Vielfalt“ leisten, Weiterlesen

Sexualkunde für Hassprediger III

Erreichte Sexualpädagogik nicht häufig das Interesse einer breiten Öffentlichkeit, so ist 2014 zum Jahr der öffentlichen Debatte über die Sexualaufklärung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland geworden. Anhand der Debatte lässt sich konkret zeigen, wie von interessierten Kreisen verbreitete Falschinformationen in Massenmedien und zu breiten Rezipientenkreisen gelangen. Da es sich nicht um Falschinformationen von staatlichen Stellen, von großen Wirtschaftsvertretern, und auch nicht von allgemein anerkannten gesellschaftlichen Kräften wie Gewerkschaftsverbänden oder Amtskirchen handelt, lässt sich dieser Vorgang als Propaganda von unten bezeichnen. Sie baut auf Angst, Phantasie und die fehlende Bereitschaft, nachprüfbare Behauptungen nachzuprüfen.

Angefangen hat das Ganze, als im November 2013 eine Petition „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ forderte Weiterlesen

Der Wulff und seine Jäger

Erledigtes war Bundespräsident Christian Wulff moralisch bereits Mitte Dezember 2011.[1] Er hielt sich nach eigener Zählung noch 67 Tage im Amt, und nun rechnet er ab:

„Wulff macht in seinem neuen Buch ‚Ganz oben Ganz unten‘ den Jagdtrieb von Journalisten für seinen Rücktritt verantwortlich.“[2]

Erlegtes Wild wollten die also aus ihm machen. Wie das? Darüber schreibt Wulff ausführlich. Denn die Verfehlungen anderer sind das beste Thema, um nicht über die eigenen reden zu müssen. Kurz vor seinem Rücktritt, Weiterlesen

Wie die Rheinische Post über den Fall Schavan berichtete

Erreichte seit voriger Woche das Schreiben eine breitere Medienöffentlichkeit, in dem der Düsseldorfer Dekan Bruno Bleckmann den Vorsitzenden des Wissenschaftsrates Wolfgang Marquardt in seine Schranken gewiesen hatte (Hintergrundbericht), so muss man doch feststellen, dass mit Tagesspiegel und Spiegel Online lediglich zwei Massenmedien sich dieses Themas annahmen. Zudem ist die Verständnislosigkeit bemerkenswert, mit der die Angelegenheit von SpOn behandelt wird: „Was ist da los?“ – „Prof-Boxen“ – „eine Posse aus dem akademischen Millieu“? Weiterlesen

Geschützt: Düsseldorfer Geheimnisse

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Stimmen zum Schavan-Urteil

Erreichte Schavan nichts mit ihrer Klage gegen die Rücknahme des Doktorgrades, oder war der Ertrag des Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf sogar als weniger als nichts anzusehen? Zweifellos war ein Urteil, das negativer für Schavan ausgefallen wäre, kaum denkbar. Das wollten aber nicht alle wahrhaben. Einige Stimmen demonstrieren die Tatsachenresistenz des Schavanismus:

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