Schlagwort-Archive: Annette Schavan

„Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“

Erkleckliches über die deutsche Wissenschaft, Angela Merkel und Annette Schavan stand kurz vor der Bundestagswahl – und begründet mit der anstehenden Bundestagswahl – in der Zeitschrift „Nature“. Die nach eigenen Angaben meistzitierte interdisziplinäre naturwissenschaftliche Zeitschrift hat einen guten Namen unter Schavanistinnen und Schavanisten. Weiterlesen

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Bei der heiligen Annette der Begabtenförderungswerke!

Er schockte schon immer gern, der Redakteur von Causa Schavan. Diesmal ist es wieder Schavan, von der es Schockierendes zu berichten gibt. In den vergangenen Monaten war die heilige Annette ja eher durch solche Schlagzeilen aufgefallen Weiterlesen

Schluckimpfung ist süß, Plagiatsvorwürfe sind bitter

Er scheint es dann doch zu blauäugig beurteilt zu haben, wie sich der Plagiatsdiskurs entwickelt hat. Ein Düsseldorfer Professor, der verlangt, dass Plagiatsvorwürfe gegen ihn konkret belegt statt pauschal geraunt werden sollten – das kann man auch als billigen Immunisierungsversuch gegen die erhobenen Vorwürfe interpretieren. Immerhin war festzustellen: Plagiatsvorwürfe stören. Aber Immunisierung gegen Plagiatsvorwürfe gibt es in weitaus luxuriöseren Ausführungen: Weiterlesen

Manches hat sich schon verändert

Ermittelte Schnittstelle zwischen der von interessierter Seite oft beklagten „Plagiatshysterie“ der letzten fünf Jahre und der tatsächlichen Wissenschaftspraxis dürfte die Art und Weise sein, wie wissenschaftliche Werke im Hinblick auf Plagiate beurteilt werden. Neben der Tätigkeit oder Untätigkeit von Fakultäten und Hochschulen bei konkretem Plagiatsverdacht trägt auch der Umgang mit möglichen Plagiaten in Rezensionen zur Beantwortung der Frage bei, ob der Plagiatsdiskurs seit Guttenberg ausgegangen ist wie das Hornberger Schießen, oder ob sich aus der heißen Diskussion der prominenten Fälle in breiter Öffentlichkeit eine Veränderung der Gepflogenheiten in der Wissenschaft, womöglich sogar Weiterlesen

Lernresistenz in der Bildungsforschung

Erhöht es den Status einer Zeitung, wenn darin Professoren parlieren und sich gegenseitig attackieren, oder macht es sie zur abgehobenen Postille des Elfenbeinturms? Die FAZ ist ja auch nicht mehr, was sie mal war, aber überraschen muss es doch, dass nun ein boulevardeskes Regionalblättchen wie die Rheinische Post zum neuen Forum des professoralen Schlagabtauschs avanciert ist Weiterlesen

Fünf Jahre Guttenberg – Plagiate, Presse, Politik

Erinnerte sich fortan in jedem Jahr die deutsche Bildungsbürger-Öffentlichkeit an die großen Tage des Fremdschämens, damals in der zweiten Februarhälfte 2011, als Minister noch wegen ihrer persönlichen Integrität Minister waren, und nicht wegen ihrer wissenschaftlichen Meriten? Diesmal, zum fünften Jahrestag, hat das ZDF in irgendeinem seiner Mikrozielgruppenkanäle die Doku „Der Fall Guttenberg“ ausgestrahlt. Gleich im ersten Satz präsentiert man die These, dass Guttenberg „so kometenhaft aufgestiegen war wie kein deutscher Politiker je zuvor“. Ausgenommen Hitler Weiterlesen

Longreads: Phantasie und Plagiat

Erbaut es das zeitgenössische Publikum, ein „Longread“ zu lesen? Dieses neue Wort findet sich in keinem Wörterbuch, ist aber inzwischen in verschiedenen Varianten (groß, klein, getrennt, zusammen, Singular, Plural, mit Hashtag oder ohne) im englischen wie im deutschen Journalistensprech gebräuchlich. Bezeichnenderweise ist sein bislang einziges Vorkommen im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache die folgende kulturpessimistische Tirade Weiterlesen