Botschaften aus Rom II: Eine Bloggerin will’s nochmal wissen

Erbloggtes beschrieb zuletzt einige Widersprüchlichkeiten in vatikanischen Botschaften. In diese Reihe fügen sich auch sieben Artikel der vatikanischen Botschaftsbloggerin Annette Schavan, die zwischen dem 30. November und dem 26. Dezember im „Focus“ online erschienen (Überblick), einigermaßen bruchlos ein:

Advent, Advent, eine Uni brennt

Zur „Vorbereitung auf Weihnachten“ begann Schavan ihre Blogpredigten am 1. Advent mit der Botschaft „Seid wachsam“.[1] Schon mit dem allerersten Satz erweist sich die FOCUS-Expertin als stilsichere Meisterin von unerreichter gedanklicher Schärfe:

„Am ersten Advent beginnt eine Zeit, die unterschiedlicher wirkt als andere Zeiten des Jahres.“

Auch ihre Predigt wirkt unterschiedlicher als andere. Statt der üblichen Besinnlichkeit, auf die Schavan ganz konventionell anspielt, widmet sie ihr Hauptaugenmerk allerdings der Ankunft „des großen Gottes“ (Karl Rahner, zitiert nach Annette Schavan). „Seid wachsam“ ist nämlich nicht etwa die Botschaft an die Hirten auf dem Felde, dass ihnen ein Erlöser geboren wird. Wie von Schavan aus Markus 13, 37 zitiert, handelt es sich vielmehr um die Ankündigung der Apokalypse und des Jüngsten Gerichts. Gerichte spielen in jenem Kapitel, in dem Jesus den Jüngern die Zerstörung des Tempels ankündigt, auch eine prominente Rolle, namentlich „falsche“, weltliche Gerichte, jüdische Bethäuser und die Staatsgewalt, die die Auserwählten aufgrund ihres Glaubens verurteilen und misshandeln:

„Ihr aber seht euch vor! Denn sie werden euch den Gerichten überantworten, und in den Synagogen werdet ihr gegeißelt werden, und vor Statthalter und Könige werdet ihr geführt werden um meinetwillen, ihnen zum Zeugnis.“ (Mk 13, 9)

Wer würde da noch die Parallelen leugnen zur Causa Schavan, die dem Verwaltungsgericht Düsseldorf 2014 zur Entscheidung überantwortet war, und über die Schavans Getreue zu sagen pflegten, dass jüdische Schriftgelehrte (Judaisten!) die gute Katholikin mit ihrer Akribie quälten, und das Doktorentzugsverfahren sich eindeutig gegen „die CDU-Politikerin“ richte, die dabei aufgrund ihrer Überzeugung zu leiden und standhaft zu bleiben habe?

Da warnt Jesus also die Gläubigen und hält sie an, wachsam zu sein: „Seht euch also vor und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.“ (Mk 13, 33) Gemeint ist die Zeit des göttlichen Gerichts, in der sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr scheinen wird, in der die Sterne vom Himmel fallen und die Kräfte des Himmels erschüttert werden (Mk 13, 24f.). Und wenn Schavan Gerechtigkeit zuteil wird, dann wird Gott die Universität Düsseldorf strafen, lautet die Botschaft, die Schavan ihrem eigenen Predigtwort entnehmen kann.

Denn bisher ist in der Causa Schavan das letzte Wort noch nicht gesprochen. Eine deutsche Botschafterin, die regelmäßig betont, dass sie „keine Sekunde unter Bedeutungsverlust gelitten“ habe, nun jenseits des politischen Tagesgeschäfts viel mehr Zeit habe für die ihr wichtigen Dinge, erklärt, dass es bald auch wieder aufwärts gehen wird, ans Licht:

„‚Seid wachsam‘ kann helfen, im Trubel innezuhalten und sich daran zu erinnern, dass die Dunkelheit der winterlichen Tage dieser Jahreszeit und unseres Lebens nicht das letzte Wort sind.“[9]

Macht kaputt, was euch kaputt macht, dann kriegt ihr was Neues

Im gleichen Sinne geht es auch zur 2. Adventspredigt weiter unter dem Motto: „Wir erwarten einen neuen Himmel und eine neue Erde“ und einen neuen Doktortitel.[2] Im Kontext des 2. Petrusbriefes, Vers 12 und 13, steht, dass vor der Gerechtigkeit, die sich Schavan erhofft, die Zerstörung steht:

„An jenem Tag wird sich der Himmel im Feuer auflösen und die Elemente werden im Brand zerschmelzen. Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.“

Ein wesentliches Element dieser Zukunftspläne ist zudem das Vergessen, das Petrus nicht erwähnt, obwohl der Prophet Jesaja, von dem er die Prophezeiung eines neuen Himmels und einer neuen Erde übernommen hat – natürlich ohne seine Quelle zu erwähnen – unmittelbar fortfuhr, dass niemand sich mehr an Sünden, Scham und Leiden der Vergangenheit erinnern werde, wenn „Das endzeitliche Heil“ kommt:

„Man wird nicht mehr an das Frühere denken, es kommt niemand mehr in den Sinn.“ (Jes 65, 17)

Untergangsvision und Auserwähltheitsphantasie

Dass das Schlechte spätestens nach 30 Jahren vergessen sein sollte, predigte Schavan ja bereits 2012, und so beging sie auch den 3. Advent: „Prüft alles und behaltet das Gute“.[3] Diese Anweisung des Apostels Paulus an die Thessalonicher (1. Thess 5, 21) gehört zu einer ganzen Reihe von Empfehlungen an die Gemeinde, die in der Erwartung der Apokalypse einzuhalten seien. Wiederum steht die Adventszeit nicht im Zeichen der Erinnerung an Christi Geburt als eines erlösenden Geschenks Gottes an die Menschheit, wie sich die konventionelle Weihnachtsdeutung zusammenfassen ließe, sondern im Zeichen der Erwartung des Untergangs, der der Wiederkehr Christi vorausgehe.

Die Freude, die Schavan zum 3. Advent empfiehlt, ist Freude über „Gottes Treue zum Menschen“[3], und zwar angesichts des kommenden Unheils: Die „Klärung“, die sich Schavan von der Vorweihnachtszeit erhofft, ist die Klärung der Fronten zwischen jenen, denen Gott treu ist, und jenen, die Paulus‘ „Aufforderung zur Bereitschaft für den Tag des Herrn“ (so die Überschrift von 1. Thess 5) nicht nachkommen. Bei der bevorstehenden Abschlussprüfung, auch bekannt als Jüngstes Gericht, wird es nämlich nicht darauf ankommen, seine Quellen ordentlich angegeben zu haben, sondern darauf, zu den Guten zu gehören, die in der Treue behalten werden.

Für Schavan ist „Kern unserer christlichen Hoffnung“ die Aussage „Gott ist treu“.[3] Der Messianismus, der sich durch Schavans Adventspredigten zieht, lässt darauf schließen, dass es bei dieser Treue darum geht, dass jene, die fest im Glauben sind, am Jüngsten Tag nicht gottverlassen dastehen werden. Egal, was sonst. Die Botschaft des Glaubens, die aus Rom kommt, übermittelt diesmal also nicht irgendwelche Anweisungen oder Ratschläge zum innerweltlichen Handeln, sondern die Unterscheidung zwischen jenen, denen Gott treu sei, und jenen, bei denen das nicht der Fall ist.

„Prüft alles und behaltet das Gute“ bleibt ohne Maßstab des Guten eine leere Aufforderung. Die wechselseitige Treuebeziehung zwischen Gott und Gläubigen gibt allerdings einen recht erschreckenden Maßstab des Guten ab. So ist das wohl, wenn man sich auf Messianismus verlegt: Fiat iustitia et pereat mundus bedeutet für Leute, die weltlichen Gerichten die grundsätzliche Fähigkeit absprechen, in ihrem Zuständigkeitsbereich zu gerechten Ergebnissen zu gelangen,[4] dass ihre Gerechtigkeitsvorstellung im Weltuntergang wahr werde.

Auf Stroh geboren und gesteinigt

Die persönliche Krisenerfahrung der Jahre 2012-2014, deren Verarbeitung Annette Schavans Gemüt weiter bewegt, prägt auch die Blogpredigt zum 4. Advent, aus der einzelne Passagen bereits im ersten Teil dieser Reihe vorgestellt wurden. Schavan sieht sich dieser Tage zwischen „Hoffnung und Sehnsucht“ in einer Welt, „die sich nach Gerechtigkeit sehnt. Alles menschliche Bemühen um Gerechtigkeit bleibt Stückwerk“,[5] bekräftigt sie die Ungerechtigkeit des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts und das eigene Sehnen nach dem Tag der Abrechnung. So prophezeit sie eine „neue Dimension der Veränderung“,[5] wenn Gott „uns eine neue Kraft im Dienst der Gerechtigkeit erkennen“ lässt.

Doch noch hat Schavan die Mittel zur Gerechtigkeit nicht erkannt, deshalb verbleibt sie zwischen „Hoffnung und Sehnsucht“: Sie kann die Weihnachtszeit nicht richtig genießen, jede Süßigkeit macht ihr nur die Frustration bewusst, die sich auf den Hüften niederschlägt und mit einer Flucht nach Rom und dem Märtyrertum verbunden ist:

„Die nahende Weihnacht hat wenig von der Süsslichkeit, mit der sie in unseren Breitengraden verbunden ist. Auf Stroh geboren, begeben sich seine Eltern mit ihm bald auf die Flucht, weil sein Leben bedroht ist. Kaum ist er geboren, wird Stephanus, der für ihn eintritt, gesteinigt und ist damit der erste Märtyrer der Christenheit.“[5]

Spätestens an dieser Stelle zeigt sich, welch großartiger Fang dem „Focus“ mit Ihrer Exzellenz gelungen ist: Hier wird sehr gründlich Stroh gedroschen und dabei ganz nebenbei die theologische Wissenschaft revolutioniert. Nicht erst Jesus von Nazareth, nein: Schon seine Eltern waren einst auf Stroh geboren, wie die Forschungen der früheren Honorarprofessorin für katholische Theologie an der Freien Universität Berlin offenbar ergeben haben. Die genaue Chronologie ist allerdings nach so langer Zeit nicht mehr eindeutig zu rekonstruieren. Das gilt erst recht für die Vita des Heiligen Stephanus, dessen Steinigung ebenfalls in ganz neuem Licht erscheint: Kaum ist Jesus geboren, da tritt auch schon Stephanus für ihn ein und wird sogleich gesteinigt. Oder ist es Klein-Stephanus, der gleich nach der Geburt mit frühkindlicher Entschlossenheit für Jesus von Nazareth eintritt und, kaum von der Nabelschnur getrennt, gesteinigt wird? Dann wäre er nicht nur der erste, sondern auch der jüngste Märtyrer der Christenheit. Hier ist noch vieles zu ergründen. Und noch so manches Stroh zu dreschen.

Bekenntnis zum Zitieren ohne Gänsefüßchen

Und das alles schon am 4. Advent! Was soll da noch kommen? Das unbeugsame Glaubenszeugnis, dass es kein Plagiat gibt, hat sich Schavan für Heiligabend aufgespart: In Anführungszeichen setzt sie allein ihre eigenen Worte „Eine gesegnete Weihnacht“,[6] bevor sie sich an einer Rechtfertigung für „Zitatkulturen“ versucht, die dringend einmal von der IAG Zitat und Paraphrase in Augenschein genommen werden müssten:

„Am Heiligen Abend steht die Weihnachtsgeschichte im Mittelpunkt der Liturgie. Sie wird auch in vielen Familien gelesen. Sie braucht keinen Kommentar. Sie steht für sich“.[6]

Es folgt die katholische Einheitsübersetzung der Weihnachtsgeschichte (Lukas 2, 1-20), als Kommentar fügt die Bloggerin lediglich die Bemerkung „(Lukas 2, 1 – 20)“ an. Womöglich ist es auch Ausdruck dieser Kopierkultur im Internet, wo die jungen Leute nach 23 Uhr einfach Texte in ihre Tastaturen kippen, die anderswo viel besser nachzulesen wären. Mit der Weihnachtsgeschichte ist es wie mit den Katzen- und Nazibildern, die zu Erbauungszwecken in diesem Internet hemmungslos und ohne jeden Gedanken an das geistige Eigentum geteilt werden. Dabei steht unter dem Text einer möglichen Vorlage für die urheberrechtsmissbräuchliche Aneignung von Lukas 2, 1-20 ausdrücklich: „Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift © 1980 Katholische Bibelanstalt, Stuttgart.“

Nun ja, das kann man wohl als lässliche Sünde bewerten. Aber es eröffnet die Gelegenheit, Stellenwert und Beliebtheit des neuen Blogs von Annette Schavan einmal unabhängig von ihren Formulierungskünsten und den mitgeteilten Inhalten zu ermitteln: Anhand der Publikumsbewertung eines der bekanntesten und beliebtesten Texte der deutschen Sprache lässt sich festmachen, dass die „Focus“-Leserinnen und -Leser es mäßig interessant finden, von Schavan den Text nochmal „neu“ präsentiert zu bekommen:

Schavan im FocusZum Vergleich: Wenn sie „von FOCUS-Online-Experte Wolfgang Kubicki (FDP-Spitzenpolitiker)“ erklärt bekommen, „Warum der Staat die Zahlungen an die Kirchen stoppen muss“, dann geben 51 „Focus“-Leserinnen und -Leser dafür fast fünf volle Sterne. Die Qualitätseinschätzung von etwas über der schlechtestmöglichen Bewertung gleicht eher dem Artikel „Initiative gegen Einwanderung: So gingen die Schweizer Rechtspopulisten auf den Leim“, präsentiert „von FOCUS-Online-Experte Alexander Graf Lambsdorff“ (der auch in der FDP ist, aber offenbar kein Spitzenpolitiker, sondern nur stellvertretender Präsident des Europäischen Parlamentes). Nur dass der bisher 104 Bewertungen erhalten hat. (Inzwischen wurde die Bewertungsfunktion offenbar in allen Artikeln Schavans mangels Begeisterung abgeschaltet.)

Weihnachtsbotschafterin

Am 1. Weihnachtstag widmet Schavan ihr Blog jenen Bürgern, denen „derzeit nicht zum Jubeln zumute“ ist. Allen voran sich selbst, erklärt sie nochmal dasselbe, worum ihre Gedanken auch in der Adventszeit kreisten: Seid wachsam, denn das Weltgericht naht, und Gott wird die belohnen, die ihm treu sind. Von Jesus erhofft sie sich vor allem eines:

„Festgefahrene Ordnungen bringt er in Bewegung, die Sicherheit der Schriftgelehrten wirkt vorübergehend. Er wird ihnen ein Ärgernis sein. Neben dem Bild von der Weihnachtskrippe gehört zu den starken Bildern auch der Kniefall der Weisen, die – einer Legende nach – eine weite Reise auf sich genommen haben, um dem Kind ihren Respekt zu zeigen. Auch das ist eine Ermutigung zu festlichem Jubel.“[7]

Hinfort also mit festgefahrenen Promotionsordnungen und Zitierleitfäden! Die Sicherheit, mit der die akribischen Schriftgelehrten ihren Fall beurteilt haben, ist nur vorübergehend. Sie wird erschüttert werden. Auch die Weisen des Wissenschaftsbetriebs sind ja längst schon auf die Knie gefallen und haben ihr Treueschwüre und Vasallendienste geleistet. Das waren wahrlich starke Bilder, die sich den Gläubigen und gewiss auch den Ungläubigen tief eingeprägt haben. Drei Gaben wären allerdings noch abzuliefern, vorzugsweise um den 10. Juni 2015 herum. Weihrauch hat die Jubilarin schon reichlich im Haus. Sinnvoll wären dagegen ein Ehrendoktortitel, eine Honorarprofessur und eine Festschrift.

Das klingt gut! Und man hatte in dieser Weihnachtszeit jede Ermutigung zu festlichem Jubel bitter nötig. Denn auch der 2. Weihnachtstag ließ keinerlei frohe Stimmung aufkommen:

„Der zweite Weihnachtsfeiertag steht im Zeichen der Steinigung von Stephanus. Damit beginnt die erste große Christenverfolgung.“[8]

Annette Schavan wäre eine schlechte Vatikan-Botschafterin, wenn sie da nicht erläutern würde:

„Heute sind Christen die am meisten verfolgte Gruppe weltweit.“[8]

Und das an Weihnachten! So war das damals in Israel:

„Der Weihnachtsjubel ist kaum verhallt, da beginnt der Streit. Stephanus ist sein erstes Opfer. Er gehört zu den Diakonen der ersten Christengemeinde in Jerusalem. Ihre Aufgabe besteht in der Glaubensverkündigung, und sie sind zuständig für die sozialen Belange der Gemeinde. Sie kümmern sich um die Armen.“[8]

Und 2000 Jahre später? Die Universität Düsseldorf ist kaum gegründet, da beginnt der Streit. Annette ist sein erstes Opfer. Sie gehört zu den Diakoninnen der Christenpartei, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Glaubensverkündigung und die sozialen Belange der Gemeinde zu verbinden. Sie kümmerte sich um die armen Wissenschaftsorganisationen – und wie dankte man ihr? Kontaktverbot, nichtmal im LMU-Hochschulrat durfte sie bleiben, musste in die Fremde fliehen. Den Getreuen ging es kaum besser:

„Sie sind Opfer jener Intoleranz, die in der 2000-jährigen Geschichte des Christentums immer wieder aufflammt. Ihr Glaube ist jenen ein Ärgernis, die nur ihre eigenen Überzeugungen gelten lassen.“[8]

Das haben auch die Wissenschaftsorganisationen schmerzlich erfahren müssen.[9] Sie haben heftig Dresche bekommen, weil sie sich für Schavan und gegen die Unduldsamkeit der Schriftgelehrten in die Bresche warfen. Ihre Exzellenz weiß: Stephanus ist nur der erste, der zum Märtyrer wird:

„Viele werden ihm folgen. Die Botschaft am zweiten Weihnachtstag ist bedrückend. Erschreckend ist, dass der Intoleranz bis heute nicht Einhalt geboten wird.“[8]

Wahrhaft erschreckend. Und es wird wohl noch viel gedroschenes Stroh die Donau hinabschwimmen, und man wird noch vielen Kindern in Würde den Po versohlen müssen, bevor sich hier wirklich etwas ändert. Dazu ist nicht nur Glaubensverkündigung vonnöten. Hier muss der Willkür der Universitäten und der Gerichte in den Arm gefallen werden. Waldemar Westermayer wird nicht derjenige sein, der das bewirkt. Schavans Nachfolger als Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Ulm/Alb-Donau hat erklärt, dass er dort nur als Ersatzmann eingesprungen ist, aber viel lieber für den Kreis Ravensburg im Bundestag sitzen möchte.[10] Damit wird in Ulm/Alb-Donau wieder ein Plätzchen frei, und zwar so etwa 2017: Ein Wahlkreis, in dem das Direktmandat automatisch an die CDU geht – das wäre doch mal ein Neuanfang. Damit hat Annette Schavan ja inzwischen Erfahrung.

Obwohl es ja schade wäre für den Vatikan. Denn eine solche Botschafterin bekommt er niemals wieder. Zu seinen wichtigsten Aufgaben heutzutage, der Überwindung des Trennenden zwischen den Menschen, hat Annette Schavan 2014 bereits einiges beigetragen: Mit ihrem Beispiel zur nachhaltigen Schleifung von Stadtmauern befasst sich der dritte Teil dieser Reihe.

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Eine Antwort zu “Botschaften aus Rom II: Eine Bloggerin will’s nochmal wissen

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